Island im Viertelfinale - auch für die Bundesliga interessant

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Italien endlich geschlagen, Zeit sich einen möglichen Halbfinalgegner mal genauer anzusehen: Die Isländer sind unter den letzten acht der EM und das nicht ohne Grund. Wer überzeugte am meisten und könnte auch für Bundesligisten eine Option sein?

Alfred Finnbogason ist bislang der einzige isländische Nationalspieler in Deutschlands höchster Spielklasse und war unter anderem der hausragende Akteur in der Rückrunde beim FC Augsburg. Er trug im Wesentlichen dazu bei, dass die Augsburger die Klasse hielten und am Ende der Saison 2015/16 auch nicht mehr wirklich Gefahr liefen den Klassenerhalt zu verfehlen.

Allerdings ist Finnbogason bei der isländischen Nationalmannschaft momentan nur zweite Wahl. Nach zwei Gelben Karten in nur sehr kurzen Einsätzen gegen Portugal und Ungarn verpasste er somit das abschließende Gruppenspiel gegen Österreich, das Island mit 2:1 gewann. Auch im Achtelfinale gegen England (2:1 für Island) saß es nur auf der Bank. Seine Comuniowerte aus der zurückliegenden Saison lassen diesen Fakt etwas unverständlich erscheinen: 55 Punkte in 14 Spielen bei insgesamt sieben Tore sprechen deutlich für den Angreifer.

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Ganz anders sieht das bei Jon Bödvarsson vom FCK aus. Bödvarsson machte nicht erst mit seinem Treffer gegen Österreich zum zwischenzeitlichen 1:1 Ausgleich auf sich aufmerksam. Bei allen vier EM-Partien war der 24 Jahre alte Stürmer gesetzt. Hingegen sieht seine Bilanz in 15 Spielen für den FC Kaiserslautern ernüchternd aus: zwei Treffer, davon ein Elfmeter. Insgesamt erspielte er in der Rückrunde 32 Comuniopunkte.

Gut möglich, dass sich nach der EM die ersten Transfergerüchte um ihn ranken. Bödvarsson kam allerdings erst zu Jahresbeginn von Viking Stavanger aus Islands erster Liga zum FCK. Ob der FCK dann überhaupt verhandlungsbereit wäre, steht dabei noch auf einem anderen Blatt.

Welche Spieler Islands könnten für Bundesligisten interessant sein?

Was auffällt an Island: Die Mannschaft ist vor allem durch ihre Leistung im Team und dem starken Zusammenhalt erfolgreich. Mag es vielleicht auch an der isländischen Tugend „Flexibilität“ liegen, die sich insbesondere in der Nationalmannschaft dieser Tage widerspiegelt. Vermutlich hat sich Trainer Lars Lagerbäck genau das zum Vorbild genommen und so eine starke Einheit zusammengestellt, die jeder noch so schweren Aufgabe gewachsen zu sein scheint.

Es gibt bei den Isländern keinen Topscorer! Jedes der bisher erzielten EM-Tore wurde von einem anderen Schützen erzielt. Darunter der bereits erwähnte Jon Bödvarsson. Die anderen Tore erzielten Ragnar Sigurdsson, Kolbeinn Sigthórsson (2:1 gegen England), Gylfi Sigurdsson (Elfmeter gegen Ungarn), Birkir Bjarnason und Arnor Ingvi Traustason mit dem 2:1 gegen Österreich.

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Kolbeinn Sigthórsson ist neben Jon Bödvarsson im Sturm gesetzt. Sigthórsson spielt derzeit in der französischen ersten Liga beim FC Nantes. Allerdings stand diese Verbindung bislang unter keinem guten Stern. Die Verantwortlichen in Nantes empfanden ihn als zu langsam und zu dick. In den letzten fünf Partien der Saison wurde es nicht mal für den Kader nominiert.

Diesen Umstand scheint Sigthórsson bei der EM widerlegen zu wollen. Da es schwierig sein könnte die Risse, die zwischen ihm und dem FC Nantes entstanden sind zu kitten, könnte ein lukratives Angebot für beide Parteien die Angelegenheit im Guten beenden.

Ragnar Sigurdsson hat zwar im Turnier getroffen, ist aber eher für die Drecksarbeit im Team der Isländer zuständig. Der Innenverteidiger hat zwar Defizite im Passspiel aufzuweisen, ist aber dennoch einer, der verlorene Bälle so schnell nicht aufgibt. Im Zweikampf ein harter Brocken. Sigurdsson spielt derzeit beim FK Krasnodar in der russischen ersten Liga. Beinharte Verteidiger liegen bekanntlich immer hoch im Kurs!

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