Alexander Nübel wird beim FC Schalke bis zum Saisonende nur noch auf der Bank sitzen.

Foto: © imago images / Matthias Koch
Das Viertelfinale des DFB-Pokals hatte es in sich. Mit dem 1. FC Saarbrücken steht nun erstmals ein Viertligist im Pokal-Halbfinale und beim FC Bayern schwingt sich Joshua Kimmich zum Lewandowski-Ersatz auf. In Gelsenkirchen trifft man zudem eine weitreichende Entscheidung. In Bremen hingegen hat man wieder einen Ausfall zu verkraften. 

1. FC Saarbrücken – Fortuna Düsseldorf 7:6 (i.E., 1:1)

Glückwunsch an den 1. FC Saarbrücken! In einem hochdramatischen Pokal-Viertfinale setzte sich der Regionalligist gegen Fortuna Düsseldorf im Elfmeterscheißen durch und steht als erster Viertligist in der Pokal-Geschichte im Halbfinale. 

Held des Abends war Saarbrückens Keeper Daniel Batz, im ganzen Spiel fünf (!) Elfmeter hielt. Bei der Fortuna schickte Coach Uwe Rösler seine 1b aufs Feld und scheiterte prompt am Underdog. Youngstar Ofori durfte von Beginn an ran und zeigte eine durchaus ansprechende Leistung, auch wenn seine Aktionen nicht immer erfolgreich waren. Vielleicht ist er eine Joker-Option in den kommenden Wochen?

Abwehrmann Matias Jörgensen, auch genannt Zanka, der unter Rösler seinen Stammplatz verlor, erzielte zwar in der 90. Minute den 1:1-Ausgleich, vergab aber im Elfmeterschießen den entscheidenden Elfer. Auch Jean Zimmer oder Alfredo Morales konnten eher keine Werbung in eigener Sache machen.  

Die Top-Elf des 24. Spieltags

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Tor: Robin Zentner (1. FSV Mainz 05) - 8 Punkte | Bildquelle: imago images / Jan Huebner

FC Schalke – FC Bayern 0:1 (0:1)

Vor der Partie traf Schalke-Coach David Wagner eine weitreichende Entscheidung: Bis Saisonende wird Markus Schubert den Kasten der Knappen hüten. Ex-Kapitän und Bald-Bayer Alex Nübel wird zur Nummer 2 degradiert. 

„Am Ende sind es drei Gründe“, erklärte Wagner nach dem verdienten 0:1 gegen die Bayern: „Wir hatten wieder eine Alternative dadurch, dass er (Schubert, Anm.d.Red.) wieder im Training war. Der zweite Grund war, dass Alex‘ Leistungen in den letzten Spielen nicht so waren, dass du ein gutes Gefühl hattest.“ Zudem habe Nübels ablösefreier Sommer-Wechsel zum FC Bayern „mit den ganzen Nebengeräuschen nicht das Gefühl gegeben, dass er sein Potenzial auf den Platz bringen kann.“

Joshua Zirkzee beim FC Bayern: Dauerlösung oder nur Momentaufnahme?
Joshua Zirkzee erzielte in nicht einmal 100 Bundesligaminuten bereits drei Treffer.

Am vergangenen Wochenende durfte Youngstar Joshua Zirkzee von Beginn an ran. Dabei konnte er durchaus überzeugen. Ist der Niederländer ein Mann mit Bayern-Zukunft und lohnt er sich jetzt bei Comunio? 

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Beim FC Bayern sieht die Welt hingegen besser aus. Dort trifft Joshua Kimmich nun bereits im zweiten Spiel in Folge und schingt sich zum Lewandowski-Ersatz auf. Dabei agierte der 25-Jährige auf Schalke als Innenverteidiger, weil Boateng und Hernandez angeschlagen fehlten. Ob das eine längerfristige Option ist? 

Der andere Joshua, nämlich Youngster Zirkzee, kam lediglich als Joker zum Einsatz. Trotz seiner guten Leistung in Hoffenheim. Fraglich also, ob er auch gegen den FCA wieder von Beginn an ran darf.

Bayer Leverkusen – Union Berlin 3:1 (0:1)

Dass sich die Werkself auf dem Weg zu einem Spitzenteam befindet, das bewies sie auch am Mittwochabend. Beim Pokal-Fight gegen Union Berlin brachten aber vor allem die Joker die Wende. Die Einwechslungen von Diaby und Weiser zur Pause sowie die von Bellarabi in der 70. Minuten waren mit siegbringend. 

Möglicherweise ein Fingerzeig für die Bundesliga? Nationalspieler Jonathan Tah muss dabei aktuell um seinen Stammplatz fürchten. Winter-Neuzugang Tapsoba macht seine Sachen an der Seite von Sven Bender wirklich ordentlich. Amiri und Bailey könnte nach zwei Startelf-Einsätzen nun wieder die Bank drohen. 

Die voraussichtlichen Aufstellungen: SC Freiburg - 1. FC Union Berlin

Bei Union stand Grischa Prömel in der Startelf. Der Mittelfeldspieler fiel in der Hinrunde wegen einer Schambeinverletzung monatelang aus und kam in der Liga bislang lediglich als Joker zum Einsatz. Nun schenkte ihm Coach Urs Fischer das Vertrauen. Das bittere Aus aber konnte auch er nicht verhindern.

Eintracht Frankfurt – Werder Bremen 2:0  (1:0)

Wenn es noch eine Partie gebraucht hätte, die verdeutlich, wie besch***en die Saison für den SV Werder Bremen läuft, dann wäre es das Pokal-Viertelfinale bei Eintracht Frankfurt gewesen. Der Handelfmete gegen Ludwig Augustinsson war dabei genauso bitte, wie die Verletzung von Ömer Toprak, 

Der Innenverteidiger wurde dabei in der Nachspielzeit von Filip Kostic unabsichtlich mit  der offenen Sohle in der Wade getroffen. Der Eintracht-Star bekam dafür die Rote Karte, bei Toprak ging man vom Schlimmsten aus. Am Freitagmorgen gab Werder dann aber Entwarnung.

Am Wochenende wird Toprak dabei zwar ausfallen, aber anschließend sollte der Türke wieder fit sein. Kostic‘ Sperre bezieht sich dabei auch nur auf den Pokal, so dass dieser am Samstag im Duell mit den anderen Pokal-Helden aus Leverkusen zur Verfügung steht.   

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Autor: Florian Schimak

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