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Der 4. Spieltag ist Geschichte. Während man in Gelsenkirchen an die gute Kinderstube appelliert, hat FCA-Coach Manuel Baum emotionale Worte für seinen Keeper parat. In Hoffenheim hadert man nach zwei unglücklichen Remis zuletzt mit den höheren Mächten.
Lehren des Wochenendes: Dass der FC schalke nach zuletzt drei Niederlagen zum Auftakt in dem Remis in der Champions League gegen den FC Bayern wirklich was holen könnte, davon gingen vermutlich nur die größten Berufsoptimisten aus. Die Tedesco-Elf schlug sich zwar wacker, hatte aber beim 0:2 am Samstagabend kaum eine Chance.
Dabei hatte sich der Schalke-Coach taktisch extra was einfallen lassen: Er stellte Franco di Santo als Manndecker für Thiago auf. Der Argentinier sollte den Spielmacher der Bayern schon bei der Spieleröffnung aus der Partie nehmen.
Das gelang vereinzelt, allerdings haben die Bayern eben so viel Klasse, dass in solch einem Fall jemand anderes das Zepter in die Hand nimmt. In diesem speziellen Fall war es dann James Rodriguez (10 Punkte), der den Rekordmeister mit einem Treffer und einem herausgeholten Elfer zum Sieg führte.
Der Plan mit di Santo ging also nicht vollends auf, weshalb Tedesco kurz nach dem 0:2 reagierte und Amin Harit für Thiagos Wachhund brachte. Das fand di Santo überhaupt nicht cool und diskutierte mit dem Coach noch bei herunterlaufen vom Feld. Anschließend lieferten sich beide ein Wortgefecht von der Bank aus.
„Di Santo war nicht einverstanden mit der Auswechslung, ich schon! Wir reden ihn stark – und dann ist es enttäuschend. Etwas gute Erziehung wäre da nicht so verkehrt“, sagte ein sichtlich sauerer Tedesco nach der Partie bei Sky.
Noch am Abend entschuldigte sich di Santo aber via Twitter (siehe Tweet des Wochenendes). So brachte die Entschuldigung zwar keine Punkte ein, der Haussegen auf Schalke hängt trotz der 0 Punkte nach vier Spielen nicht mehr ganz so schief.
Noch bitterere als für di Santo lief es für Fabian Giefer. Der Keeper des FC Ausgburg sah bereits vergangenes Wochenende nicht sonderlich gut aus und war verantwortlich dafür, dass die Fuggerstäder mit 1:2 beim FSV Mainz verloren.
Nun patzte Giefer beim 2:3 gegen Werder Bremen abermals entscheidend. Möglich, dass es unter der Woche einen Torwartwechsel gibt. Coach Manuel Baum zeigte sich tief getroffen von Giefers Patzer. „Es steht halt auch ein Mensch im Tor, um den es mir wirklich leid tut. Aber wir müssen ihn nach den Leistungen beurteilen und da ist es zweimal schlecht gewesen“, so FCA-Coach mit brüchiger Stimme. „Das ist halt meine Mannschaft und da leidet man eben mit.“
































