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In der Triple-Saison marschierte der FC Bayern zu Meisterschaft in einem Ausmaß, das vergleichbar mit der aktuellen Überlegenheit des Rekordmeisters ist. Damals betrug der Vorsprung auf den 2. Platz stolze 16 Punkte, weil der FCB gegen den FC Schalke einen derben Patzer von Borussia Dortmund ausnutzen konnte.
Da die Bayern erst um 18.30 Uhr den FC Schalke in der heimischen Allianz Arena empfingen, konnten es sich Schweinstieger, Ribery, Robben und Co. am Nachmittag noch gemütlich machen und das bittere 1:4 des BVB gegen den HSV (!) anschauen. Würde der Rekordmeister seine Partie gegen Königsblau gewinnen, man hätte 16 Punkte Vorsprung und hätte die Meisterschaft am 21. Spieltag quasi schon entschieden.
Mit dieser Einstellung startete die Heynckes-Truppe auch in die Partie, in der Mario Gomez den Vorzug vor Mario Mandzukic bekam. Außerdem wurden Thomas Müller und Jerome Boateng geschont, für sie begannen Arjen Robben und Daniel van Buyten.
Der FC Schalke unter Jens Keller versuchte mit einem sehr defensiven 4-1-4-1 von Beginn an den Schaden möglichst gering zu halten. Hatten Königsblau anfangs noch die eine oder anderen Möglichkeit, übernahm der FC Bayern nach zehn Minute dann klar das Spielgeschehen.
Marco Höger konnte Franck Ribery im Strafraum nicht folgen und hielt ihn fest – logische Konsequenz: Strafstoß für die Münchner. David Alaba ließ das in der 19. Minute nicht nehmen und brachte den Tabellenführer in Führung.
Im Anschluss gab es Einbahnstraßenfußball vom Feinsten, bei Schalke fand quasi kein Spielaufbau statt, weil die Keller-Elf den Ball sofort an die aggressiven Münchner verlor. Dennoch musste wieder ein Standard herhalten, damit das 2:0 fiel. Bastian Schweinsteiger zirkelte aus zentraler Position ins linke Toreck.

































