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In dieser Transferperiode gibt es wieder zahlreiche Wechsel innerhalb der Bundesliga. Im achten und letzten Teil unterziehen wir Nadiem Amiri, Sebastian Rudy, Kasim Adams, Dodi Lukebakio und Ömer Toprak dem Comunio-Check.

Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen, Mittelfeld, 6.900.000)

Nach einer starken U21-EM mit Deutschland wurde Amiri gleich im Paket mit Kerem Demirbay von Hoffenheim nach Leverkusen gelotst. Der 22-Jährige ist im Mittelfeld sehr vielseitig einsetzbar und kann nahezu jeder Position spielen. 

Comunio-Prognose: Rein formell scheint die Konkurrenz sehr groß: Mit Kerem Demirbay und Kai Havertz scheinen die beiden Achterpositionen in einem 4-3-3 wohl vergeben, auch auf den offensiven Außen müsste Amiri erst einmal an Bailey, Diaby und Bellarabi vorbei. Abhilfe könnte das 3-2-4-1 schaffen, das Peter Bosz zuletzt häufiger testete. Hier könnte Amiri an der Seite von Havertz im zentralen offensiven Mittelfeld agieren. Bleibt Leverkusen bei dieser Formation, ist er ein Stammplatzkandidat, im 4-3-3- wäre er wohl nur Joker und von daher ein bisschen zu teuer. 

Sebastian Rudy (1899 Hoffenheim, Mittelfeld, 4.710.000)

Die Karriere des einstigen Nationalspielers ist mächtig ins Schwanken geraten. Dass Rudy beim FC Bayern keine 34 Bundesliga-Spiele pro Saison machen würde, war klar, dass er aber auf Schalke überhaupt nicht zurecht kam, verwunderte sehr. Nun ist Rudy wieder da, wo er einst am stärksten war: Bei der TSG Hoffenheim.

Comunio-Prognose: Bei Hoffenheim sieht es unter Alfred Schreuder aktuell schwer nach einem 3-5-2 aus, wobei Rudy dabei gemeinsam mit Florian Grillitsch die Doppelsechs bildet. So lief die TSG dann auch im Pokal gegen Würzburg auf. Die Konkurrenz ist mit Lukas Rupp und Havard Nordtveit sehr überschaubar. Ein klarer Stammplatz-Kandidat, sofern er wieder zu seiner alten Form zurückfindet. 

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Kasim Adams (Fortuna Düsseldorf, Abwehr, 1.080.000)

Als vielversprechender Innenverteidiger im vergangenen Sommer von Bern nach Hoffenheim gewechselt, enttäuschte der Ghanaer im Kraichgau in seinem ersten Jahr. Nach nur 13 Einsätzen, entschied man sich, Adams für ein Jahr nach Düsseldorf zu verleihen.

Comunio-Prognose: Ein Platz ist frei in der Düsseldorfer Innenverteidigung neben dem gesetzten Kaan Ayhan. Um diesen streiten sich Andre Hoffmann, Robin Bormuth, Adam Bodzek und eben Kasim Adams. Von den Anlagen her dürfte Adams der stärkste sein, doch die Konkurrenz hat in den letzten Jahren gute Dienste erwiesen. Adams muss schon eine Schippe draufpacken, um Stammkraft zu werden. Aktuell zwar noch recht günstig, reißt Adams bei Comunio jedoch aber auch keine Bäume aus (9 Punkte in der gesamten Vorsaison). Bei regelmäßigen Einsätzen dürfte sich sein Wert aber noch zumindest verdoppeln. 

Dodi Lukebakio (Hertha BSC, Sturm, 9.430.000)

Nicht weniger als 20 Millionen Euro war der Hertha die Verpflichtung Lukebakios wert, der in der Vorsaison von Watford an Düsseldorf verliehen war und dort unter anderem mit einem Hattrick gegen Bayern glänzte. Ein solcher Mann sollte eigentlich nicht für die Reserverbank gedacht sein. 

Comunio-Prognose: Dass der 21-Jährige im DFB-Pokal gegen Eichstätt nicht von Beginn an auflief, sollte nicht weiter beunruhigen. Dafür stand er schlicht zu kurz im Berliner Kader. Von allen Konkurrenten dürfte noch Salomon Kalou der schärfste Mitbewerber um einen Stammplatz sein. Gegenüber Javairo Dilrosun, Maxi Mittelstädt und Alexander Esswein hat der Belgier aber ziemlich sicher die Nase vorn. Für knapp zehn Mio. dennoch sehr teuer im Marktwert. Das wird er nicht halten können. 

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Ömer Toprak (Werder Bremen, Abwehr, 2.200.000)

Beim BVB galt der 30-Jährige als Auslaufmodell, auch wenn er beim Supercup gegen Bayern noch überzeugen konnte. Doch die zweite Geige beim BVB zu spielen, bedeutet noch lange nicht, dass er bei den meisten Bundesligisten nicht auch ein Kandidat für die erste Elf wäre. So auch bei Werder?

Comunio-Prognose: Viel zu dünn besetzt ist die Personaldecke bei Werder aufgrund der Verletzungen von Sebastian Langkamp und Milos Veljkovic aktuell. An der Seite von Niklas Moisander, dem neuen Kapitän, wäre eigentlich Marco Friedl in die Saison gegangen. Doch jetzt dürfte ziemlich klar sein, dass Toprak die Sache wuppen wird. Selbst wenn Langkamp und Veljkovic wieder zurück kommen, dürfte der Türke gute Chancen haben, in Kohfeldts Mannschaft zu bleiben.

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Autor: Karol Herrmann

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