Zvjezdan Misimovic, Meistermacher des VfL Wolfsburg

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Vorlagenkönig, Meistermacher, Comunio-Legende, zwischenzeitlich Rekordnationalspieler: Zvjezdan Misimovic hat in seiner Karriere viel erreicht. Doch es hätte noch viel mehr sein können. Comunio-History!

Aus dem Archiv: 15. August 2016

„Wenn er unter 80 Kilo wiegt, spielt er jeden auf der Welt her. Aber wehe, er hat über 80 Kilo. Einmal stand er sogar bei 84,9 Kilo. Da hab ich ihm gesagt: ‚Geh laufen, du fette Sau!‘ Das hat er dann auch gemacht.“

Was Zvjezdan Misimovics Förderer Hermann Gerland einst gegenüber Spox erzählte, beschreibt die Karriere des Bosniers treffend. In der Jugend des FC Bayern München war dem „Tiger“ die Qualität von „Zwetschge“ nicht entgangen. Für einen Durchbruch beim Rekordmeister fehlten nur die Konstanz und die Disziplin.

Daher riet ihm Gerland im Sommer 2004 zu einem Wechsel nach Bochum. Misimovic nahm einen neuen Anlauf, zwei Jahre später begann seine vielversprechende Bundesliga-Karriere richtig.

Bochum und Nürnberg als Sprungbretter

Trotz des Abstiegs und einer fast dauerhaften Jokerrolle generierte Zvjezdan Misimovic in der Saison 2004/05 sieben Torvorlagen. Als absoluter Stammspieler führte der damals 23-Jährige den VfL Bochum ein Jahr später zurück ins Oberhaus. Seine Zweitliga-Bilanz: 31 Spiele, elf Tore, sechs Assists.

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Die starken Leistungen konnte Misimovic eine Klasse höher wiederholen. Mit sieben Treffern, zehn Torvorlagen und 116 Comunio-Punkten führte er den VfL auf Platz acht, anschließend wechselte er zum 1. FC Nürnberg. Mit dem Pokalsieger konnte er im UEFA-Cup spielen.

Für Nürnberg wurde die Saison dramatisch, für Misimovic erfolgreich. Beim Club war er der mit Abstand beste Spieler, netzte zehnmal – einmal aus sensationeller Distanz gegen den FC Bayern – und steigerte seine Comunio-Ausbeute auf 128 Zähler.

Dass er mitten im Abstiegskampf seinen bevorstehenden Wechsel nach Wolfsburg verkündete, nahmen ihm die Fans naturgemäß übel, zumal „Zwetschges“ Leistungen in den letzten Spielen stark nachließen und der Club abstieg. Aus sportlicher Sicht war es für den damals 26-Jährigen jedoch der richtige Schritt.

Der viel zu kurze Höhepunkt

Beim VfL folgte Misimovic auf Marcelinho. Bereits die erste Saison wurde zur riesigen Erfolgsgeschichte. Mit Felix Magath, Grafite, Edin Dzeko & Co. wurde Misimovic Deutscher Meister – woran er einen erheblichen Anteil hatte. Als Zehner spielte er auf höchstem Niveau, schlog zahllose kluge Pässe in Schnittstellen und bereitete ganze 20 Tore direkt vor.

Comunio-Manager, die Misimovic im Kader hatten, konnten sich über das dritte Jahr in Serie freuen, in dem der Spielmacher die 100-Punkte-Marke knackte. Obwohl der VfL im Jahr darauf – ohne Magath – das Niveau nicht halten konnte, blieb Misimovic einer der besten Spieler der Bundesliga.

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10 Tore und 15 Vorlagen generierte der Bosnier in der Saison 2009/10, was zum zweiten Mal in Folge zu 156 Comunio-Punkten führte. Misimovic hatte den Höhepunkt seiner Karriere erreicht, hätte auf diesem Niveau bei fast jedem Verein der Welt eine wichtige Rolle spielen können. Doch ab dem Sommer 2010 ging es rapide bergab.

Was auf Wolfsburg folgte

Die Wölfe verpflichteten Diego und sortierten Misimovic aus – ein Tausch, den viele VfL-Fans bedauerten. Die Bundesliga verlor einen ihrer größten Zauberfüße. Bei Galatasaray Istanbul überwarf sich Misimovic mit dem Trainer, im März 2011 schloss er sich Dynamo Moskau an, zwei Jahre später zog er weiter nach China. Nichts mit Champions League und einem europäischen Top-Klub.

Für Beijing Renhe ist Misimovic wieder zum Vorlagenkönig geworden. 42 Tore hat er in bislang 98 Einsätzen vorbereitet, in der laufenden Saison acht in 17 Spielen. In China ist man froh über den Ballkünstler aus der Bayern-Jugend.

Inzwischen ist Misimovic 34 Jahre alt und hat seine Karriere einmal beendet, um sie drei Monate später wieder aufzunehmen. Eine Karriere mit einigen Erfolgen. Doch wenn das „faule Genie“ noch einmal von vorne beginnen könnte, wäre so viel mehr möglich.

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Autor: ComunioMagazin

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