Das DFB-Team patzte zum Auftakt gegen Mexiko.

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Autsch! Das DFB-Team verpatzt seinen WM-Auftakt und weckt bei den Menschen in der Republik ein Gefühl, welches man schon ewig nicht mehr hatte. Schmerzhaft war es auch für die Brasilianer, die an Theatralik nichts verlernt haben. Davai Comunio schaut auf den Sonntag zurück und gibt einen kleinen Ausblick auf den Montag.

Autsch I: Das erste Mal seit 36 Jahren verpatzt Deutschland das Auftaktspiel. Das 0:1 gegen Mexiko lenkt Gott sei Dank umgehend von allen anderen wichtigen Problemen im Land ab. Kanzlerin Merkel, Provokateur Söder und Sportminister Seehofer können sich nun ohne den Fokus der Öffentlichkeit in Ruhe weiter zanken.

Um sofort wieder eine sportliche Richtung einzuschlagen: Der Auftritt von Jogis Jungs gegen die Azteken aus Nordamerika (True Story: hier der Wikipedia-Eintrag) war inspirationslos und wirkte über weite Strecken wirklich bieder.

Manche sprachen vor einem Warnschuss zu rechten Zeit. Allerdings gab’s im WM-Jahr 2018 für das DFB-Team eigentlich schon genügend Warnschüsse (Brasilien-Test, Österreich-Test, Saudi-Test). Irgendwann geht auch das vermeintlich stabilste Schiff mal unter. Frag nach bei Leonardo Di Caprio.

Auf jeden Fall wurde der gemeine Schlaaaand-Fan, der in den vergangenen und erfolgreichen Jahren zu so etwas wie ein Bayern-Fan wurde, am Sonntag bitter enttäuscht. Ausgerechnet so ein Fußball-Zwerg wie Mexiko, die außer Burritos, Tequila und Kakteen gar nichts haben, schlagen unsere stolze Truppe, die das Emblem des Weltmeisters auf der Brust trägt.

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Vielleicht tut in diesem Zusammenhang den Spielern und den Anhängern etwas Demut ganz gut. Denn zumindest in der ersten Hälfte hatte der Auftritt der elf Jungs in den weißen Jerseys etwas Hochmütiges. Von einer Mannschaft war da nämlich wenig zu sehen. Und #ZSMMN spielten Kroos, Özil und Co. auch nicht wirklich.

Bei all der Enttäuschung („Da wartet man vier Jahre auf eine WM und dann spielen die so einen Mist“) sollte man bedenken, dass es noch zwei Spiele anstehen und noch nichts verloren ist. Sollte Deutschland gegen Schweden am Samstag allerdings nicht gewinnen, wäre die Party hier im Land schon wieder vorbei, bevor sie überhaupt begonnen hat.

Dass die Fallhöhe als Weltmeister natürlich um einiges höher ist, erfahren die deutschen Nationalspieler nun auch. Statt „Schlaaaaand“- gibt’s gerade nur Buh-Rufe von allen Seiten. Und die sind – wie schon Ricky Martin sagte – viel lauter als Applaus.

Sardar Azmoun

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Sardar Azmoun (Iran, 23 Jahre, Stürmer): Dem "iranischen Messi" wird bei der WM der Durchbruch zugetraut. Seit 2013 spielt Azmoun schon in Russland (Rubin Kazan), kennt sich dort also bestens aus. Quelle aller Bilder: Imago

Autsch II: Nach dem trostlosen Auftritt des DFB-Teams freute man sich gestern im Anschluss fast schon wie ein Kind auf den Samba-Fußball der Brasilianer. Die zauberten allerdings auch nur in den ersten 30 Minuten, ehe die Schweizer den Jungs vom Zuckerhut den Spaß am Fußball nahmen.

Dass Neymar und Co. (ok, das Co. können wir eigentlich weglassen) gefühlt 14 Mal derart getreten wurde, dass ihm ein vorzeitiges Karriereende drohte, nervte dann aber irgendwie. Also nicht die etwas härtere Spielart der Eidgenossen, eher die theatralische Reaktion der Brasilianer darauf.

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Und sonst so? Spanien? Unentschieden. Portugal? Unentschieden. Argentinien? Unentschieden. Brasilien? Unentschieden. Frankreich? Mit viel Dusel. Ihr seht, die Favoriten tun sich noch schwer bei dieser WM.

Heute steigen mit Belgien und England zwei weitere Teams ins Turnier ein. Dass diese beiden Mannschaften in den vergangenen sportlichen Großveranstaltungen jeweils am eigenen (vielleicht überhöhten?) Anspruch gescheitert sind, lässt trotz der Gegner aus Panama und Tunesien einiges befürchten.

Aber lassen wir uns doch einfach mal überraschen.

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Autor: Florian Schimak

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