Machs noch dreimal, Timo_ Timo Werner überzeugt gerne im Endspurt

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Die Saison langsam austrudeln lassen? Von wegen! Wir haben mal geschaut, wer 2016/2017 zum Saisonende einen besonders langen Atem bewiesen hat. Vielleicht ein Fingerzeig fürs anstehende Saisonfinale?

Timo Werner (RB Leipzig, Sturm, 9.280.000, 85 Punkte)

Das war mal ein Saisonfinale mit Knalleffekt: Leipzigs Timo Werner erzielte 2016/17 ab dem 32. Spieltag vier Tore, sammelte 32 Punkte – und brauchte dafür nur zwei Spiele. Gegen die Hertha und die Bayern schnürte der RB-Angreifer jeweils einen Doppelpack, zum Rundenausklang gegen Frankfurt musste der Nationalspieler dann passen. 

2016/17 traf Werner 21 mal in 31 Spielen – eine Quote, von der der 22-Jährige in diesem Jahr nur träumen kann. Mit Blick auf bisher elf Saisontore besteht für Werner-Manager noch gute Hoffnung, dass sich diese Bilanz gegen Mainz 05, Wolfsburg und Hertha BSC noch verbessern lässt.

Kai Havertz (Bayer Leverkusen, Mittelfeld, 6.850.000, 78 Punkte)

34 Punkte und drei Tore in den letzten drei Spielen 2016/17: Wow! Und das Ganze als 17-Jähriger, eigentlich noch lange nicht der U19 entwachsen: Doppel-Wow! Der Stern von Bayers Kai Havertz, stieg in der Rückrunde der vergangenen Saison endgültig auf und heute ist der inzwischen immerhin 18-Jährige längst eine etablierte Stammkraft (27 Bundesligaeinsätze 2017/18) und seit dem 4:1 über Eintracht Frankfurt sogar der jüngste Spieler mit 50 Bundesligaspielen.

Für den Saisonendspurt dürfte Havertz gesetzt sein, auch wenn er zuletzt hin und wieder von der Bank kam. Gegen den VfB Stuttgart, Werder Bremen und Hannover 96 darf der Offensivmann wohl ausgiebig versuchen, seine bisher 78 Saisonpunkte noch etwas aufzustocken.

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Alfred Finnbogason (FC Augsburg, Sturm, 3.880.000, 74 Punkte)

Pünktlich zum Saisonfinale ist Augsburgs isländischer Torjäger Alfred Finnbogason nach längerer Verletzungspause wieder fit geworden und hat die seinen gegen schwache Mainzer prompt zum endgültigen Klassenerhalt geschossen. Tja, Saisonendspurt kann er eben einfach, der 29-Jährige: Schon 2016/17 erzielte er in den letzten drei Spielen die beiden letzten Augsburger Treffer der Saison und sammelte so im Alleingang die nötigen Punkte zum knappen Klassenerhalt.

Diese Saison ist der FCA völlig überraschend schon gerettet, die Mannschaft von Trainer Manuel Baum kann es gegen Hertha, Schalke und Freiburg eigentlich locker angehen lassen. Alfred Finnbogason dürfte allerdings nach bisher nur 19 Saisoneinsätzen (zwölf Tore) noch hungrig sein – und vielleicht sogar für einen neuen Verein vorspielen wollen? Der Torjäger soll beim Neuaufbau der Hoffenheim-Offensive eine Option sein.

Alexander Schwolow (SC Freiburg, Torwart, 440.000, 60 Punkte)

Einer, dem die Form aus dem Mai 2017 auch in dieser Saison sehr gut zu Gesicht stehen würde, ist Freiburgs Torwart Alexander Schwolow, der in der zuende gehenden Runde doch einige Male glücklos agierte. Ganz anders im Endspurt der vergangenen Saison: Vier Punkte beim 2:0 gegen Schalke waren der lockere Aufgalopp für das große Finale mit acht Punkten aus dem 1:1 gegen den FC Ingolstadt und schließlich bockstarken zehn Punkten am letzten Spieltag beim 1:4 gegen die Bayern, wo der Keeper alleine mehr als die Hälfte der Punkte seines Teams holte.

Und diese Saison? Müssen sie in Freiburg darauf hoffen, dass der 25-Jährige noch einmal die Kohlen aus dem Feuer holt, sonst droht Christian Streich und seiner Truppe mindestens die Relegation. Immerhin: Bei der bitteren 0:1-Niederlage in Hamburg war der Torwart mit sechs Punkten bester Freiburger. Vielleicht schon die Vorahnung auf einen wieder fulminanten Endspurt?

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Autor: Till Erdenberger

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