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Es gibt bei Comunio kaum etwas befriedigenderes, als einen Spieler nahe dem Marktwertminimum zu kaufen und dafür einen echten Punktegaranten zu bekommen. Allerdings ist das nicht ganz so einfach, denn die meisten Spieler mit guter Perspektive steigen sehr schnell im Preis. Wir haben alle 18 Kader durchforsten und drei Spieler gefunden, die das Zeug zum Low-Budget-Hit 2020/21 haben.

Dong-won Ji (1. FSV Mainz 05, Angriff, 470.000)

2019/20 war ein verlorenes Jahr für den Südkoreaner, der mit durchaus großen Erwartungen aus Augsburg nach Mainz geholt wurde. Eine schwere Knieverletzung in der Vorbereitung im letzten Sommer machte bei dieser Rechnung aber einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. In der Rückrunde stand er zwar einige Male im Kader, aber so richtig bei 100 Prozent war der fleißige Angreifer nie.

Mit einer kompletten Vorbereitung im Rücken könnte er zur großen Überraschung in Mainz werden, denn von seiner Spielweise passt Ji eigentlich perfekt zum intensiven Pressing von Achim Beierlorzer. Zudem kokettierten Jean-Philippe Mateta und Robin Quaison zuletzt immer wieder mit einem Abschied von den Rheinhessen. Ob aufgrund der finanziellen Ausfälle durch die Corona-Pandemie Geld für namhafte Neueinkäufe da wäre, ist zweifelhaft.

Gut möglich, dass Ji im zweiten Anlauf die Chance bekommt, sein Können auch bei den 05ern unter Beweis zu stellen. Zum derzeitigen Marktwert kann man ohne großes Risiko darauf spekulieren.

Comunio-Gerüchteküche: Brasilianisches Supertalent im Anflug auf die Bundesliga?
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Leverkusen und Dortmund sollen ein Auge auf Reinier von Real Madrid geworfen haben. Der Abschied von Thiago und David Alaba vom FC Bayern wird derweil wahrscheinlicher.

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Fredrik Jensen (FC Augsburg, Mittelfeld, 340.000)

Der Finne spielte sich Ende der Hinrunde in die Augsburger Stammelf und konnte dabei durchaus überzeugen. Zwischen dem 14 und 18 Spieltag stand er immer von Beginn an auf dem Platz. Der Ertrag war mit neun Punkten aus diesen fünf Partien zwar überschaubar, aber er hat grundsätzlich bewiesen, dass er in der Bundesliga mithalten kann.

In der Rückrunde hatte Jensen dann ständig mit Verletzungen zu kämpfen und kam unter Heiko Herrlich gar nicht mehr zum Einsatz. Der neue Trainer äußerte sich aber dennoch positiv über den offensiven Mittelfeldspieler. Nun werden die Karten neu gemischt und der 22-Jährige könnte sich auf der Zehn festspielen. Stammplatz vorausgesetzt würde das seinen Marktwert mindestens verfünffachen.

Sheraldo Becker (Union Berlin, Sturm, 360.000)

Der pfeilschnelle Niederländer wechselte im letzten Sommer ablösefrei zu den Eisernen und war zum Saisonstart auch ein fester Bestandteil der Mannschaft von Urs Meyer. Seinen letzten Startelfeinsatz verbuchte er allerdings am 7. Spieltag. Anschließend hatte er immer wieder mit muskulären Problemen zu kämpfen und kam nur noch sporadisch zum Einsatz. Den Bundesliga-Neustart verpasste er wegen eines Muskelfaserrisses, der ihn bis zum 34. Spieltag zum Zuschauen zwang.

Beim Saisonfinale schenkte ihm Urs Fischer aber sofort wieder das Vertrauen und brachte ihn gegen Düsseldorf für die letzten 25 Minuten. Wie bei Jensen bietet die Vorbereitung für den Flügelstürmer nun die Chance, sich in den Vordergrund zu spielen. Zumal mit Yunus Malli ein Konkurrent im Offensivbereich nach der Leihe wieder in Wolfsburg ist.

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Autor: Florian Reinecke

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