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Der neue Wolfsburger Innenverteidiger bringt alles mit für die Bundesliga, doch sein Wechsel sorgte für reichlich Ärger. Wie steht es um sein Comunio-Potenzial?

Position

Micky van de Ven ist ein 1,93 Meter großer Innenverteidiger mit starkem linkem Fuß. Wenn es Not am Mann gibt, kann der 20-Jährige auch als Linksverteidiger oder Sechser aushelfen. „Ich bin groß, Linksfuß, robust, zweikampfstark und schnell“, so beschreibt der Spieler selbst nach seiner Verpflichtung recht selbstbewusst seine Stärken. Ein gutes Gesamtpaket also.

Bisherige Karriere

Van de Ven entstammt aus der Jugend des niederländischen Zweitligisten FC Volendam. 2019 gab er dort sein Profidebüt, hat bis heute 45 Zweitligaspiele absolviert (zwei Tore) und hat sich seither zu einem der interessantesten Akteure der Keuken Kampioen Divisie entwickelt. Mit 19 Jahren trug er bereits die Kapitänsbinde.

Das hat nicht nur zahlreiche Interessenten auf den Plan gerufen, sondern auch die schillerndste Beraterfigur Mino Railoa (u.a. Haaland und Ibrahimovic). Schon vor Monaten wollte van de Ven nach Wolfsburg wechseln, der Club stellte sich aber gerade wegen der Verhandlungen mit dem windigen Raiola quer. So soll Van de Ven laut seinem Vater in den letzten Monaten arg gelitten, kaum geschlafen und gegessen haben. Letztlich ging der Transfer am Deadline-Day aber doch noch durch. Die Wölfe sollen dem niederländischen Klub mit 3,5 Millionen eine Rekordablöse beschert haben. 

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Einstiegsmarktwert

Mit zwei Millionen stieg der Abwehrmann als günstigster Wolfsburger Innenverteidiger ein und blieb auf diesem Niveau auch gut eine Woche stehen, ehe es jetzt relativ rapide nach unten geht.

Situation

Van de Ven ist ein Talent, der eine große Zukunft haben könnte. Alleine die Tatsache, dass ihn Mino Raiola vertritt, sagt schon viel aus, denn der Berater hat eigentlich nur Spieler im Portfolio, die das Potenzial haben, für 20 Millionen und mehr zu einem internationalen Top-Klub zu wechseln. Kurzfristig sieht es aber deutlich schlechter aus. Wolfsburg ist in der Innenverteidigung hervorragend besetzt, neben dem gesetzten Maxence Lacroix liefern sich gestandene Spieler wie John Brooks und Sebastiaan Bornauw ein intensives Stammplatzduell. Van de Ven ist damit ganz klar Innenverteidiger Nummer vier und nach dem Abgang von Marin Pongracic das letzte Glied, um alle Positionen doppelt zu besetzen.

Wolfsburg geht jetzt zwar immer mehr in die Dopplebelastung mit der Champions League, auf der Innenverteidiger-Position wird aber traditionell eher wenig rotiert. Hier muss der Niederländer schon auf verletzungsbedingte Ausfälle, Sperren oder Belastungssteuerungen hoffen. Ein paar wenige Einsätze dürften in dieser Saison auf jeden Fall drin sein, mehr aber wohl nicht.


Marktwertentwicklung

Aktuell sinkt der Marktwert schnell, aber selbst 1,5 Millionen sind noch zu viel, denn van de Ven wird in der Bundesliga in den nächsten Wochen und Monaten kaum zum Einsatz kommen, es manchmal vielleicht auch gar nicht in den Kader schaffen. Wenn der Marktwert dann am relativ unteren Ende angekommen ist, gibt es hier aber gewiss eine günstige Investition in eine möglicherweise sehr erfolgreiche Zukunft. Aber nur, wenn ihr möglichst viele Spieler in die nächste Saison mitnehmen könnt.

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Autor: Karol Herrmann

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