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Die Erwartungen groß, die Einsatzzeiten gering: Auch in dieser Spielzeit finden sich einige vermeintliche Stammplatzkandidaten öfter auf der Bank als ihnen recht sein dürfte. Bei diesen fünf großen Namen gilt: Schnell verkaufen!

Davie Selke (RB Leipzig, 1.620.000, 6 Punkte)

Nicht weniger als das Erbe von Miroslav Klose sollte der Leipziger im von Stürmer-Armut geplagten Deutschland antreten, nun hat zumindest sein Kollege Timo Werner beste Aussichten auf diesen Posten. So richtig scheint RB-Coach Ralf Hasenhüttl nicht mit Selke warm zu werden, denn selbst jetzt, wo Yussuf Poulsen länger ausfällt, zieht er den etwas vogelwilden Oliver Burke oder ein System mit nur einer Spitze vor.

Selke bleibt weiterhin nur die Bank. Gerade einmal zwei Startelfeinsätze, sechs Comunio-Punkte und das letzte Tor im Oktober dürften auch für die eigenen Ansprüche Selkes viel zu wenig sein. Gut möglich, dass wir ihn im Sommer schon in einem anderen Trikot sehen.

Max Meyer (FC Schalke 04, 2.320.000, 22 Punkte)

Bei Schalke läuft es wieder rund, doch leider hat Max Meyer da gerade wenig Anteil daran. Seit der Rückrunde ist der Hochtalentierte zum Joker degradiert worden. Die Position hinter den Spitzen gibt es im Weinzierl-System nur noch selten und auf der Acht muss er sich aktuell klar hinter Leon Goretzka und Nabil Bentaleb anstellen. Auch die Verpflichtung vom dynamischeren Daniel Caligiuri dürfte ihm nicht unbedingt in die Karten spielen.

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Und mit nur einem Saisontor und 22 Punkten bei einem immerhin noch üppigen Marktwert von 2.320.000 sollte man schon mal nach Ersatz Ausschau halten. Das macht offenbar auch Schalke, die sich aktuell nicht um eine Vertragsverlängerung über 2018 hinaus mit Meyer bemühen. Man muss dem jungen Mann aber auch mal sein zartes Alter von erst 21 Jahren zugute halten, obwohl er ja gefühlt schon ewig dabei ist.

Pierre-Michel Lasogga (Hamburger SV, 600.000, -4 Punkte)

Ganz vergessen, den gibt es ja auch noch. Lasogga hat ein Problem und das heißt Markus Gisdol. Der Stoßstürmer ist in der Stürmer-Hierarchie hinter Bobby Wood, Michael Gregoritsch und Luca Waldschmidt nur noch Nummer vier. „Pierre ist im Moment einfach hinten dran, weil die anderen es gut machen“, so die schlichte Erklärung seines Trainers.

Bitterer Höhepunkt: Gegen Bayern flog Lasogga zuletzt sogar ganz aus dem 18er-Kader. Aber was will man auch erwarten, bei null Toren und null Vorlagen in bislang 13 Einsätzen. Und auch aus Comunio-Sicht steht bei ihm in der Saison unterm Strich immer noch ein Minus.

Eugen Polanski (1899 Hoffenheim, 600.000, 20 Punkte)

Einst war Eugen Polanski unangefochtener Stammspieler in Hoffenheim und daran schien sich auch nicht viel zu ändern, als ihm Julian Nagelsmann zu Beginn der Saison die Kapitänsbinde gab. Allein gespielt hat er so wenig wie selten zuvor. Noch kein Startelfeinsatz im Jahr 2017 und neun Bundesliga-Spiele über die volle Länge auf der Ersatzbank sagen viel.

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Der Grund dürfte die enorme Weiterentwicklung von Sebastian Rudy sein, der im defensiven Mittelfeld bei der TSG unangefochten die Fäden zieht und gleichzeitig weit mehr für das schnelle Umschaltspiel nach vorne tut. Zuletzt wurde Polanski sogar Pirmin Schwegler vorgezogen. Und von dem hatte er im Sommer noch die Binde übernommen.

Danny da Costa (Bayer Leverkusen, 170.000, -2 Punkte)

Natürlich ist Danny da Costa kein großer Star der Bundesliga, aber immerhin war der Mann Stammgast in sämtlichen U-Nationalmannschaften Deutschlands. Und 44 Comunio-Punkte in nur einer Halbserie bei seiner ersten Bundesliga-Saison 2015/16 mit einem Club wie Ingolstadt durften Hoffnung auf mehr machen. In Leverkusen verhinderten dann eine alte Schienbeinverletzung und ein aufstrebender Benjamin Henrichs den eigentlich sicheren Stammplatz als Rechtsverteidiger.

Als da Costa dann doch einmal am 15. Spieltag auf der linken Seite die Chance von Beginn an bekam, musste er zur Halbzeit in der Kabine bleiben – Sicherheitsrisiko. Seither stand er keine Minute mehr auf dem Feld. Zumindest beim Comunio-Marktwert kann es für den 23-Jährigen nicht mehr lange bergab gehen: Hier ist er bereits bei 170.000 angelangt.

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Autor: Karol Herrmann

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