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Mit Bryan Lasme dürfte Bielefeld die Planungen im Sturm abgeschlossen haben. Der Stürmer kommt aus der 2. französischen Liga von Sochaux und gilt als hoch interessant.

Position

Bryan Lasme ist zuvorderst ein rechter Außenstürmer – und das ist für einen Spieler mit einer stattlichen Körpergröße von 1,92 Metern relativ ungewöhnlich. Der 22-Jährige zieht aber auch immer wieder ins Zentrum und hat aufgrund seiner Statur öfter schon als Mittelstürmer agiert. In der vergangenen Saison wurde er hin und wieder sogar Linksaußen aufgestellt.

Bielefeld-Coach Frank Kramer schätzt vor allem Torgefährlichkeit, Variabilität, Geschwindigkeit und das Durchsetzungsvermögen des Rechtsfüßers. Vor allem der Bereich Variabilität ist dabei interessant, denn Lasme pflegt einen eher ungewöhnlichen Stil, der taktisch schwer zu greifen ist, weil er immer wieder seine Position verlässt, gleichermaßen aber auch eine physische Präsenz mitbringt, mit der nur die wenigsten Außenstürmer ausgestattet sind. 

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Bisherige Karriere

Lasme entspringt aus der Talentschmiede des französischen Zweitligisten FC Sochaux, die in den letzten Jahren beeindruckende Spieler wie Marcus Thuram, Ibrahima Konate oder Maxence Lacroix hervorgebracht haben. Lasme brauchte jedoch ein wenig Anlaufzeit. In seinen ersten drei Profijahren kam er nur auf wenige Einsatzminuten, ließ sich 2018 dann zum Drittligisten SO Cholet verleihen, um ein wenig Spielpraxis zu sammeln. 

Nach der Rückkehr lief es dann aber deutlich besser. 2020/21 sicherte er sich einen Stammplatz und kam in 32 Ligaspielen auf neun Tore und zwei Vorlagen. Nicht wenige Beobachter der Ligue 2 zeigten sich von seinen Leistungen sehr angesprochen. Bisweilen wurden auch Vergleich zu Stuttgarts Silas gezogen. Im Jahr 2018 spielte Lasme dreimal für die französische U20.

Einstiegsmarktwert

Drei Millionen und damit exakt so viel wie seine neuen Sturmkameraden Janni Serra und Florian Krüger, die sowohl neu bei Bielefeld als auch neu bei Comunio sind. 

Situation

Bielefeld hat zuletzt ordentlich im Sturm aufgerüstet: Neben den bereits erwähnten Serra und Krüger ist Lasme nun der dritte neue Angreifer für die Arminia, auf deren Abgangsseite bisher nur Andreas Voglsammer steht. Es dürfte mit diesem Transfer aber wohl verbrieft sein, dass Bielefeld den besten Spieler der letzten Saison, Ritsu Doan, wohl nicht fest verpflichten will oder kann. 


Genau in jene Position könnte Lasme treten. Er kann, so hat es Frank Kramer betont, sofort weiterhelfen. Zahlreiche Spieler haben in der Vergangenheit den Sprung von der bisweilen harten französichen Ligue2 in die Bundesliga problemlos geschafft. Allerdings ist Lasme ein komplett anderer, fast konträrer Spielertyp als Doan, der vielleicht mehr Geschmeidigkeit und Technik mitbrachte, dafür aber nicht im Ansatz diese physischen Attribute von Bryan Lasme besitzt.

Marktwertentwicklung

Lasme hat gute Chancen, bei Bielefeld auf regelmäßige Einsatzzeiten zu kommen, zumal er auch im Spiel gegen den Ball schon sehr reif ist, gleichermaßen aber auch im Sturmzentrum Bälle festmachen kann. Ein Arbeitertyp also, den Trainer gerne in ihren Reihen haben. Er hat durchaus das Potenzial für einen Geheimtipp, denn wirklich gesehen haben ihn hierzulande bisher nur Scouts. Trotzdem sind drei Millionen natürlich recht viel für einen Bielefelder Spieler. Man darf hier keine Marktwertverdopplung erwarten. Dennoch könnte Lasme ein Spieler sein, von dem wir in der kommenden Saison noch einiges hören werden und der zumindest in der Lage ist, seinen Ausgangsmarktwert auch dauerhaft zu halten. 

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Autor: Karol Herrmann

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