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Augsburgs neuen Rechtsverteidiger Robert Gumny dürften höchstens Beobachter der polnischen Ekstraklasa kennen. Wir analysieren, ob der 22-Jährige auch in der Bundesliga durchstarten kann.

Position

Robert Gumny ist ein klassischer Rechtsverteidiger für die Viererkette. Er kann aber auch im rechten Mittelfeld oder auf der linken Abwehrseite spielen. Der 22-Jährige zeichnet sich vor allem durch Schnelligkeit, scharfe und präzise Flanken sowie eine feine Technik aus. 

Bisherige Karriere

Der 1998 in Posen geborene Gumny hat beim dort ansässigen Traditionsklub Lech Posen seine Jugendausbildung genossen. Schon mit 17 Jahren durfte er in der 1. Liga debütieren. Nach einer Leihe 2017 in die 2. Liga zu Podbeskidzie Bielsko-Biala, konnte er sich bei seiner Rückkehr nach Posen einen Stammplatz sichern. Seither blickt er immerhin auf die Erfahrung von 84 Erstligaspielen in Polen zurück und holte 2017 dort den Pokal.

International war Gumny sechs Mal in der Europa League im Einsatz und bestritt über 30 Spiele für polnische U-Nationalmannschaften. Aktuell gehört er dort dem Kader der U21 an. 

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Einstiegsmarktwert

Mit 3,5 Millionen kam Gumny bei Comunio rein. Bei Augsburg ist er damit direkt teuerster Abwehrspieler und wird im Kader nur noch von Florian Niederlechner, Alfred Finnbogason und Daniel Caligiuri übertroffen. Außenverteidiger mit einem ähnlichen Preisschild sind schon gestandene Bundesliga-Spieler wie Lars Bender oder Stefan Lainer. 

Situation

Nach dem Karriereende von Stephan Lichtsteiner, dessen Verpflichtung im letzten Jahr wenig ertragreich war, gab es in Augsburg auf der Rechtsverteidiger-Position ein Vakuum und es war völlig klar, dass etwas getan werden musste. Dass man nun den doch sehr unbekannten Gumny präsentiert, ist dann vielleicht doch ein wenig überraschend. Ob sich der 22-Jährige direkt an das Niveau der Bundesliga anpassen kann, ist nicht gewiss.

Im Kader des FCA gibt es mit Raphael Framberger derzeit auch nur noch eine Alternative auf der Rechtsverteidiger-Position, der zuletzt dort getestete Andre Hahn dürfte wohl er nicht in Frage kommen. Framberger könnte zu Beginn der Saison noch einen leichten Vorteil haben, doch Gumny ist gewiss der Spieler mit den größeren Anlagen. Zumindest was die Vorwärtsbewegung betrifft, dürfte er Framberger in Sachen Geschwindigkeit, Präzision der Flanken und auch Technik überlegen sein. Es würde also schon verwundern, wenn sich Gumny in Laufe der Hinrunde nicht in die Pole-Position spielen könnte. 


Marktwertentwicklung

Neuzugänge schaffen derzeit spielend Marktwertsteigerungen von 50 Prozent pro Woche. Das sollte bei Gumny auch der Fall sein. Bei spätestens sechs Millionen sollte dann aber schon eine gewisse Grenze nach oben erreicht sein. Insgesamt darf man aber nicht davon ausgehen, dass der Pole seinen aktuellen Wert bis zum Saisonstart halten kann, selbst wenn er direkt einen Stammplatz hat. Trotzdem ein Spieler, den es sich in jedem Fall lohnt, auf dem Zettel zu haben. 

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Autor: Karol Herrmann

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