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An Tag zwei der Fußball-WM gibt’s das erste epische Match. Spanien und Cristiano Ronaldo trennen sich am Ende 3:3, während die beiden Partien davor… naja, lassen wir das. Wir blicken zurück – und gleichzeitig voraus auf Tag drei.
Danke dafür, Spanien – Danke, CR7: Portugal gegen Spanien, was hatte man sich als Fußball-Fan nach Russlandsaudiarabien, Uruguayägypten und Marokkoiran auf dieses Match gefreut.
Endlich so etwas wie WM-Stimmung! Immerhin zahlt man für solche Spiele eben die Rundfunkbeiträge an ARD und ZDF. Und nach drei vom Line up eher so in der Regionalliga Nordost anzusiedelnden Kicks, war wirklich jeder heiß auf die iberische Schlacht.
Dass es dann aber so ein episches Ding wird, damit hätten wohl die Wenigsten gerechnet. Es war Fußball auf höchstem Niveau und der gemeine Event-Fan, der sich in diesen Tagen – wie alle vier Jahre – für Fußball interessiert, kam voll und ganz auf seine Kosten.
Eigentlich wäre es besser gewesen, die beiden Teams hätte ganz nach dem Motto der EM 2016, Schnarch-Fußball a la FC Schalke gespielt. Dann nämlich hätte man als Fan, der sich auch montags auf Sport1 die Regionalliga West mit dem KFC Uerdingen gegen Preußen Münster voller Begeisterung reinzieht, vielleicht in vier Jahren seine Ruhe gehabt.
So allerdings machte der Fußball mal wieder Werbung in eigener Sache – und natürlich, als hätte es die PR-Maschinerie der FIFA genauso geplant, liefert CR7 in solch einem Match ab. Ob Ronaldo jetzt also echt einfach mediengeil ist oder ob er wirklich ein unfassbar überragender Fußballer ist, dass müssen dann letztlich andere entscheiden. Am Ende ist er einfach eine perfekte Symbiose aus beidem.
Madrid und der Mekka des Fußballs: 1:0 Cristiano Ronaldo (Real Madrid), 1:1 Diego Costa (Atletico Madrid), 2:1 Cristiano Ronaldo (Real Madrid), 2:2 Diego Costa (Atletico Madrid), 2:3 Nacho Fernandez (Real Madrid), 3:3 Cristiano Ronaldo (Real Madrid). Madrid ist also alles im Fußball.
Das dachte sich auch Antoine Griezmann und verkündete wie einst LeBron James seine Zukunft via TV – er bleibt bei Atletico Madrid und wechselt nicht nach Barcelona. Was wir davon halten sollen? Gute Frage.
Diesbezüglich müssen wir wohl erstmal die PR-Agenten von CR7, der FIFA (vermutlich der ein und derselbe) und Mesut Özil (hat vermutlich gar keinen) kontaktieren. Dann dürften wir schlauer sein. Oder auch nicht.
Rodrigo Bentancour
Rodrigo Bentancour (Uruguay, 20, Mittelfeld): Der Youngster der Urus hat bei Juventus zwar keinen Stammplatz, bewies als Joker aber schon durchaus seine Qualitäten und ließ das eine oder andere Mal seine Fähigkeiten aufblitzen. Vielleicht kann sich Bentancour in Russland groß in Szene setzen.

































