Foto: © imago images / Action Plus
Hertha BSC hat mit Dedryck Boyata einen WM-Teilnehmer und ehemaligen Spieler von Manchester City verpflichtet – und das auch noch ablösefrei. Doch benötigt die Alte Dame überhaupt Verstärkung auf der Position des Innenverteidigers? Und ist der Belgier wirklich so gut? Comunioblog macht den Check, ob sich der Kauf des belgischen Abwehrspielers lohnt.
Position: Dedryck Boyata ist Innenverteidiger durch und durch. Dabei hat er sein Debüt in der belgischen Nationalmannschaft als Rechtsverteidiger gegeben. Allerdings war das am 12. Oktober 2010 (!) im zarten Alter von 19 Jahren beim 4:4 in der EM-Quali gegen Österreich.
Jetzt fast zehn Jahre später ist Boyata ein gestandener Abwehrmann, der inzwischen auf 16 Länderspiele kommt. Von seinen insgesamt fast 200 Profieinsätzen lief der Belgier lediglich 22 Mal als Rechtsverteidiger auf.
Bisherige Karriere: Bereits 2006, also im Alter von 16 Jahren, wechselte Boyata auf die Insel in die Jugendakademie von Manchester City. Dort durchlief er alle Jugendteams, schaffte 2010 den von der Reserve zum Profiteam der Citizens, für das er insgesamt 35 Partien absolvierte.
Allerdings schaffte es der junge Boyata nicht, sich bei City langfristig durchzusetzen und wurde daher zunächst für ein Jahr an die Bolton Wanderes ausgeliehen, ehe er im darauffolgenden Jahr für eine Spielzeit in der niederländischen Eredivisie für Twente Enschede auflief.
Nachdem er sich nach seiner Rückkehr in zwei Jahren wieder keinen Stammplatz bei den Citizens erkämpfen konnte, zog Boyata einen Schlussstrich unter das Kapitel ManCity und wechselte für 2 Millionen Euro zum schottischen Serienmeister Celtic Glasgow.
Dort entwickelte sich Boyata zum echten Führungspieler und Stammkraft, absolvierte in vier Jahren insgesamt 135 Spiele und erzielte dabei sogar 15 Treffer. Gar kein so schlechter Wert für einen Innenverteidiger.
Für Celtic lief er zudem auch fünf Mal in der Champions League auf. Auf deutlich mehr Einsätze kommt er aber in der Europa League, wo insgesamt 21 Spiele absolvierte.
Nach vier Jahren in der schottischen Premier League verlängerte der durchaus verletzungsanfällige Boyata seinen Vertrag im Celtic Park nicht mehr. Die Hertha schlug zu und verpflichtete den 28-Jährigen ablösefrei und stattete ihn mit einem langfristigen Vertrag aus.
































