Foto: © imago images / Sven Simon

Hasan Salihamidzic muss auf der Suche nach neuen Spielern aber nahezu täglich Rückschläge hinnehmen. Dabei müssen noch mindestens vier Hochkaräter her. Comunio Magazin gibt einen Überblick über den Transfersommer der Bayern.

Was lief bisher alles schief?

Seit Wochen betonen die Bayern-Bosse beinahe täglich, dass Leroy Sane der Wunschspieler ist, um den Abgang von Robben und Ribery zu kompensieren. Inzwischen steht fest: Der Nationalspieler will gar nicht nach München kommen, zumal das Gesamtpaket ohnehin extrem teuer geworden wäre.

Als nächstes Transferziel wurde dann alsbald Ousmane Dembele ausgeben. Doch auch der ehemalige Dortmunder, so soll es aus Beraterkreisen heißen, hat kein Interesse Barcelona in Richtung München zu verlassen. Französische Medien berichten sogar von einem ersten Angebot der Bayern über 70 Millionen Euro, das bereits abgeschmettert wurde. Logisch, dann würde Barca mit Dembele, der einst für mindestens 125 Millionen kam, ein Minusgeschäft von mindestens 55 Millionen Euro machen.

Im Werben um Innenverteidiger-Talent Ozan Kabak zogen die Bayern gegen den FC Schalke den Kürzeren. Der Grund: Der Rekordmeister hielt den jungen Türken zu lange hin, Schalke schlug schließlich zu.

Barca-Talent Mateu Morey hätten die Bayern gerne an die Säbener Straße gelotst, doch der Rechtsverteidiger sah bei Borussia Dortmund bessere Perspektiven.

Atleticos Sechser Rodrigo entschied sich trotz intensiven Bemühungen der Bayern für  Manchester City. Den Spieler überzeugte der Trainer Pep Guardiola deutlich mehr als der Trainer Niko Kovac.

Innenverteidiger-Juwel Matthijs de Ligt steht kurz vor einer Unterschrift bei Juventus Turin. Bayern war bis zuletzt im Poker dabei – und scheiterte.

Ein erneutes Angebot für Salihamidzic-Wunschspieler Callum Hudson-Odoi lehnte der FC Chelsea ab.

Als der belgische Innenverteidiger Sepp van den Berg bereits beim Medizincheck beim FC Liverpool saß, soll es laut englischen Medien groteske Versuche der Bayern gegeben haben, den 17-Jährigen im letzten Moment noch umzustimmen – erfolglos.

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Platz 10: Mats Hummels (Abwehr), 89 Punkte - Foto: Imago Images/Action Pictures

Wer soll noch kommen?

Niko Kovac fordert noch mindestens vier Neuzugänge. Dabei soll unabhängig vom Verbleib Jerome Boatengs noch ein Innenverteidiger kommen, ein Sechser, mindestens ein offensiver Flügelspieler und wohl auch ein Backup für Robert Lewandowski im Sturm. 

Welche Namen werden gehandelt?

Die wichtigste Baustelle: Die Abgänge von Robben und Ribery müssen kompensiert werden. Mit den verletzungsanfälligen Serge Gnabry und Kingsley Coman sowie dem noch zu unerfahrenen Alphonso Davies wird Bayern nicht durch die Saison kommen.

Weil der Sane-Transfer zu platzen zu droht, steht nun offenbar Ousmane Dembele vom FC Barcelona auf der Liste. Ausgerechnet jener Spieler, der von Uli Hoeneß scharf kritisiert wurde, als er sich von Dortmund zu den Katalanen streikte. Aber auch Timo Werner könnte noch mal ein Thema werden, wenngleich der Leipziger vielmehr ein Mittelstürmer oder eine hängende Spitze als ein Außenstürmer ist und das Interesse der Bayern in den letzten Monaten erkaltete.

Weitere Namen aus der Gerüchteküche sind Steven Bergwijn (PSV Eindhoven), Gareth Bale (Real Madrid), Nicolas Pepe (OSC Lille) Federico Chiesa (AC Florenz), Hakim Ziyech (Ajax), Julian Draxler (PSG) und Sadio Mane (FC Liverpool). Die deutlichste Spur führt aber zum belgischen Nationalspieler Yannick Carrasco, der zuletzt jedoch anderthalb Jahre in China unter Vertrag war.

Als B-Option für das defensive Mittelfeld gilt nun offenbar Marc Roca von Espanyol Barcelona. Und in der Innenverteidigung soll Hoffenheims Kevin Vogt der Wunschspieler von Niko Kovac sein. 

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Fazit

„Wenn sie wüssten, wenn wir schon alles für die neue Saison verpflichtet haben“, sagte Uli Hoeneß noch im Frühjahr. Und dieser Satz fliegt im schon jetzt um die Ohren, denn mit Ausnahme der Transfers von Lucas Hernandez, Benjamin Pavard und Fiete Arp ist bisher noch nicht im Ansatz genug passiert, um den Umbruch einzuläuten. Das wissen auch die anderen Vereine und so gerät Bayern immer mehr in eine ungünstige Verhandlungsposition.

Dass die Bosse die gehandelten Namen auch gerne und oft kommentieren, macht die Sache nicht einfacher. Und angesichts der Tatsache, dass sich die Konkurrenz aus Dortmund bereits eindrucksvoll verstärkt hat, dürfte Salihamidzic dieser Tage ordentlich Druck auf dem Kessel haben. Aber immerhin: Das Transferfenster ist in diesem Sommer noch bis zum 2. September geöffnet.

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Autor: Karol Herrmann

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