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Bis zum Bundesligaauftakt am 23. August wartet auf den 1. FC Union Berlin noch jede Menge Arbeit – auf dem Platz und auf dem Transfermarkt. Die rechte Seite ist die aktuelle Schwachstelle der Köpenicker, die Innenverteidigung muss sich komplett neu aufstellen.
1. FC Union Berlin: Wer übernimmt für Doekhi und Leite?
Union-Trainer Mauro Lustrinelli muss die Berliner Innenverteidigung in diesem Sommer komplett umbauen. In der abgelaufenen Saison waren hier Danilo Doekhi und Diogo Leite gesetzt. Während Ersterer die Hauptstädter ohne Ablöse Richtung Lazio Rom verlassen hat, ist auch der Vertrag von Diogo Leite am 30. Juni ausgelaufen. Um den 27-jährigen ranken sich zahlreiche Gerüchte, ein Verbleib bei den Köpenickern scheint aktuell ausgeschlossen.
Bereits im vergangenen Sommer zog sich der Transferpoker um Leite über Monate, am Ende blieb er und ging in sein letztes Vertragsjahr. Jetzt also voraussichtlich der ablösefreie Wechsel. Für Union stellt sich somit die Frage: Wie wird die Stamm-Innenverteidigung 2026/27 aussehen?
Für Doekhi wurde der 22-jährige Zeno van den Bosch verpflichtet und gilt bei den Berlinern als Transfer-Coup des Sommers. Der Belgier gilt als großes Talent und kam ablösefrei von Royal Antwerpen. Außerdem wurde Ex-Unioner Marvin Friedrich ebenfalls ablösefrei von Borussia Mönchengladbach zurückgeholt, wohin er 2022 für 5,5 Millionen Euro Ablöse gewechselt ist. Darüber hinaus sind Leopold Querfeld und Stanley Nsoki, der nach seiner Leihe nun fest verpflichtet wurde, als nominelle Innenverteidiger im Kader der Berliner zu finden. Damit sollten die Köpenicker auch nach den Abgängen der Stammverteidiger auf dieser Position solide aufgestellt sein, da Lustrinelli voraussichtlich mit einer Viererkette spielen lassen wird.
Union Berlin: Lotst Lustrinelli Meister-Spieler nach Köpenick?
Mauro Lustrinelli ist sensationell der Schweizer Meistertitel mit dem Aufsteiger FC Thun gelungen. Vor der anstehenden Saison wechselte der Meistertrainer aus der Schweizer Super League zu Union Berlin in die Bundesliga für seinen nächsten Schritt. In der Vorbereitung läuft für Lustrinelli und Union noch nicht alles rund, so setzte es ein 0:2 gegen Carl Zeiss Jena sowie ein 1:1 gegen den Chemnitzer FC. Natürlich sollten diese Ergebnisse in dieser frühen Phase der Vorbereitung nicht überbewertet werden, dennoch stellt sich die Frage, welche Neuzugänge die Berliner noch stärker machen könnten.
Dabei überrascht es nicht, dass in den Gerüchten immer wieder Lustrinelli-Schützlinge aus dem Thuner Meisterteam auftauchen. Allen voran fallen immer wieder zwei Namen: Spielmacher Kastriot Imeri (war von den BSC Young Boys ausgeliehen) sowie der zentrale Mittelfeldspieler Valmir Matoshi. Beide Spieler würden nach dem Abgang von Laszlo Benes durchaus Sinn ergeben, um der Zentrale Kreativität zu verleihen. Wie konkret die beiden Transfers aktuell sind, ist nicht bekannt.
Kommt ein neuer Herausforderer für Frederik Rönnow?
Anfang Juli wurden die Köpenicker mit Johannes Schenk von Zweitliga-Absteiger Preussen Münster in Verbindung gebracht. Der BILD zufolge rückte er als Herausforderer für Frederik Rönnow ins Visier. Das Gerücht scheint jedoch nicht sonderlich heiß, schließlich schlugen die Berliner und Matheo Raab ein lukratives Angebot aus Hannover aus. Das dürfte als Zeichen gewertet werden, dass Raab als Herausforderer für den immer noch verletzten Rönnow eingeplant ist. Auch Torhüter Nummer 3, Carl Klaus, zeigt sich aktuell als ernstzunehmender Herausforderer. In den Testspielen bekamen Klaus und Raab je eine Halbzeit. Klaus zeigte dabei, dass ihm der Pressing-Fußball von Lustrinelli gelegen kommt.
Wo Union auf dem Transfermarkt noch nachlegen könnte
Die Innenverteidigung stellt sich neu auf, in der Mittelfeldzentrale besteht noch Handlungsbedarf. Hinzu kommt eine weitere offene Baustelle: die Außenverteidiger. Die Eisernen könnten auf beiden Außenbahnen frischen Konkurrenzkampf gut gebrauchen, konkrete Gerüchte gibt es bislang allerdings kaum.
Der 39-jährige Rechtsverteidiger Christopher Trimmel, seit der Saison 2018/19 Kapitän in Köpenick, dürfte auch in der neuen Saison wieder als Favorit auf seiner Position in die Spielzeit starten. Sein Ersatz ist Josip Juranovic, der seine Qualität aufgrund wiederholter Verletzungsprobleme nie vollends nachweisen konnte. Schafft der Kroate eine verletzungsfreie Saison, hätte er grundsätzlich das Potenzial sich fest zu spielen. Ein Neuzugang würde Union auf dieser Position allerdings nicht schaden.
Außerdem fehlen für das Lustrinelli-System noch klassische offensive Außenbahnspieler im Union-Kader, vor allem auf der rechten Seite. Für ein aggressives Pressing sind andere Spieler als die vorhandenen nötig. Oliver Burke ist schnell und torgefährlich, im Pressing hat er allerdings deutliche Defizite. Es bleibt spannend, ob die Eisernen hier noch einmal nachlegen.































