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Mit Niclas Füllkrug und Ludovit Reis hat sich Werder Bremen gegen Ende des Transferfensters noch mal in der Tiefe verstärkt. Beide wollen an ihre alte Form anknüpfen. Wir checken beide Neuzugänge!
Niclas Füllkrug „wird unser Spiel in jedem Fall bereichern“
Position und bisherige Karriere: Mit Niclas Füllkrug hat Werder Bremen wieder einen klassischen Zielspieler im Kader. „Er ist körperlich stark, sehr gut im Kopfballspiel, technisch gut und kann Bälle fest machen. Er wird unser Spiel in jedem Fall bereichern“, ist Trainer Daniel Thioune von dem früheren DFB-Akteur überzeugt.
Füllkrug kehrte nach drei Jahren Abwesenheit an die Weser zurück. Der 33-Jährige ist beim SVW groß geworden, wechselte in seinen ersten Profijahren zu Greuther Fürth. Von dort ging es über die Stationen 1. FC Nürnberg und Hannover 96 zurück zu Bremen.
2024 lockte der BVB, dann das Auslandsengagement bei West Ham United. Nach einer anschließenden Leihe bei der AC Mailand folgt nun die vierte Periode bei den Grün-Weißen – ebenfalls zunächst per Leihe.
Situation: Füllkrug geht als Stürmer Nr. 1 in diese Spielzeit. Im DFB-Pokal gegen den Lüneburger SK Hansa (3:0) stand er direkt in der Startelf und traf vom Punkt. Größter Konkurrent für Füllkrug ist Cedric Itten, der in der letzten Zweitligasaison 15 Tore für Fortuna Düsseldorf schoss. Beide sind ähnliche Stürmertypen. Dawid Kownacki könnte Werder hingegen in Richtung Hannover verlassen, wie der kicker meldet.
Kenny Quetant gehört bei den Hanseaten die Zukunft, dürfte sich aber zunächst hinten anstellen müssen. Eigengewächs Salim Musah zählt ebenfalls als großes Talent, käme auch als Flügelstürmer infrage. Keke Topp stellt derzeit keine Konkurrenz dar, der 22-Jährige erholt sich von seinem Kreuzbandriss. Im DFB-Pokal ließ Thioune einen Mix aus 4-2-3-1 und 4-3-3 spielen – mit Füllkrug als Sturmspitze.
Marktwert und Entwicklung: Füllkrugs Marktwert ist seit seinem Comunio-Einstieg von 4 Millionen auf 6,6 Millionen angestiegen. Die letzten beiden Saisons in England und Italien haben Füllkrugs Karriere etwas stocken lassen. Ob er ähnlich wie in der Spielzeit 2022/23 mit 16 Treffern (Torschützenkönig mit Christopher Nkunku) noch mal auf eine zweistellige Anzahl an Toren kommen kann, ist daher fraglich. Wenn sich Füllkrug jedoch bei einem Verein wohlgefühlt und Leistung gebracht hat, dann bei Werder Bremen.
Werder Bremen: Ludovit Reis flexibel einsetzbar
Position und bisherige Karriere: Ludovit Reis kann sowohl auf der Sechser- als auch Achterposition spielen. Als defensiver Mittelfeldspieler erobert er nicht nur viele Bälle, sondern ist mit seiner guten Technik auch stark in den Spielaufbau eingebunden. Auf der Achterposition kommt seine Laufstärke und Torgefahr mehr zur Geltung.
Der Niederländer wechselte von Club Brügge zu den Bremern. Zuvor spielte er ausgerechnet für den Erzrivalen Hamburger SV. Mit Anfang 20 spielte er für die Zweitvertretung des FC Barcelona und war zwischenzeitlich an den VfL Osnabrück ausgeliehen. Dort ist auch der HSV auf Reis aufmerksam geworden.
Bei den Rothosen hatte er mit 20 Toren und 13 Assists in 129 Einsätzen sowie der Bundesliga-Rückkehr eine sehr erfolgreiche Zeit.
Situation: Wie Füllkrug stand auch Ludovit Reis gegen Lüneburg direkt in der Anfangsformation und trug sich in die Torschützenliste ein. Bei seiner Premiere spielte Reis in Hälfte eins als Achter, in Hälfte zwei als Sechser. Thioune betonte bei der Transfer-Bekanntgabe, dass der Niederländer in beiden Rollen „mit seiner Qualität helfen wird“. Je nach Gegner und System dürfte der SVW-Trainer Reis variabel einsetzen.
Da Reis in der vergangenen Saison vor allem aufgrund einer Schulterverletzung nur zwölfmal für Brügge zum Einsatz kam, fehlt ihm die Spielpraxis. Das Pokalspiel war Reis‘ erster Einsatz über die volle Distanz seit langer Zeit.
Im zentralen und offensiven Mittelfeld ist die Konkurrenzsituation für Reis durch die Abgänge von Romano Schmid und Leonardo Bittencourt überschaubar. Er dürfte neben Jens Stage, der an der Weser bleiben soll, gesetzt sein.
Marktwert und Entwicklung: Ludovit Reis wurde bei Comunio mit einem Marktwert von 3 Millionen freigeschaltet. Mittlerweile steht er bei rund 4,6 Millionen – Tendenz leicht steigend. Sollte er schneller als erwartet an seine Form aus HSV-Zeiten anknüpfen können, sind noch größere Sprünge zu erwarten. Ansonsten dürfte sich sein Marktwert in den kommenden Wochen zwischen 4 und 6 Millionen einpendeln.































