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Vier neue Gesichter gab es am 4. Spieltag in der Bundesliga zu sehen. Wie stehen die Perspektiven von Ramy Bensebaini, Dedryck Boyata, Christian Groß und Benjamin Goller?

Ramy Bensebaini (Borussia Mönchengladbach, Abwehr, 2.830.000, 3 Punkte)

Eine Krankheit von Stammplatzhalter Oscar Wendt spülte Ramy Bensebaini am 4. Spieltag erstmals in die Gladbacher Startelf. Zuvor war bereits spekuliert worden, ob der Algerier den angeschlagenen Matthias Ginter in der Innenverteidigung ersetzen solle. Bensebaini ist aber gelernter Linksverteidiger und dort hatte er im rheinischen Derby zumindest einige gute Aktionen.

So konnte er so manchen Ball klären, hatte eine gute Zweikampfquote (56 Prozent), leistete sich wenige Fehlpässe (nur acht Prozent) und zog bei Gladbach die meisten Sprints an (33). Allein im Spiel nach vorne war er noch an keiner Abschlussaktion beteiligt. Generell wird der 24-Jährige, der für acht Millionen von Stade Rennes gekommen war, dem in die Jahre gekommen Oscar Wendt ein intensives Stammplatzduell liefern. Ausgang noch völlig offen.

Die Top-Elf des 4. Spieltags

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Abwehr: Christian Günter (SC Freiburg) - 14 Punkte | Bilduquelle: imago images / Jan Huebner

Dedryck Boyata (Hertha BSC, Abwehr, 1.420.000, 5 Punkte) 

Der Startelf-Einsatz von Dedryck Boyata kam gegen Mainz überraschend, denn der Belgier hatte die ersten drei Spiele noch wegen Oberschenkelproblemen verpasst. Nun probierte es Ante Covic mit einer Dreier-Abwehrkette und Boyata erhielt den Vorzug vor Karim Rekik.

Trotz der erneuten Niederlage der Hertha konnte Boyata Werbung in eigener Sache machen. Er klärte vier Situationen, fing zwei Bälle ab und blockte zwei Schüsse. Ordentliche Werte, die ihm einen guten Sofascore von 7,3 brachten. Der 16-malige belgische Nationalspieler, sollte aktuell die Nummer zwei in der Herthaner Innenverteidiger-Hierarchie nach Niklas Stark sein.

Christian Groß (Werder Bremen, Abwehr, 240.000, 1 Punkt) 

Obwohl Groß bereits am 3. Spieltag in der Nachspielzeit eingewechselt wurde, dürfen wir ihn an dieser Stelle trotzdem noch als Debütant betiteln. Seine Geschichte ist schon etwas kurios, denn der Innenverteidiger ist bereits 30 Jahre und soll eigentlich die Reserve der Bremer anführen. Nach den Ausfällen von Moisander, Veljkovic, Toprak und Langkamp waren seine Dienste aber bei den Profis gefragt.

Zwar verschuldete er einen Elfmeter, vor dem Handspiel konnte er den Ball jedoch nicht sehen – eher unglücklich die Aktion. Ansonsten gab es jedoch Lob von allen Seiten (Kohfeldt: „Was Grosso leistet, ist einfach grandios“). Vor allem im Spielaufbau wirkte der Spätberufene ungewohnt abgezockt. Seine Zeit ist dennoch begrenzt. Aufgrund der verheerenden Verletzungssituation bei Werder wird er womöglich noch ein, zwei Mal zum Einsatz kommen, dann geht es für ihn aber wieder zurück in die Reserve, wenngleich er noch bis Winter im Profi-Kader dabei sein soll.

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Benjamin Goller (Werder Bremen, Mittelfeld, 250.000, 1 Punkt)

Ein wenig anders die Situation bei Benjamin Goller. Auch er debütiert für Bremen, kam gegen Union jedoch erst in der Nachspielzeit für den angeschlagenen Bittencourt. Der 20 Jährige, im Sommer aus Schalke gekommen, hat aber seine Zukunft noch vor sich, durchlief von der U18 bis zur U20 alle U-Nationalmannschaften des DFB.

Aktuell hat Goller im offensiven Mittelfeld gute Chancen auf Einsatzzeit, da auch hier die Personaldecke sehr dünn ist. Er muss sich aber dringend empfehlen, denn auf Schalke wurde dem Talent ein wenig der Schlendrian vorgeworfen und der nötige Ehrgeiz abgesprochen. Für einen wie ihn heißt es also: hop oder top. Eine interessante Investition ist er für diesen Marktwert aber allemal.

 

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Autor: Karol Herrmann

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