Jakub Kaminski verstärkt den VfL Wolfsburg

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Mit erst 19 Jahren hat Wolfsburgs neuer Linksaußen nicht nur viel Erfahrung, sondern auch ein enormes Potenzial vorzuweisen. Einer, den man bei Comunio auf der Liste haben muss.

Position

Beginnen wir doch an dieser Stelle mal mit den Worten von Wolfsburgs Sportdirektor Marcel Schäfer: „Er kommt zwar bevorzugt auf den offensiven Außenbahnen zum Einsatz, ist aber vielseitig einsetzbar und kann auch als hängende Spitze oder als Außenverteidiger agieren. Er hat eine Top-Mentalität sowie eine riesige Einsatzbereitschaft, bringt Dynamik, Tempo und Athletik mit und besticht durch seine Laufstärke.“

Bei genauerer Betrachtung ist Jakub Kaminski in erster Linie ein Linksaußen mit starkem rechten Fuß, der gerne nach innen zieht und abschließt (also der spiegelverkehrte Robben), aber sich auch gerne bis zur Grundlinie durchdribbelt. Das Dribbling ist ohnehin eine der großen Kernkompetenzen des Polen, der neben einer feinen Technik auch einen ungeheuren Antritt vorzuweisen hat. 

Bisherige Karriere

Kaminski kommt aus der Jugend von Lech Posen. Schon als 16-Jähriger stieß er 2018 zu den Profis, debütierte ein Jahr später in der Ekstraklasa und hat seither in der polnischen Liga 85 Spiele absolviert. Ein unfassbarer Wert für einen erst 19-Jährigen. Aber nicht nur das: Dabei sind ihm 29 direkte Torbeteiligungen gelungen, verteilt auf 15 Tore und 14 Assists. Alleine in dieser Saison waren es neun Treffer und acht Vorlagen. Am Ende stand für Lech Posen und Kaminski übrigens die Meisterschaft. 

In dieser Saison hat er aber auch international geglänzt. In der Europa League standen nach sieben Einsätzen zwei Tore und zwei Assists. Im Oktober durfte der vielfache polnische U-Nationalspieler dann auch erstmals für die A-Auswahl seines Landes an der Seite von Robert Lewandowski spielen.

Wolfsburg war nun bereit, zehn Millionen Euro für den schwer umworbenen Kaminski zu investieren. 

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Einstiegsmarktwert

Vier Millionen sind nicht gerade viel für einen durchaus gehypten externen Neuzugang. Dennoch sind bei Wolfsburg aktuell allein Max Kruse, Jonas Wind und Maxi Arnold teurer. 

Situation

Wenn man sich auf eines unter Florian Kohfeldt verlassen konnte, dann das der VfL Wolfsburg praktisch ohne Außenstürmer spielte. Dodi Lukebakio verlässt den Klub nach einem wenig erfolgreichen Leihgeschäft wieder. Auch Renato Steffen soll wohl noch verkauft werden. Ob Leih-Rückkehrer Josip Brekalo bleibt, ist fraglich. Alle weiteren durchaus prominenten Namen im Sturm sind eigentlich ausschließlich Optionen für die Zentrale. Einen wirklichen Dribbler wie Kaminski gibt es – mit Ausnahme von Neuzugang Patrick Wimmer – bisher kaum im Kader. 

Die Frage ist aber auch, wie der neue Trainer Niko Kovac seine Mannschaft aufstellt. Bei Monaco agierte Kovac zuletzt fast immer im 4-4-2 oder im 4-3-3, also mit klaren Außenstürmern. Ein klarer Pluspunkt für Kaminski. Dennoch ist der Pole auch flexibel genug, um die Schienenposition oder gar den Außenverteidiger-Posten zu übernehmen. Wir werden den 19-Jährigen ganz sicher schnell auf dem Rasen in der Bundesliga sehen. Ob gleich schon in der Anfangsformation oder erst einmal als Joker, steht jedoch noch in den Sternen. 

 

Die Senkrechtstarter der Saison 2021/22

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Marktwertentwicklung

Mit vier Millionen hat Kaminski tatsächlich jetzt nach Saisonumstellung sehr großes Marktwertpotenzial, da sein Name ohnehin auf vielen Listen europäischer Scouts ganz oben stand. Aber in diesem Spieler schlummert noch so viel mehr. Er könnte einer der großen Senkrechtstarter dieser Saison werden und ist aktuell gewiss einer der drei spannendsten Bundesliga-Neuzugänge in diesem Sommer-Transferfenster. Soll heißen: Nach oben sind die Grenzen offen!

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Autor: Karol Herrmann

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