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Die Vorschusslorbeeren sind groß, die ersten Eindrücke sehr gut. Aber kann der von Manchester United geliehene Tahith Chong Werder Bremen und seine Comunio-Manager nach vorne bringen?


Position:

Tahith Chong ist ein Mann für die offensiven Außenbahnen. Obwohl Linksfuß, kommt er in Arjen-Robben-Manier zumeist über die rechte Seite, um dann nach innen zu ziehen und abzuschließen. Genauso gut kann er aber auch Linksaußen stürmen. Chong ist schnell, hat eine gute Technik und einen guten Abschluss. 

Bisherige Karriere:

Der bei Feyenoord Rotterdam ausgebildete Niederländer wechselte im Alter von 16 Jahren in die Jugend zu Manchester United. Die meisten Profispiele bestritt der inzwischen 20-Jährige für die Reserve der Red Devils (31 Partien, 14 Tore). In der Premier League blieb ihm bisher der Durchbruch verwehrt. Kurioserweise stand Chong bisher öfter im Europapokal (sechs Einsätze in der Europa League, einmal Champions League) auf dem Platz als in der Premier League. Hier kam er in den letzten zwei Jahren nur auf 70 Einsatzminuten, verteilt auf fünf Partien. 

In den Niederlanden gilt Chong hingegen schon seit vielen Jahren als eines der größten Versprechen: Seit der U15 hat er knapp 50 U-Länderspiele für Oranje absolviert. Aktuell trägt er das Trikot der U21. 

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Einstiegsmarktwert:

Für sechs Millionen stieg Chong bei Comunio ein. Zwei Wochen später hat er diesen Wert bereits mehr als verdoppelt. Kaum überraschend für einen so vielversprechenden Spieler, obendrein von Manchester United. Eine Größenordnung ist das aber allemal, denn damit steigt Chong aktuell in die Top-10 der teuersten Stürmer und hat bereits Punktehamster wie Wout Weghorst, Andrej Kramaric, Alassane Plea oder Thorgan Hazard hinter sich gelassen.

Situation:

Keine Frage: Mit Tahith Chong hat Werder bereits für den Fall vorgesorgt, dass Milot Rashica den Verein verlassen wird. Da sich der Transfer des Kosovaren aber wie ein Kaugummi zieht, könnten beide künftig auch Seite an Seite auflaufen. Sie wären eine perfekte Flügelzange zu Stoßstürmer Niclas Füllkrug. Doch ganz so weit ist Chong viellleicht dann doch noch nicht. Dem in Curacao geborenen Flügelstürmer wird durchaus die ein- oder andere Nachlässigkeit in der Defensive nachgesagt. Möglicherweise noch zu viel für die Bundesliga.

Aber wir erinnern uns: Auch Milot Rashica konnte Florian Kohfeldt sein schludriges Verhalten in der Rückwärtsbewegung recht schnell abtrainieren. Sollte Rashica doch bleiben, wird Josh Sargent möglicherweise ein ernsthafter Stammplatzkonkurrent von Chong. Aber wie auch immer: Die ersten Eindrücke Chongs im Werder-Dress mit einem fulminanten Solo-Tor gegen Groningen waren bereits äußerst überzeugend. Er wird ohne Zweifel zu den ersten 13, 14 Spielern des Kaders gehören. Aber auch das Potenzial eines großen Durchbruchs, ähnlich wie bei Serge Gnabry vor einigen Jahren, ist hier absolut gegeben. 


Marktwertentwicklung: 

Knapp 13 Millionen wird Chong mit Punkten kurzfristig wohl kaum rechtfertigen können. Dennoch ist der Peak hier noch nicht erreicht. Nachdem Chong bei 11,8 Millionen zunächst ein paar Tage stagniert war, konnte er nach seinem Testspielauftritt gegen Groningen gleich wieder ordentlich zulegen. Trotzdem dürfte hier nach oben bald die Grenze erreicht sein. Von Käufen deutlich über Marktwertniveau raten wir deshalb ab.

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Autor: Karol Herrmann

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