Foto: © imago / Hartenfelser

Wenn ein Nachwuchstrainer einen Bundesligisten übernimmt, wittern viele Talente ihre Chance. So auch beim FC Augsburg, wo die Durchlässigkeit seit Manuel Baum erstaunlich hoch ist. Gleich vier Talente aus dem eigenen Stall haben 2016/17 ihr Bundesliga-Debüt gegeben. Das sind die Aussichten der jungen Wilden beim FCA.

Kevin Danso (710.000, 6 Punkte)

Ja wo kommt der denn her? Die Antwort: Aus der Augsburger U19. Dort operiert der Österreicher vornehmlich auf Rechtsaußen und weist da, genauso wie in allen U-Nationalmannschaften im Nachbarland, eine herausragende Trefferquote auf.

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Manuel Baum hat mit Danso hingegen andere Pläne und stellte ihn bei seinem Bundesliga-Debüt gegen Leipzig als Innenverteidiger in der neu formierten Dreierkette auf. Das Ergebnis ließ so manchen Betrachter staunen: Der 18-Jährige klärte gegen Forsberg, Werner und Co. mit einer Cleverness, als hätte er schon 200 Bundesliga-Spiele auf dem Buckel. Zum Debüt gab es gleich mal sechs Punkte und einen Profivertrag. Vom jüngsten Comunio-Zugang wird also noch einiges zu hören sein. Wer die Möglichkeit hat, ihn zu erwerben, sollte dies schleunigst tun.

Raphael Framberger (480.000, 12 Punkte)

Der deutsche U17-Nationalspieler hat sich nach der Winterpause in den Vordergrund gespielt. Auf der rechten Abwehrseite ist Framberger inzwischen erster Vertreter von Kapitän Paul Verhaegh und hat zumindest im Rennen mit Georg Teigl die Nase vorn.

12 Punkte bei nur zwei bewerteten Einsätzen heißt aus Comunio-Sicht eigentlich: zuschlagen. Wäre da nicht die Knieverletzung aus dem Spiel gegen Leipzig. Die ist zwar nicht so schlimm wie zunächst befürchtet (Kreuzbandriss), doch Framberger wurde bereits am Meniskus operiert und fällt zumindest einige Wochen aus. So bleibt er in dieser Saison leider nur noch eine Option im Saison-Endspurt. Langfristig sollte man sich den Mann aber im Notizbuch vermerken.

Tim Rieder (160.000, 0 Punkte)

Ausgebildet beim FC Bayern, unter anderem zusammen mit Emre Can, ist der Defensiv-Spezialist seit Beginn des Jahres von der U23 in den Profikader aufgerückt. Das Bundesliga-Debüt unter Dirk Schuster dauerte zwar nur eine Minute, um die Zeit von der Uhr zu nehmen, aber in Mainz vertraute Manuel Baum dem 23-Jährigen am 20. Spieltag über die vollen 90 Minuten. Mit Gojko Kacar musste dafür ein Konkurrent mit weitaus mehr Erfahrung auf der Position im zentralen defensiven Mittelfeld auf der Bank Platz nehmen.

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Dass das Spiel trotzdem verloren ging, lag keinesfalls an Rieder. Auf der Sechs gewann er starke 18 Zweikämpfe – ein absoluter Spitzenwert. „Er hat das richtig gut gemacht“, so das Zeugnis seines Trainers nach dem Spiel. Warum Rieder seither keine Sekunde mehr gespielt hat, dürfte Baums Geheimnis bleiben. Er muss sich vorerst hinter Dominik Kohr, Daniel Baier, Jan Moravek und Moritz Leitner anstellen.

Julian Günther-Schmidt (160.000, 0 Punkte)

Kein Augsburger hat in dieser Saison mehr als drei Tore geschossen. Ein ziemliches Armutszeugnis für die Offensiv-Abteilung. Und so wundert es nicht, dass auch auf dieser Position der Blick zum eigenen Nachwuchs geht geht. Julian Günther-Schmidt kommt mit der Empfehlung von zehn Toren in 16 Regionalliga-Spielen von der U23 zu den Profis. Zu mehr als drei Einwechslungen und lediglich neun Minuten Spielzeit hat es bislang aber noch nicht gereicht. Zuletzt musste er wieder in der Reserve ran und sah prompt die Rote Karte.

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Autor: Karol Herrmann

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