Die Mannschaft der Stunde: Bayer Leverkusen

Foto: © imago / Moritz Müller

Schlittert Gladbach in eine Krise? Hat der BVB seinen Zauber zumindest temporär verloren? Was ist da in Leverkusen los? Wir werfen einen Blick zurück auf den gestrigen Pokalabend und sortieren mal, was eigentlich passiert ist. 

Wer es bis jetzt noch nicht erkannt hat, ist falsch in diesem Spiel – oder hat diesen Sport nie geliebt: Karim Bellarabi ist gerade dermaßen hot, dass der Stürmer aktuell immer kurz davor steht, eine Brandspur in die Außenbahnen der deutschen Stadien zu brennen. Nicht einmal eine leichte Verletzung inklusive kurzer Trainingspause zu Wochenbeginn konnten den 28-Jährigen stoppen. Diesmal erwischte es Borussia Mönchengladbach, gleich zweimal traf der ehemalige Nationalspieler – und schraubte seine Ausbeute damit auf sechs Treffer in den letzten vier Pflichtspielen. Es scheint, als wäre Bayer Leverkusen so etwas wie das Team der Stunde. Anders lassen sich elf (!) Tore in zwei Spielen gegen zwei der Topteams der bisherigen Saison kaum erklären. Ärgerlich: Aleksandar Dragovic musste schon nach einer Viertelstunde verletzt runter, dem Verteidiger, der sich erst in die Stammelf gespielt hatte, zwickte es im Oberschenkel. Für den Österreicher kam dann Tin Jedvaj, der auch prompt traf.

Bitterer Abend für Gladbach

Bis zum 0:3 habe man es ganz ordentlich gemacht, stellte Fohlen-Coach Dieter Hecking nach dem 0:5-Debakel milde fest, nur über die Gegentreffer vier und fünf ärgerte er sich sehr. Auch seine Spieler wollten der „unglücklichen“ (Lars Stindl) Höhe des Ergebnisses nicht zu viel Bedeutung beimessen. Ärgerlich war viel mehr, dass die Fohlen gegen disziplinierte und handlungsschnellere Leverkusener vor allem offensiv wenig ausrichten konnten, die für Plea (angeschlagen), Strobl und Zakaria in die Mannschaft gekommenen Neuhaus, Herrmann und Kramer konnten jedenfalls nicht nachhaltig in eigener Sache werben. EInzig der nach der Halbzeit ins Spiel gekommene Ibrahima Traoré konnte seine Aktien verbessern.

Kaufempfehlungen 2-3 Mio: Potenzial und Soforthilfe satt!
Sieht nicht so aus, aber es läuft bei Daniel Ginczek

Für 2-3 Millionen gibt´s schon richtig Qualität. Und vor allem: In diesem Segment gibt es Jungs, deren Marktwert noch richtig eskalieren kann. Wir haben vier Spieler, die auch kurzfristig für richtig Punkte gut sind.

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Lange Abende für Schalke, Dortmund und den Club

Reihenweise blaue Augen gab es da gestern Abend für die Bundesligisten. In Nürnberg dürften sie sich zusätzlich zum glücklichen Weiterkommen bei Hansa Rostock jedoch freuen, dass mit den eingewechselten Zrelak (schon wieder) und Palacios zwei Stürmer effektiv trafen, die die Franken im Abstiegskampf dringend benötigen, sollte Mikael Ishak weiter so hartnäckig mit seinen Blessuren ringen müssen. 

Auf Schalke dagegen ist ebenfalls durchatmen angesagt: Erst in der 89. Minute rettete Nabil Bentaleb seine Mannschaft in die (torlose) Verlängerung anschließend blieben alle fünf Schalker Schützen vom Punkt aus cool – sogar Mark Uth traf und schoss die Königsblauen in die zweite Runde. Erkenntnisse des Abends: Beim FC Schalke stimmt derzeit die Moral, ansonsten kommt das Team von Trainer Domenico Tedesco einfach nicht in Fahrt, offensiv ist das alles wenig zwingend. Für Comuniomanager bedeutet das: Am Schalker Markt herrschen derzeit eher Einstiegskurse, auf Kursexplosionen sollte man aber nicht hoffen. Zu tief steckt der Sand derzeit im Getriebe.

Beim BVB lautete die einzige gute Nachricht: Weiter gekommen. Denn der „zweite Anzug“ (Hitz, Toprak, Weigl, Wolf, Kagawa, Pulisic und Philipp begannen für den verletzten Piszczek, Witsel, Sancho, Reus, Guerreiro  und den kranken Mario Götze) mühte sich schwer gegen forsche Berliner. Zu allem Überfluss musste dann auch noch Verteidiger Abdou Diallo schon nach einer Viertelstunde verletzt raus, ob der Franzose am Wochenende gegen Wolfsburg wird auflaufen können, ist noch nicht bekannt.

Die Rotationsmaschine läuft bei RB und Hoffe

Freiwillig warfen Julian Nagelsmann und Ralf Rangnick die Rotationsmaschine an. Während Rangnick viermal frisches Blut brachte (Klostermann, Konaté, Kampl und Augustin durften für Mukiele, Orban, Laimer und Werner an), tauschte Nagelsmann bei seiner TSG sogar auf sechs Positionen das Personal: Kobel, Adams, Demirbay, Schulz, Bittencourt und Szalai kamen für Baumann, Kaderabek, den angeschlagenen Grillitsch,  Nelson, Zuber und Joelinton.

Den Unterschied machte dann aber doch einer der Etablierten, der eingewechselt wurde: Timo Werner kam zur Halbzeit, machte zwei Tore und entschied das Spiel. Die gute Nachricht für alle Comuniospieler: Keiner verletzt, der allererste Anzug gut erholt, niemand aus der zweiten Reihe hat sich nachhaltig ins Blickfeld gespielt – viel Planungssicherheit!

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Autor: Till Erdenberger

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