Foto: © imago images / Uwe Kraft
An dieser Stelle präsentieren wir euch jede Woche einen Spieler, der noch unter dem Radar läuft und von dem in Kürze eine deutliche Marktwertsteigerung zu erwarten ist. Heute mit dem Dortmunder Marius Wolf.

Marktwert: 2.040.000
Punkte: 8
Punkte pro Spiel: 2,0

Darum wird er unterschätzt

Es ist kein Geheimnis, dass Borussia Dortmund für Marius Wolf im Sommer am liebsten einen Abnehmer gefunden hätte. Der 26-Jährige streicht ein üppiges Gehalt ein und spielt sportlich maximal eine untergeordnete Rolle – so der Tenor zumindest vor der Saison. 

So wirklich zünden konnte der Mann für die rechte Außenbahn nach seiner Frankfurter Zeit ohnehin nie. Beim BVB nicht, weshalb er in den letzten zwei Jahren bei Hertha und Köln geparkt wurde. In Köln war er zwar Stammkraft, leisten konnte man sich ihn im Rheinland aber nicht. Grundsätzlich ist Wolf ein Spieler, der zwar Power über den Flügel mitbringt, den hohen technischen Ansprüchen des Dortmunder Fußballs aber nicht unbedingt gewachsen ist. 

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Das macht ihn so stark

In den letzten vier Spielen kam Wolf immer zum Einsatz, wenn auch nur als Joker. Dennoch hat er in jedem dieser Spiele Punkte mitgenommen. Zwei waren es im Schnitt pro Partie. In den 43 Einsatzminuten hat er aber schon acht Zähler gesammelt. Das muss erst mal einer nachmachen. Maximale Effizienz also.

Auffällig ist dabei immer die Dynamik, die er in der Schlussphase noch einmal hineinbringt, meist als Ersatz für Thomas Meunier. In diesen 43 Einsatzminuten hat Wolf bereits fünf Torschüsse abgegeben, 13 Zweikämpfe geführt (mit einer zumeist positiven Quote), und 25 Sprints hingelegt. Das alles zeugt von einer enorm hohen Aktivität und wird in der Summer dann mit einem Sofascore belohnt, der zwar nicht überragend ist, seine Punkte aber sehr solide nach Hause bringt.


Diese Perspektiven hat er

Wolf hat zwar Pech, dass sich Thomas Meunier in seiner zweiten Saison endlich stabilisiert hat, dennoch ist sein großes Glück, dass der BVB in dieser Sommer-Transferperiode keinen Rechtsverteidiger mehr verpflichten konnte. Durch die Langzeit-Verletzung von Mateu Morey hat Wolf nun den Status als Meunier-Backup und ist hier inzwischen am bisweilen überforderten Felix Passlack vorbeigezogen.

Wenn es jetzt immer mehr in die Dreifachbelastung geht, steht aber auch fest, dass Meunier nicht jedes Mal wird starten können. Auch der Belgier ist immer wieder von Blessuren geplagt und dürfte auf dieser intensiven Position wohl kaum 50 Pflichtspiele überstehen. Es braucht also eine Belastungssteuerrung, die Wolf früher oder später auch in die Dortmunder Startelf spülen wird. 

Noch viel interessanter für Wolf ist aber die jüngste Umstellung auf Dreierkette beim BVB. Als rechter Schienenspieler hätte er in diesem System ganz sicher seine Idealposition. Das liegt ihm deutlich besser als die Rolle des Rechtsverteidigers. 

Aber zumindest als Joker wird Wolf in den kommenden Wochen eine feste Größe sein. Hier hat er absolut überzeugt bislang. Für gerade einmal zwei Millionen gibt es also einen ungewöhnlich günstigen BVB-Spieler, der obendrein noch sehr solide punktet und dessen Perspektiven sich im Zweifel eher noch verbessern sollten. 

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Autor: Karol Herrmann

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