Kennet Eichhorn schließt sich ab der neuen Saison Bayer 04 Leverkusen an.

Foto: © imago images / Jan Huebner
Mit Kennet Eichhorn und Aleksa Damjanovic hat sich Bayer Leverkusen zwei absolute Diamanten gesichert. Eichhorn gilt gar als größtes deutsches Talent. Wir stellen beide Neuzugänge vor.

Stand der Marktwerte: 18.06.2026

Kennet Eichhorn: Bayer Leverkusen bekommt Ausnahmetalent

Position und bisherige Karriere: An ihm waren die halbe Bundesliga und zahlreiche internationale Top-Klubs dran: Kennet Eichhorn. Der 16-jährige Mittelfeldspieler gab Bayer Leverkusen in diesem Sommer den Zuschlag und nahm laut Medienberichten eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag bei Hertha BSC in Anspruch.

Der in Bernau bei Berlin geborene Eichhorn wurde in der Jugend der Hertha ausgebildet, war in der vergangenen Saison fester Bestandteil der Profis. Insgesamt 19 Mal stand Eichhorn in der 2. Bundesliga und im DFB-Pokal für die „Alte Dame“ auf dem Platz. Eichhorn ist ein moderner defensiver Mittelfeldspieler, der über körperliche Robustheit, Technik und enorme Spielintelligenz verfügt.

Situation: Im Mittelfeldzentrum der Werkself hat Eichhorn primär drei Konkurrenten: Ezequiel Fernandez, Exequiel Palacios und Aleix Garcia. Wie der kicker berichtet, gilt Fernandez als Verkaufskandidat. Palacios (27) hatte in der letzten Saison mit Verletzungen zu kämpfen. Garcia (28) spielte vergangenes Jahr nahezu durch.

Neu-Trainer Carles Martinez ließ bei seinem Ex-Verein Toulouse häufig ein 3-4-3 spielen. Hierbei könnte Eichhorn auf der Doppelsechs agieren. Sollte Martinez, wie die Bild meldet, über ein 4-3-3 nachdenken, könnte der Jungstar in einer offensiveren Rolle als Box-to-Box-Spieler fungieren. So oder so: Eichhorn hat das Potenzial, sich schnell in Leverkusen und der Bundesliga zurechtzufinden. 

Marktwert und Entwicklung: Bei Comunio ist der U17-Nationalspieler Eichhorn mit verhältnismäßig günstigen fünf Millionen gestartet. Derzeit sind es schon stolze 8,4 Millionen. Eine gewisse Anpassungszeit sollte man auch dem hochtalentierten Berliner zugestehen. Es könnte sich lohnen, abzuwarten, welches System Martinez wirklich favorisiert.

 

Aleksa Damjanovic: Junger Riese für die Werkself

Position und bisherige Karriere: Die Verpflichtung von Aleksa Damjanovic hat Bayer Leverkusen bereits im Februar eingetütet. Bis zum Sommer spielte der 17-Jährige für Roter Stern Belgrad. Der U19-Nationalspieler ist mit seinen 1,98 Meter ein reiner Mittelstürmer. Direktor Fußball Kim Falkenberg sieht in Damjanovic „einen Angreifer, der seinen robusten Körper im Strafraum glänzend einzusetzen weiß. Dazu kommen seine großen Qualitäten im Abschluss und im Kopfballspiel“.

In der abgelaufenen Saison kam das Sturmjuwel 22 Mal für das Farmteam Graficar Belgrad zum Einsatz, erzielte dabei ein Tor. Für die erste Mannschaft waren es sieben Einsätze (null Tore). Ins Visier der Werkself dürfte er in den Spielzeiten 2023/24 und 2024/25 gerückt sein, als er mit der U17 von Roter Stern die serbische Meisterschaft gewann und in 47 Einsätzen 39 Tore schoss.

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Situation: „Ich bin hochmotiviert, mich hier in Leverkusen durchzusetzen“, erklärte Damjanovic im Rahmen der Transfer-Bekanntgabe. Rein zahlenmäßig ist die Konkurrenz im Bayer-Sturm nicht allzu groß: Mit Christian Kofane und Patrik Schick stehen zwei weitere Mittelstürmer im Kader. Schick dürfte auch unter Martinez gesetzt sein. Kofane leidet aktuell an einer Schulterverletzung. Es ist davon auszugehen, dass Damjanovic eher perspektivisch Leverkusens neuer Sturmtank wird.

Marktwert und Entwicklung: Der Marktwert von Damjanovic betrug eingangs eine Million und liegt mittlerweile nur noch bei 580.000, damit ist er einer der günstigsten Akteure im Kader der Rheinländer. Eine deutliche Steigerung ist in der nächsten Zeit nicht zu erwarten. Zudem rüsten die Leverkusener in diesem Sommer kräftig auf. Nicht auszuschließen, dass auch noch im Sturmzentrum etwas passiert.