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Düsseldorf hat mit Valon Berisha von Lazio Rom einen Mann geholt, der sofort helfen soll. Der Kosovare hat viel Erfahrung, seine Karriere stagnierte zuletzt jedoch. Der Comunio-Check.

Position: Valon Berisha ist im zentralen Mittelfeld zu Hause und ein typischer „Achter“ der für das Spiel zwischen Defensive und Offensive zuständig ist. Seine Stärken sind dabei jedoch eher im Zug nach vorne zu suchen. So tritt er nicht selten als Vorbereiter oder Torschütze in Erscheinung. Düsseldorfs Sportdirektor Lutz Pfannenstiel sagt außerdem: „Mit seiner ideenreichen Spielweise wird er uns die Kreativität verleihen, die uns in dem einen oder anderen Spiel der bisherigen Saison gefehlt hat.“

Bisherige Karriere: Der gebürtige Kosovare wurde in Norwegen, wo er ebenfalls eine Staatsbürgerschaft besitzt, mit nur 17 Jahren bei Viking Stavanger zum Profi. Nach drei Jahren ging es weiter nach Österreich zu RB Salzburg, wo Berisha seine beste Zeit hatte. Nach sechs Spielzeiten und 167 Spielen in der österreichischen Bundesliga standen bei ihm stolze 82 Torbeteiligungen zu Buche, verteilt auf 31 Treffer und 51 Vorlagen.

Die Top-Elf des 19. Spieltags

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Tor: Rafal Gikiewicz (1. FC Union Berlin) - 11 Punkte | Bildquelle: imago images / Christian Schroedter

Grund genug, für Lazio Rom, um zuzuschlagen. Für knapp acht Millionen Euro ging es 2018 nach Italien. Dort kam die Karriere des inzwischen 26-Jährigen ins stocken. Berisha spielte in den letzten beiden Jahren nur acht Mal in der Liga. Düsseldorf hatte deshalb die Chance zuzugreifen, zunächst leihweise, im Sommer gibt es dann eine Kaufoption für sieben Millionen Euro.

Interessant: Berisha hatte bereits 20 Länderspiele für Norwegen gemacht, entschied sich nach der Aufnahme der UEFA im Jahr 2016 aber, für den Kosovo zu spielen. Dort ist er in der Nationalelf gesetzt. Aber auch unabhängig davon ist Berisha international erfahren: Insgesamt kommt er auf 54 Europapokalspiele, hauptsächlich in der Europa League.

Einstiegsmarktwert: 3 Mio. Damit liegt er ziemlich genau auf Höhe seines Mannschaftskameraden Kevin Stöger und ist in etwa so teuer wie Frankfurts Mijat Gacinovic.

Situation: Düsseldorf braucht im Abstiegskampf Leute, die sofort helfen, und das kann Berisha. Die Tage der Oldies wie Bodzek oder Fink dürften nach der Entlassung von Friedhelm Funkel gezählt sein. Berisha kann genau auf diesen Positionen in der Zentrale spielen. Der schärfste Konkurrent dürfte der nach seinem Kreuzbandriss wiedergenesene Kevin Stöger sein.

Ein weiterer Pluspunkt: Berisha und der neue Fortuna-Coach Uwe Rösler haben eine gemeinsame Vergangenheit. Rösler holte ihn als 16-Jähriger zu Viking Stavanger, wo er damals Trainer war. 

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Marktwertpotenzial: Beim Tabellenletzten halten sich die Marktwerte traditionell im Rahmen. Es könnte also gut sein, dass man hier mittelfristig ein ordentliches Preis-Leistungsverhältnis bekommt. Vielmehr als 3 Mio. ist bei Düsseldorfern mittelfristig aber nicht drin, es sei denn, man heißt Rouwen Hennings und trifft zweistellig. Berisha hat aber durchaus das Potenzial, eine zentrale Figur der Fortuna in dieser Rückrunde zu werden und für das ein- oder andere Tor ist er auch gut.

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Autor: Karol Herrmann

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