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Nach 24 Spieltagen findet sich Werder Bremen immer noch mitten im Abstiegskampf wieder. Doch spätestens seit der Winterpause präsentiert sich das Team viel gefestigter. In den letzten zwölf Spielen kassierten nur zwei Teams weniger Gegentore. Lässt sich das auch bei Comunio belegen?
13 Tore kassierte Werder in den letzten zwölf Spielen. Das sind genauso viele wie Borussia Dortmund. Nur Bayern München (5) und 1899 Hoffenheim (11) schneiden in dem Zeitraum besser ab. Das ist sicher überraschend und führt die immer noch gerne verwendete Bezeichnung „Schießbude der Liga“ ad absurdum.
Das Gerede rührt noch aus dem ersten Saisondrittel her, als die Bremer nach zwölf Spielen bereits 31 Mal bezwungen wurden. Und obwohl Werder immer wieder zwischen Dreier- und Viererkette switcht – häufig sogar während einer Partie – steht das Team von Alexander Nouri deutlich kompakter.
Das ist alles schön und gut, doch bei Comunio zählen allein die Punkte. Daher schauen wir, ob sich diese neu gewonnene Stabilität auch in Punkten widerspiegelt.
Moisander und Sane grundsolide
Den Kern der Verteidigung bilden Lamine Sane und Niklas Moisander. Beide hatten im Frühherbst schon mal ein Zwischenhoch, das dann aber wieder verflachte. Was aber nicht bedeutet, dass sie seitdem nicht mehr zu empfehlen sind. Sane bringt es in den letzten zwölf Partien auf 32 Punkte. Das macht einen ordentlichen Schnitt von 2,67 Punkten (Hochgerechnet sind das 91 Punkte).
Zum Vergleich: Im ersten Saisondrittel kam der Senegalese in neun benoteten Spielen auf nur fünf Punkte. Dem Kastastrophenstart von -18 Zählern in den drei Skripnik-Spielen sei Dank.
Nebenmann Moisander entwickelte sich zuletzt ebenfalls zum Punktehamster. Waren es in den ersten zwölf Partien (zehn benotete Einsätze) nur 16 Punkte (1,6 Punkte pro Partie), kommt er seitdem auf immerhin 26 Punkte in elf Spielen (2,36 Zähler im Schnitt). Beide Innenverteidiger gibt es für unter zwei Millionen.
Bauer einer der besten Verteidiger
Einer, der sinnbildlich für die neue Stabilität steht, ist Robert Bauer. Egal auf welcher Position, der Neuzugang aus Ingolstadt haut sich rein. Bauer ist keiner, der als Außenverteidiger die Linie rauf und runter jagt, aber durch seine defensive Präsenz ist er enorm wichtig.
Doch auch bei ihm schlug sich das erst im Laufe der Saison in Punkte nieder. Nachdem seine ersten drei Spiele (alle unter Skripnik) in -10 Punkten mündeten, folgte danach nur noch ein Spiel mit Minuspunkten (-2 gegen die Bayern).
36 Punkte in den letzten zwölf Spielen kämpfte Bauer zusammen. Im gleichen Zeitraum punkteten nur fünf Verteidiger, die ebenfalls ihre Statistik nicht durch ein Tor pimpen konnten, besser. Mats Hummels, Niklas Süle, Philipp Lahm, Kevin Vogt, Marcel Halstenberg und eben Bauer.
So „teuer“ wie aktuell (1,57 Mio. am Montag) war er zwar nie in den letzten zwölf Monaten, aber eigentlich müsste er mit der Ausbeute das Doppelte wert sein.

































