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Der neue Bielefelder Linksverteidiger ist relativ unbekannt, dabei hat der ehemalige deutsche U-Nationalspieler viel internationale Erfahrung gesammelt.

Position

Lennart Czyborra ist ein klassischer Linksverteidiger, der für die Anforderungen an diese Position die nötige Schnelligkeit, Dynamik und auch Aggressivität mitbringt. Czyborra interpretiert seine Rolle durchaus offensiv, weshalb er auch problemlos als linker Schienenspieler im Mittelfeld eingesetzt werden kann.

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Bisherige Karriere

Der gebürtige Berliner durchlief in der Jugend die Teams von Hertha BSC, Union Berlin, Energie Cottbus, um schließlich in der Knappenschmiede beim FC Schalke 04 zu landen. Dort zeigte er in der U17 und in der U19 sehr ansprechende Leistungen und durchlief auch sämtliche deutsche U-Nationalmannschaften.

Der deutsche Trainer Frank Wormuth holte ihn schließlich in die holländische Eredivisie zu Hercales Almelo. Dort gelang Czyborra ein toller Einstieg als Profi. In zwei Jahren kam er für die Niederländer auf knapp 40 Pflichtspiele und wechselte 2019 schließlich für eine satte Summe von 4,5 Mio. Euro in die Serie A zu Atalanta Bergamo.

Die Italiener hatten zu dieser Zeit aber schon eine enorm starke Mannschaft – Robin Gosens war sein größter Konkurrent – Czyborra kam im ersten Jahr nur einmal zum Einsatz und ließ sich zum Ligakonkurrenten CFC Genua verleihen. Dort kam er im letzten Jahr auf immerhin 17 Einsätze in der Serie A, verlor letztlich aber auch da seinen Stammplatz.

Einstiegsmarktwert

2 Mio. kostet der 22-Jährige zu Beginn. Das ist schon einmal mehr als sein direkter Stammplatzkonkurrent Jacob Barrett Laursen, aber selbst für Bielefelder Verhältnisse immer noch moderat.


Situation

Bielefeld hatte die Linksverteidiger-Position nach dem Abgang von Anderson Lucoqui nur noch einfach mit dem bereits erwähnten Laursen besetzt. Mit ihm muss sich Czyborra messen, doch die Chancen stehen relativ gut. Talent und realer Marktwert sprechen klar für den Neuzugang. Auch war Laursen in der letzten Saison nur selten gesetzt und wurde bisweilen gar nicht für den Spieltagskader nominiert. Und nun hat er sich am 3. Spieltag auch noch ein Schleudertrauma zugezogen, was Czyborra gleich ein 30-minütiges Bundesliga-Debüt (0 Punkte) einbrachte.

Es stellt sich eigentlich nur die Frage, wie lange Czyborra braucht, um sich einzugewöhnen. Bundesliga hat er noch nie gespielt aber durch seine Erfahrung in der Serie A dürfte die sportliche Eingewöhnung schnell vollzogen sein. Mit Florian Krüger und Janni Serra trifft er außerdem auf zwei in etwas gleichaltrige Akteure im Team. Man kennt sich bisweilen aus den U-Nationalmannschaften.

Die Top-Elf des 3. Spieltags

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Tor: Oliver Baumann (TSG Hoffenheim) - 10 Punkte | Foto: imago images / Jan Huebner

 

Marktwertentwicklung

Bielefelder Spieler haben natürlich Grenzen nach oben. Mehr als 4 Mio. schaffen hier nur die absoluten Top-Leute. Es müsste alles schon sehr perfekt laufen, damit Czyborra dauerhaft in solche Regionen stößt. Dass er den aktuellen Marktwert aber mittelfristig halten kann, ist sogar sehr wahrscheinlich. Und auch punktemäßig dürften wir hier einen soliden Lieferanten erwarten, der tendenziell ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben wird.

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Autor: Karol Herrmann

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