Foto: © imago images / Jan Huebner
An dieser Stelle präsentieren wir Spieler, die bei Comunio noch etwas unter dem Radar laufen und ein starkes Preis-Leistungsverhältnis haben. Heute mit dem Kölner Verteidiger Jorge Mere.

Marktwert: 920.000
Punkte: 7
Punkte pro Spiel: 2,33

Darum wird er unterschätzt: Seit drei Jahren ist Jorge Mere, der einst als perfekter Hybride zwischen Sergio Ramos und Gerard Pique angepriesen wurde, nun schon beim 1. FC Köln. Nachdem er in den ersten beiden Jahren noch regelmäßig zum Einsatz kam, ist er inzwischen längst zum fünften Rad am Wagen geworden. Grundsätzlich ist Mere verhältnismäßig klein für ein Innenverteidiger und auch nicht besonders schnell.

Letzte Saison brachte er es nur noch auf elf Einsätze, zu Beginn der aktuellen Saison pendelte er zwischen Bank und Tribüne, teilweise auch wegen Blessuren. Erst am 9. Spieltag stand er erstmals auf dem Rasen. Und auch, als der FC teils erfolgreich auf Dreierkette umstellte, war Mere nicht gefragt. Eher bevorzugte Markus Gisdol den jungen Cestic oder beorderte Außenverteidiger Jannes Horn in die Dreierkette.

Gegen Leipzig wurde er am 13. Spieltag dann überraschend für die Startelf nominiert. 

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Das macht ihn so stark: Und die Performance des Spaniers beeindruckte nicht nur die Fans, sondern machte sich auch in der Statistik bemerkbar. Dabei war es weniger die Zweikampfqoute und sein Input im Offensivspiel, als vielmehr das Verhindern von gegnerischen Großchancen, durch nahezu perfektes Stellungsspiel: Acht Bälle konnte Mere gegen die Leipziger Offensive klären, hinzu kamen zwei erfolgreiche Tacklings und zwei Balleroberungen. Er war ganz sicher ein Garant dafür, dass Köln gegen die Sachsen überraschend die Null hielt. Darüberhinaus präsentierte sich der 23-Jährige mit einer Passquote von 91 Prozent äußerst ballsicher. 

Die Top-Elf des 13. Spieltags

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Tor: Timo Horn (1. FC Köln) - 9 Punkte | Bildquelle: imago images / Hartmut Bösener

Jorge ist ein sehr guter Spieler. Wir hoffen, dass wir in körperlich jetzt soweit haben, dass er verletzungsfrei bleibt und Rhythmus bekommt“, sagte Trainer Markus Gisdol im Anschluss an die Partie in Leipzig. „Wir brauchen ihn. Man hat heute gesehen, wie wertvoll er für uns sein kann.“

Dieses Potenzial hat er: Gegen das Duo um Sebastiaan Bornauw und Rafael Czichos schien Mere eigentlich nicht anzukommen, dabei ist er vom Spielertyp eigentlich die perfekte Ergänzung zu einem dieses Duos. Mere ist kein Abräumer, dafür ist er spielintelligenter und technisch versierter. Das hilft vor allem auch im bisweilen mangelhaften Kölner Aufbauspiel. 


Czichos ist aktuell ohnehin verletzt, Bornauw leistete sich zuletzt einige Patzer und der junge Cestic fehlte gegen Leipzig auch angeschlagen im Kader. Aber selbst wenn alle wieder fit sind, dürfte Mere nach diesem Auftritt ein ernsthafter Kandidat für die Startelf sein. Für einen Marktwert von noch unter einer Million kann man deshalb eigentlich nur gewinnen. 

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Autor: Karol Herrmann

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