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Sie waren bei vielen Comunio-Managern noch im Sommer hoch im Kurs. Doch die Bilanz fällt besonders bei diesen fünf Spielern aus Hamburg, Köln, Hoffenheim und Leipzig extrem ernüchternd aus.

Bobby Wood (Hambuger SV, Sturm)

Punkte 2016/17: 31
Punkte 2017/18: -21

Ein Comunio-Schwergewicht war Bobby Wood zwar auch in seiner Debütsaison in der Bundesliga nicht, doch soll der Angreifer wegen seiner durchaus ansprechenden Leistungen der Saison 2016/17 sogar auf dem Einkaufszettel von Borussia Dortmund gestanden haben. Dass der Stürmer seit August nicht mehr getroffen hat und seinen Stammplatz an einen 17-Jährigen verloren hat, ist das Eine, viel größere Sorgen dürfte jedoch der Zustand seines Knies bereiten. Ein offensichtlicher Schaden, von dem der HSV bereits vor der Verpflichtung des US-Amerikaners wusste. Mehrmals musste Wood deshalb in dieser Saison passen und das unsichere Knie scheint ihm auch auf dem Platz irgendwie im Wege zu stehen. Mit 21 Minuspunkten steuert er jedenfalls mit großen Schritten auf die Flop-10 der Comunio-Historie zu.

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Lewis Holtby (Hamburger SV, Mittelfeld)

Punkte 2016/17: 34
Punkte 2017/18: 4

Holtby war beim strauchelnden HSV immer noch derjenige, der sich den Allerwertesten aufriss und bei jeder Gelegenheit versuchte, die Fans im Stadion mitzureißen. Rein sportlich hingegen scheint sich die einst so vielversprechend gestartete Karriere in einer dunklen Sackgasse zu befinden. Seit dem 9. Spieltag hat Holtby keine Sekunde mehr gespielt, war meist noch nicht einmal Bestandteil des 18er-Kaders. Sein Wunsch, für die Reserve zu spielen, wurde abgelehnt. Man möge den Talenten schließlich nicht den Weg verbauen. Eine schallende Backpfeife für den immerhin dreimaligen Nationalspieler. Beim HSV wird man indes nicht ganz traurig sein, wenn man den Top-Verdiener zeitnah von der Gehaltsliste streichen könnte.

Yuya Osako (1, FC Köln, Sturm)

Punkte 2016/17: 113
Punkte 2017/18: -12

Der Japaner hat wohl den tiefsten Fall aller Comunio-Akteure hingelegt. Letzte Spielzeit noch einer der Garanten für den Kölner Einzug in den Europapokal, agiert Osako 2017/18 bislang völlig indisponiert. Nach sechs Spieltagen hatte der 27-Jährige bereits 16 Minuspunkte angehäuft. Und wo es doch ohnehin schon so beschissen lief, fing sich Osako auch noch einen Platzverweis und eine Lungenentzündung ein. Es könnte eigentlich gar nicht mehr schlimmer kommen, sollte man meinen. Doch im jetzt recht prominent besetzten Sturm mit Sehrou Guirassy, Jhon Cordoba, Claudio Pizarro und Neuzugang Simon Terodde, wird es Osako in der Rückrunde schwer haben, seinen Platz zu finden.

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Bild 10 von 10

Platz 1: Timo Horn, Tor, 46 Punkte in 17 Spielen | Bildquelle: Imago

 

Felix Passlack (1899 Hoffenheim, Abwehr)

Punkte 2016/17: 4
Punkte 2017/18: 8

Das Tauschgeschäft Toljan/Passlack zwischen Hoffenheim und Dortmund schien auf den ersten Blick viel Sinn zu machen. Toljan könnte dem BVB sofort weiterhelfen, Hoffenheim bekam dafür für zwei Jahre das vielleicht größte deutsche Talent auf der rechten Außenverteidiger-Position. Dass beide dann aber derartige Anpassungsschwierigkeiten bekommen sollten, konnte Keiner ahnen. Toljan hat sich immerhin seit der Amtsübernahme von Peter Stöger akklimatisiert, Passlack gibt dagegen weiterhin Rätsel auf. Selbst als sich der etatmäßiger Rechtsverteidiger Pavel Kaderabek verletzte, schaffte es Passlack nicht in den Kader. Inzwischen ist er meist in der Regionalliga bei der Reserve am Ball. Immerhin macht Hoffenheims Direktor Profifußball Alexander Rosen Hoffnung: „Wir geben ihm die Zeit. Nicht umsonst ist der Leihvertrag auf zwei Jahre ausgelegt.“

Emil Forsberg (RB Leipzig, Mittelfeld)

Punkte 2016/17: 179
Punkte 2017/18: 25

Jetzt mag Emil Forsberg nicht gerade zu den größten Graupen der bisherigen Saison gehören, doch wir müssen einfach betrachten, wo der Schwede herkommt. Letzte Saison ohne Zweifel einer der besten Spieler der Liga, zumindest aber schon mal bester Vorbereiter. Diese Spielzeit kommt Forsberg aber noch nicht annährend in diese Form.  Gerade mal ein Tor (per Elfmeter) und zwei Assists stehen auf seiner Habenseite. Zehn Spieler im Leipziger Kader haben bislang besser gepunktet. Ob ihn die vielen Wechselspekulationen im Sommer beeinträchtigt haben? Fest steht nur, dass Forsberg seine Punkteausbeute aus dem vergangenen Jahr nur noch mit übernatürlichen Leistungen erneut erreichen kann.

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