Foto: © imago /
Fast genau zwölf Jahre ist es her, da feierte Manuel Neuer gegen Alemannia Aachen sein Bundesliga-Debüt. Nun steht er vor seinem Jubiläum: Am Samstag steht der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft und des FC Bayern vor seinem 350. Bundesligaspiel – und das ausgerechnet gegen den FC Schalke.
Es ist der 2. Spieltag nach dem Sommermärchen und der WM im eigenen Land. Wir schreiben das Jahr 2006. Der FC Schalke wird trainiert von Mirko Slomka. In der Abwehr spielen Jungs wie Marcelo Bordon oder Mladen Kristajic, im Angriff trägt Kevin Kuranyi noch das königsblaue Trikot – und auf der Bank sitzt noch ein gewisser Mesut Özil.
Stammkeeper bei den Knappen ist zu dieser Zeit Frank Rost, damals auch bei Comunio einer der besten und zuverlässigsten Keeper. Als dieser für die Partie in Aachen ausfällt, feiert Manuel Neuer im Alter von 20 Jahren sein Profi-Debüt für den FC Schalke.
Königsblau gewinnt 1:0, Neuer hält seinen Kasten sauber. Auch im darauffolgenden Spiel behält er die Weiße Weste, muss anschließend aber seinen Platz zwischen den Pfosten wieder räumen, weil er Rost nach seiner Risswunde am Schienbein wieder zur Verfügung steht.
Allerdings nur bis zum 10. Spieltag, dort wird Neuer offiziell zur neunen Nummer eins beim FC Schalke. Gegner damals: Der FC Bayern.
Womit sich am heutigen Tag der Kreis schließt, wenn der Rekordmeister in der Arena auf Schalke antritt. Denn inzwischen trägt Neuer bekanntermaßen das Bayern-Trikot. Nun auch schon seit sieben Jahren.
Mit viel Aufsehen und Emotionalität wechselte der Keeper 2011 an die Isar. Die Schalker-Fans verteufelten diesen Wechsel, die Bayern-Anhänger wollte den ehemaligen Schalke-Ultra nicht („Koan Neuer“).
Inzwischen ist Neuer über jeden Zweifel erhaben. Holte mit dem FC Bayern 2013 das Triple, wurde 2014 mit Deutschland Weltmeister und ist seit 2016 Kapitän des DFB-Teams und der Münchner. Zudem wurde er 2014 zum Weltsportler des Jahres gekürt.

































