Ein Boateng für einen Draxler? Ist das ein fairer Kurs?

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Ob sie in Paris wohl auch fleißig Panini-Bilder tauschen? Oder ist der internationale Transfermarkt der Schulhof der Großen und man tauscht statt Bildern gleich echte Spieler? Das interessiert: Die Gerüchteküche!

Julian Draxler (Paris Saint-Germain, Mittelfeld) und Jérome Boateng (FC Bayern München, Abwehr)

Ein „Draxler“ gegen einen „Boateng“ – wäre das auf dem Schulhof ein fairer Kurs? Das muss wohl jeder Sammler für sich beantworten. Die Verantwortlichen von PSG scheinen der Überzeugung zu sein: Auf dem internationalen Transfermarkt ginge der Deal auf alle Fälle klar. Der kicker meldet, dass „gut informierte Kreise“ in Frankreich heraus gefunden hätten, dass man den Kollegen vom FC Bayern tatsächlich ein entsprechendes Tauschgeschäft vorgeschlagen habe. Ihr gebt uns Boateng, dafür kriegt ihr Draxler. Es ist zu hoffen, dass Verhandlungen auf dieser Ebene ein bisschen komplexer ablaufen. Nach der Verletzung von Coman, der vorerst und große Teile der Hinrunde ausfallen wird, ist die Verpflichtung eines weiteren Flügelspielers zumindest eine Option, die man aktuell in München sicher durchdenken wird. 

Laut „Bild“ stellen sich die Bayern für ihren Innenverteidiger eine Ablösesumme von 50 Millionen Euro vor. Kaum vorstellbar, dass man Draxler, der im PSG-Edelmittelfeld kaum eine Rolle spielt, in der entsprechenden Größenordnung verortet. Laut Draxler-Berater Roger Wittmann will sich der Nationalspieler allerdings in Paris durchsetzen und denkt derzeit nicht an einen Wechsel. Ein Transfer nach Sevilla hatte sich bereits zerschlagen.

Thiago (FC Bayern München, Mittelfeld)

Es wird ihnen aber auch nicht zu langweilig: In Spanien meldet Don Balon mal wieder, dass sich Bayerns Thiago mal wieder gedanklich schon zu Real Madrid verabschiedet habe. Der dortige Trainer Julen Lopetegui und der Mittelfeldspieler schätzen sich seit der gemeinsamen Zeit in Spaniens U21-Nationalmannschaft sehr, der Transfer wurde bereits mehrfach als quasi fix vermeldet. Indes: Alles Quatsch und diesmal vermutlich auch.

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Marco Fabían (Eintracht Frankfurt, Mittelfeld)

Das werden sie in Frankfurt nicht gern gehört haben: Der eigentlich schon weitestgehend fixe Wechsel von Marco Fabían zu Fenerbahce ist in letzter Sekunde geplatzt. Jetzt berichten türkische Medien, dass der Mittelfeldspieler den obligatorischen Medizincheck nicht bestanden habe. Der Grund: Den Mexikaner plagen chronische Rückenschmerzen, die die Türken nun doch Abstand von einer Verpflichtung des WM-Fahrers haben nehmen lassen. Anstatt von der Gehaltsliste zu entschwinden, kehrt Fabían also vorerst wieder nach Frankfurt zur „Trainingsgruppe zwei“ zurück.

Ademola Lookman (FC Everton, Sturm)

Das zähe Ringen zwischen dem FC Everton und RB Leipzig um Stürmer Ademola Lookman geht offenbar endlich in die entscheidende Runde. Der Daily Mirror hatte gemeldet, dass sich das aktuelle Angebot des Bundesligisten auf rund 28 Millionen Euro belaufe, was nach dem Geschmack der Everton-Verantwortlichen sein dürfte. Diese Summe wurde zwar eiligst dementiert, man liegt inzwischen aber wohl tatsächlich auf einer Wellenlänge und eine Einigung rechtzeitig zum Ende der Transferperiode scheint in greifbarer Nähe. Lookman, der bereits in der abgelaufenen Rückrunde für RB spielte, stand am Wochenende nicht im Kader der Toffees.

Bei ihren Vereinen weiter auf dem Abstellgleis sind dagegen Sinan Kurt (Hertha BSC, Mittelfeld) und Giulio Donati (FSV Mainz 05, Abwehr). Beide Spieler spielen in ihren Mannschaften keine Rolle mehr und schafften weder im Pokal, noch zum Ligastart den Sprung in den Spieltagskader. Die Interessenten stehen derweil allerdings noch nicht Schlange, auch wenn sich zumindest Hertha-Manager Michael Preetz bei seinem Schützling zuversichtlich zeigt:  „Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir im Fall von Sinan Kurt noch eine Lösung finden. Dass wir das anstreben, ist klar, da das für alle Beteiligten am sinnvollsten ist.“

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Autor: Till Erdenberger

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