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Bielefeld rüstet die Offensive weiter auf und hat mit Florian Krüger einen frisch gebackenen U21-Europameister verpflichtet, der nun den Schritt in die Bundesliga wagt.

Position

Florian Krüger ist ein flexibel einsetzbarer Stürmer, der sowohl zentral als Mittelstürmer als auch über beide offensiven Außenbahnen spielen kann. Neben einer gewissen Torgefährlichkeit, die auf dieser Position natürlich Pflicht ist, bringt der 22-Jährige aber auch eine ordentliche Geschwindigkeit (letzte Saison bis zu 34,53 km/h) mit sowie eine gute Arbeitermentalität und dementsprechendes Durchsetzungsvermögen.

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Bisherige Karriere

In der U17 Bundesliga machte Krüger erstmals als Stürmer des 1. FC Magdeburg auf sich aufmerksam und wechselte 2015 zum FC Schalke 04, wo er gleich in seiner ersten Saison mit 35 Treffern Torschützenkönig der U17-Bundesliga West wurde. Auch in der U19, der legendären Norbert-Elgert-Schule zeigte er – u.a. an der Seite von Weston McKennie, dass er enorm torgefährlich ist.

2018 wechselte Krüger dann in die 2. Bundesliga zum FC Erzgebirge Aue. Dort konnte er seine Leistungen und seine Torquote kontinuierlich steigern und war ab 2019/20 Stammspieler. In 82 Zweitligaspielen kommt er auf starke 40 Torbeteiligungen, verteilt auf 20 Treffer und 20 Assists. Vor allem in der letzten Saison war er mit elf Toren und sieben Vorlagen einer der ligaweiten Top-Scorer. Nun wagt Krüger den Schritt in die Bundesliga für eine moderate Ablöse von einer Million Euro konnte er aus seinem Vertrag bei Aue raus.

Aufgrund seiner herausragenden Leistungen im Jugendbereich war Krüger schon früh für die DFB-U-Nationalmannschaften nominiert, absolvierte für den DFB seit der U16 mehr als 20 Spiele. Dabei darf er sich sogar U21-Europameister nennen, wenngleich er für das Turnier der K.o.-Phase nicht mehr nominiert war. In der Gruppenphase kam er aber immerhin zu einem Einsatz.

Einstiegsmarktwert

Drei Millionen. So kam auch sein neuer Sturmkollege Janni Serra bei Comunio rein. Ebenfalls ein deutsches Nachwuchssturmtalent aus der 2. Bundesliga.

Situation

Wo wir doch eben Janni Serra angesprochen haben: Den hat Bielefeld ja auch gerade erst verpflichtet und Serra dürfte aufgrund seiner Torgefährlichkeit auch einen gewissen Vorsprung vor Krüger haben. Und dann gibt es ja auch noch Platzhirsch Fabian Klos.

Es dürfte damit also klar sein: Krüger ist vornehmlich gar nicht als Mittelstürmer vorgesehen, sondern vielmehr als Linksaußen. Auf dieser Position hat gerade Andreas Voglsammer den Klub Richtung Union Berlin verlassen.


Gleichwohl könnte Krüger aber auch eine Doppelspitze mit Klos oder Serra bilden. Allerdings gibt es bei der Bielefelder Offensive derzeit noch große Fragezeichen, der Kader ist noch viel zu dünn und es wird noch einiges auf dem Transfermarkt passieren. Noch unklar ist dabei etwa der Verbleib von Ritsu Doan, der zwar fest verpflichtet werden soll, aber finanziell sehr schwierig für Bielefeld zu stemmen sein wird.

Marktwertentwicklung

Man darf nicht erwarten, dass Krüger gleich mit einer zweistelligen Anzahl an Toren in der Bundesliga aufschlägt. Aber warum sollte die stetige Entwicklung des Stürmers nicht weitergehen? Es ist ihm jedenfalls zuzutrauen, sich in der Bundesliga zu etablieren. Doch mit drei Millionen bewegt er sich schon auf einem Niveau, dass er – wenn überhaupt – nur als Stammspieler halten kann.

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Autor: Karol Herrmann

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