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An dieser Stelle präsentieren wir jede Woche einen Spieler, der unter dem Radar läuft, ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat und seinen Marktwert schnell steigern könnte. Diesmal mit Jan Bürger vom VfL Wolfsburg.
Marktwert: 400.000 (Stand 11. März)
Punkte: 11
Punkte pro Spiel: 1,83
Jan Bürger vor dem Durchbruch bei Wolfsburg
Der VfL Wolfsburg ist nicht dafür bekannt, ein Verein zu sein, der auf Eigengewächse setzt. Klar, mit Kapitän Maximilian Arnold gibt es ein sehr berühmtes Eigengewächs im Kader, aber der 31-Jährige ist eine große Ausnahme. In diesem Jahr haben allerdings gleich zwei Youngster ihr Profidebüt gegeben: Pharell Hensel und Jan Bürger.
Letzterer kommt in dieser Bundesliga-Saison sogar schon auf zwei Startelf-Einsätze und insgesamt rund 250 Minuten Spielzeit. Zuletzt durfte Bürger bei der 1:2-Heimniederlage gegen den Hamburger SV beginnen – und gehörte dabei zu den besseren „Wölfen“ auf dem Feld. Sein Förderer Daniel Bauer musste gehen. Doch die angespannte Situation bietet auch Chancen für ihn.
Ex-Trainer Bauer lobte Bürger
Der neue Trainer des VfL Wolfsburg heißt Dieter Hecking. Der erfahrene Fußballlehrer soll den Absturz des VfL Wolfsburg in die 2. Bundesliga im Saisonendspurt noch verhindern. Völlig offen ist dabei, auf welche Spieler aus dem recht großen Kader der Niedersachsen Hecking setzen wird. Jan Bürger darf sich aber auf jeden Fall Chancen ausrechnen.
Ex-Trainer Bauer hatte den 18-Jährigen jüngst als Spieler bezeichnet, der „unglaublich mutig“ auftritt. Nach der Niederlage gegen Dortmund im Februar lobte der Coach: „Er hat uns mit seiner Aggressivität, seinem Tempo und seinem Punch gutgetan.“ Bürger hat gezeigt, dass er mehr ist als ein U19-Spieler. Er hat die Qualität für die Bundesliga. Und nun die große Chance, sich durchzusetzen.
Wolfsburg unter Druck – wer profitiert?
Natürlich würde man sich eine bessere Phase als diese wünschen, um als junger Spieler seine ersten Schritte zu machen. Wolfsburg ist Vorletzter der Bundesliga-Tabelle und hat bereits vier Punkte Rückstand auf den Relegationsrang und das rettende Ufer. Hecking muss also schnell Erfolge einfahren, damit die Entwicklung von Bürger künftig nicht in der 2. Bundesliga weitergeht.
Auf seiner Position rechts hinten – oder rechts vor einer Dreierkette – muss sich Bürger vor allem gegen Sael Kumbedi durchsetzen. Der 20-Jährige ist nur zwei Jahre älter als Bürger und hat in dieser Saison nicht nachweisen können, dass er wesentlich besser ist. Setzt Hecking jetzt auf den Leihspieler von Olympique Lyon, der im Sommer weg ist, oder fördert er das Eigengewächs?































