Eliesse Ben Seghir von Bayer 04 Leverkusen

Foto: © imago images / Sven Simon 
Nach einer enttäuschenden Saison wagt Eliesse Ben Seghir bei Bayer Leverkusen den Neustart. Sein neuer Trainer Carles Martinez kennt ihn – und fragt sich, warum er bislang so wenig gespielt hat. Der Comunio-Geheimtipp der Woche!

Marktwert: 1.550.000 (Stand: 15. Juli)
Punkte: 26
Punkte pro Spiel: 3,25

Eliesse Ben Seghir: 32 Millionen Euro, zehn Einsätze

Als Bayer Leverkusen Eliesse Ben Seghir im letzten Sommer für 32 Millionen Euro verpflichtete, erhoffte man sich einen neuen Star für die Offensive. Die Bilanz der Saison 2025/26 ist mehr als ernüchternd: Nur zehnmal stand der Marokkaner in der Bundesliga auf dem Rasen, davon zweimal von Beginn an – am 2. und 3. Spieltag.

Nachdem er in der Hinrunde früh seinen Platz verlor und auch als Joker nicht zu überzeugen wusste, verletzte sich Ben Seghir Im Rahmen des Afrika-Cups am Sprunggelenk und fiel monatelang aus. Richtung Saisonende kam er noch dreimal als Joker aufs Feld. Dennoch lässt sich klar festhalten: Der Youngster hat eine gebrauchte Saison hinter sich.

Zudem will Bayer Leverkusen die Offensive ausmisten, doch Ben Seghir ist dabei kein Thema. „Unsere Hoffnung ist, dass Eliesse in dieser Saison einen großen Schritt macht, wenn er die richtigen Schlüsse aus dem ersten Jahr zieht, das für ihn nicht einfach war“, äußert sich Geschäftsführer Simon Rolfes gegenüber der Bild zu Ben Seghir.

Bayer Leverkusen: Der neue Trainer ist ein Bewunderer

Dabei trifft Ben Seghir womöglich auf genau den richtigen Trainer. „Carles Martínez kennt Eliesse. Er hat mich direkt gefragt: ‚Wieso hat er bei euch nicht gespielt'“, so Rofes in der Bild weiter. Dass Martinez einige Spieler der Werkself aus seiner Zeit in Frankreich kennt, könnte bei der Trainerwahl durchaus auch eine Rolle gespielt haben.

In der Ligue 1 traf Martinez mehrmals mit Toulouse auf die AS Monaco. Dabei habe sein Team besonders auf Ben Seghir geachtet, da dieser als einer der Schlüsselspieler der gegnerischen Mannschaft ausgemacht wurde. Nun soll der 21-Jährige in der Bundesliga einen Sprung unter seinem neuen Förderer machen, der bislang nur ein Bewunderer war.

 

Platz für Ben Seghir in der Bayer-Offensive?

Der Konkurrenzkampf ist groß, Ben Seghir auch in dieser Saison erst einmal einer von vielen. Neben Ibrahim Maza dürfte Afonso Moreira die besten Chancen haben, sich einen Platz hinter der Sturmspitze zu sichern. Dann stellt sich natürlich auch die Systemfrage: 4-3-3 – oder 4-2-3-1 mit Maza auf der Zehn? Letzteres würde Ben Seghir entgegenkommen.

Der Marokkaner wurde nicht für die Weltmeisterschaft nominiert und hat die gesamte Vorbereitung Zeit, sich unter Martinez zu empfehlen. Da Bayer Leverkusen ihn im letzten Sommer erst zum Ende des Transferfensters verpflichtete, waren die Umstände ohne Vorbereitung nicht gerade optimal. Nun bläst Ben Seghir zum Angriff – und hat wesentlich bessere Chancen auf Einsätze als unter Kasper Hjulmand.