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An dieser Stelle präsentieren wir Spieler, die bei Comunio noch etwas unter dem Radar laufen und ein starkes Preis-Leistungsverhältnis haben. Heute mit dem Dortmunder Defensiv-Spezialisten Thomas Delaney.

Marktwert: 1.760.000
Punkte: 7
Punkte pro Spiel: 2,33

Darum wird er unterschätzt: Thomas Delaney schien spätestens zu Beginn dieser Saison höchstens noch das fünfte Rad am Wagen von Borussia Dortmund. Spätestens mit der Verpflichtung von Youngster Jude Bellingham schien es keinen Platz mehr im zentralen Mittelfeld für den Dänen zu geben. Bezeichnend deshalb auch die Nachfrage bei Comunio. Im internen Dortmunder Marktwert-Ranking agiert er derzeit gerade einmal auf Platz 20 zwischen dem verletzten Dan-Axel Zagadou und Mo Dahoud. 

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Mahmoud Dahoud von Borussia Dortmund

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Das macht ihn so stark: Die Ausfälle in der Abwehr sind derzeit so groß, dass der eigentliche Mittelfeldspieler am 4. Spieltag schon nach 20. Minuten für den verletzten Lukas Piszczek kommen musste – als linkes Glied der Dreier-Abwehrkette. Und Delaney machte seine Sache auf dieser für ihn fremden Position gegen Hoffenheim schlicht überragend. 

Delaney gewann überragende 83 Prozent seiner Zweikämpfe. Mit 20 Duellen entschied er mit großem Abstand die meisten für sich in dieser Partie. Auch in der Luft war er mit neun gewonnenen Kopfballduellen Top-Mann dieser Partie. Mit 74 Ballaktionen, davon 53 Zuspiele, von denen auch noch 85 Prozent beim Mitspieler ankamen präsentierte sich Delaney außerdem nicht nur außerordentlich aktiv, sondern auch sehr stark im Spielaufbau. Dabei hatte er gerade einmal 71 Minuten auf dem Platz gestanden. Comunio belohnte das mit fünf Punkten. 

Die Top-Elf des 4. Spieltags

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Tor: Gregor Kobel (VfB Stuttgart) - 7 Punkte | Bildquelle: imago images / Contrast

Dieses Potenzial hat er: Delaneys Art, Fußball zu spielen, passt nicht zwingend zum spielstarken BVB. Der 29-Jährige gehört im Gegensatz zu vielen seiner Mitspieler nicht zu den feinsten Fußballern der Liga, besticht stattdessen aber vielmehr mit Robustheit und Zweikampfstärke. Und genau dieses Profil gibt es bei Dortmund eher selten. Sieht man mal von den regelmäßigen Vorstößen ab, ähnelt Delaney noch am ehesten Emre Can, doch der wird ohnehin derzeit ausschließlich in der Abwehrkette gebraucht. 

Im zentralen, defensiven Mittelfeld gibt es mit Julian Brandt, Jude Bellingham und Mo Dahoud gleich drei sehr ähnliche Spielertypen, die sich um den Platz auf der etwas offensiveren Achterposition streiten. Delaney gilt deshalb eher als Ersatz für Axel Witsel, der ohnehin immer mal wieder eine Pause brauchen wird. 


Nach dem Auftritt gegen Hoffenheim ist es aber alles andere als ausgeschlossen, dass aus Delaney möglicherweise im Herbst seiner Karriere noch ein Innenverteidiger wird. Ähnliche Beispiele gibt es genug (Sven Bender, Kevin Vogt, Joshua Guilavogui). Der Däne wird aber vor allem immer dann gebraucht, wenn ein Spiel auf der Kippe steht und man Akteure benötigt, die im Zweifel keine Freunde kennen. 

Ohnehin täuscht der Eindruck vielleicht ein wenig, dass Delaney kaum eine Rolle mehr spielt. Sofern er fit war, spielte er meist. In zweieinhalb Jahren beim BVB saß er in der Bundesliga nur sechsmal über die vollen 90 Minuten auf der Bank. Und auch in dieser noch jungen Spielzeit kam er in fünf der sechs Pflichtspiele zum Einsatz. Ob er die 132 Punkte seiner besten Comunio-Saison 2018/19 noch einmal reißen kann, sei mal dahingestellt. Für den aktuell sehr niedrigen Marktwert bekommt man aber einen Dortmunder mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Autor: Karol Herrmann

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