Ein Schritt zurück nach vorn? Der HSV kann noch richtig was erreichen.

Foto: © imago /Jan Huebner
Man sollte denken, dass nach bald 1900 Bundesligaspieltagen die Ewige Tabelle ziemlich in Beton gegossen ist. Aber weit gefehlt: Am Wochenende könnten sich gleich drei Teams um einen Platz verbessern. Darunter eine echte Überraschungsmannschaft!

RB Leipzig (113 Punkte, Platz 40)

Noch nicht am kommenden Wochenende, aber auf alle Fälle noch in dieser Saison wird man sich in Leipzig den nächsten ehemaligen Bundesliga-Konkurrenten einverleiben. Im Moment fehlen noch vier Punkte auf den SV Darmstadt 98 und Platz 39. Da man in Hessen im Moment bekanntermaßen ganz andere Sorgen und wenig entgegen zu setzen hat, könnte es schon am übernächsten Spieltag so weit sein, wenn RB in Bremen um historische und ganz tagesaktuelle Punkte kämpft.

FC Augsburg (284 Punkte, Platz 29)

Vor allem eine fulminante Hinrunde hat das Team von Manuel Baum in die Lage gebracht, am Wochenende schon mit einem Unentschieden vor heimischem Publikum den SV Waldhof Mannheim, immerhin der Verein von Christian Wörns, Jürgen Kohler, der Förster-Brüder, Hakan Calhanoglus und von Dieter Schlindwein, vom 28. Platz der Ewigen Tabelle zu verdrängen. Das Problem: Am Wochenende kommt der FC Bayern und wird sicher etwas dagegen haben und lieber seinerseits mit einem Sieg stilvoll die Deutsche Meisterschaft unter Dach und Fach zu bringen.

Dann kommt das vorläufige Ende einer bemerkenswerten Klettertour halt eine Woche später: Durch die bisher 36 Punkte ließen die Augsburger bereits den FC St. Pauli (254 Punkte), Rot-Weiß Essen (262) und zuletzt Kickers Offenbach (282) hinter sich. 

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Hannover 96 (1146 Punkte, Platz 16)

Aufgepasst, MSV Duisburg, von hinten fliegt jemand vorbei: Hannover 96 schickt sich nämlich an, zum Überholen anzusetzen. Mit einem Sieg im Heimspiel gegen den SV Werder Bremen würden sich die Niedersachsen mit dann 1149 Punkten am MSV Duisburg (1147) vorbei auf Platz 15 vorbei schieben. Und derzeit sieht es ja nicht danach aus, als könnten die Erben von „Boss“ Rahn in Kürze verlorenen Boden wieder gut machen: Zuletzt kam man in der Zweiten Liga gegen den 1.FC Kaiserslautern mit 1:4 böse unter die Räder, damit sind auch die letzten zarten Gedanken an einen Aufstieg wieder verflogen. Immerhin: Den Zebras ging es schon deutlich schlechter.  

Hamburger SV (2721 Punkte, Platz 4)

Wie zerronnen, so wieder zurück gewonnen? Der HSV liegt mit 2721 weiterhin in Schlagdistanz zum BVB (2723), der sich jüngst mit einem 1:0 gegen Hannover 96 in der Ewigen Tabelle an den akut abstiegsgefährdeten Hanseaten vorbei geschoben hat. Sollten Holtby, Hunt und Co. im Endspurt auf die Punkte all der Seelers, Magaths, Hrubeschs und Kaltz´ auch noch ein paar eigene drauf satteln können, könnte also Kurioses gelingen: Absteigen und gleichzeitig in der Ewigen Tabelle klettern. Mal sehen, wie die schwarz-gelben Borussen die Klatsche bei den Bayern verarbeiten…

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Und sonst? 

In der kommenden Saison könnten die nächsten Clubs klettern. So könnte der 1.FSV Mainz 05 (derzeit 507 Punkte) den in der Versenkung verschwundenen KFC (ehemals Bayer 05) Uerdingen (543 Punkte) kassieren und auf Platz 24 klettern. Dafür müssen die Rheinhessen aber natürlich erstmal in dieser Saison die Klasse halten. Ebenfalls einen Schritt nach vorne dürfte in der kommenden Spielzeit für Bayer Leverkusen anstehen. Heiko Herrlich hat seine Truppe bis auf 40 Punkte an den 1. FC Kaiserslautern (2094 Punkte) heran geführt und wird 2019 einen Platz in den Top10 der Ewigen Tabelle der Bundesliga einnehmen.

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Autor: Till Erdenberger

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