Die Neuzugänge des FC Bayern konnten bislang nicht groß überzeugen.

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Der FC Bayern ist „Herbstmeister“ und steht mit vier Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze der Bundesliga. Trotzdem läuft beim Team von Hansi Flick nicht alles rund. Vor allem die Sommer-Neuzugängen sind keine Verstärkungen. Daher: Finger weg von Sarr, Roca und Co.!

Am 5. Oktober ging es heiß her an der Säbener Straße. Ganze vier Neuzugänge wurden am letzten Tag der Transferperiode präsentiert. Mit Thiago, Philippe Coutinho und Ivan Perisic hatte man drei durchaus wichtige Spieler verloren.

Mit Tanguy Nianzou, Marc Roca, Leroy Sané, Bouna Sarr, Marc Roca, Tiago Dantas, Douglas Costa und Eric Maxim Choupo-Moting wollte man diese Verluste auffangen. Letztlich konnte bislang eigentlich nur einer dieser acht Neuzugänge dem FC Bayern im Ansatz helfen.

Tanguy Nianzou (Abwehr, 1.410.000, 2 Punkte)

Der französische Youngster kam ablösefrei von PSG und wurde von FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic als eines der größten Talente im europäischen Fußball bezeichnet.  Bitter, dass Nianzou sein Können noch nicht unter Beweis stellen konnte.

Kurz nach seinem Wechsel zog er sich einen Sehnenriss im Oberschenkel zu, im Herbst dann einen Muskelbündelriss. Lediglich 21 Minuten Bundesliga-Luft konnte der Abwehrspieler daher bislang schnuppern. Inzwischen trainiert er wieder mit dem Team.

Vielleicht kommen in den kommenden Wochen ein paar Minuten dazu, in denen sich der 18-Jährige zeigen kann. Nianzou wird nämlich nicht nur von Brazzo hoch geschätzt, auch Ralf Rangnick und andere Experte haben eine hohe Meinung vom Franzosen.  


 

Bouna Sarr (Abwehr, 1.210.000, 7 Punkte)

Bei Olympique Marseille reiben sie sich vermutlich immer noch die Hände, dass sie für Sarr im Sommer 8 Millionen kassiert haben. Und auch der Rechtsverteidiger freut sich über einen Vierjahresvertrag (!) an der Säbener Straße. 

Dass er  die Klasse für den FC Bayern hat, das konnte Sarr allerdings noch in keiner Weise unter Beweis stellen. Teilweise wirkt er überfordert, körperlich nicht auf der Höhe und taktisch nicht gut genug. Bestes Beispiel sein schlechter Pass auf Joshua Kimmich gegen den BVB, der den deutschen Nationalspieler derart in die Bredouille brachte, dass er sich im Zweikampf mit Erling Haaland schwer am Knie verletzte.

Der „geile Zocker“ (O-Ton Brazzo) sollte eigentlich Backup für Landsmann Benjamin Pavard werden, schafft es an manchen Spieltagen aber nicht einmal in den Kader. Dadurch, dass Pavard aktuell auch schwächelt, haben die Bayern rechts hinten ein Problem, weshalb dort schon Niklas Süle aushelfen musste…

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Marc Roca (Mittelfeld, 1.290.000, 1 Punkt)

Als Thiago-Nachfolger von Espanyol Barcelona im Sommer geholt, kommt der Spanier auch lediglich auch zwei Kurzeinsätze in der Bundesliga. Dass er mit dem Tempo beim FC Bayern auf der Sechs noch überfordert ist, zeigt die Tatsache, dass er in der Champions League bei seinem Startelfeinsatz nach 60 Minuten mit Gelb-Rot vom Platz flog.

Zwar ist Roca ein ordentlicher Fußballer, aber für die Ansprüche des FC Bayern reicht es offenbar nicht aus. Er wird vermutlich auch in der Rückrunde wenig Möglichkeiten bekommen, sich zu zeigen. Obwohl es für den FC Bayern Anfang Februar zur Klub-WM geht. Flick vertraut auf der Sechs dann eher Routinier Javi Martinez, sollte dort mal Not am Mann sein.

Die Top-Elf des 17. Spieltags

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Tor: Roman Bürki (Borussia Dortmund) - 10 Punkte | Foto: imago images / Revierfoto

Tiago Dantas (Mittelfeld, 1.120.000, -)

Flicks Wunschspieler stand zwar bereits mal im Kader, zum Einsatz kam der junge Portugiese aber nicht. Die Leihgabe von Benfica Lissabon wird aller Voraussicht nach nicht fest verpflichtet. Auch schon aus dem Grund, weil Salihamidzic kein großer Fan von Dantas ist. 

Der Plan von  Flick war offenbar sowieso ein anderer. Er wollte dem Youngster nur die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln und Erfahrungen zu sammeln. Eine wirkliche Option fürs Mittelfeld war er offenbar nie.

Douglas Costa (Mittelfeld, 2.960.000, 20 Punkte)

Der Brasilianer war auch eher ein absoluter Not-Transfer von Brazzo. Sportlich spielt die Juve-Leihgabe beim FC Bayern noch keine große Rolle. In den vergangenen Partien kam er lediglich als Joker in den letztenMinuten zum Einsatz, wenn er denn im Kader  stand.

Der Fitness-Rückstand, den er im Oktober noch hatte, sollte nun langsam aufgeholt haben. Costa ist eine nette Option für Flick auf dem Flügel, aber keine Verstärkung. Da waren Perisic und Coutinho schon andere Hausnummern.

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Eric Maxim Choupo-Moting (Sturm, 1.610.000, 3 Punkte)

Böse Zungen an der Säbener Straße behaupten, er bringe immerhin gute Stimmung ins Team. Sportlich spielt „Choupo“ leider auch noch keine große Rolle. Natürlich ist es undankbar, dass er mit Thomas Müller und Robert Lewandowski genau die Spieler vor sich hat, die eigentlich nie eine Pause brauchen – und auch nie eine wollen.   

Trotzdem ist der Angreifer, der im Sommer von PSG nach München kam, auch noch keine wirkliche Option für Flick. Das zeigt die Tatsache, dass Choupo-Moting bei Rückstand gegen Gladbach in der Schlussphase nicht eingewechselt wurde. Vielleicht helfen ihm die zusätzlichen Trainingseinheiten durch das überraschende Pokal-Aus des FCB ja, um sportlich auch anzukommen. 

Leroy Sane (Sturm, 10.360.000, 50 Punkte)

Die Transfer-Saga um Sane zog sich über ein Jahr. Klar, dass sich dann natürlich horrende Erwartungen entwickeln. Man darf nicht vergessen, dass der Offensivspieler einen Kreuzbandriss hinter sich hat und im Herbst zudem eine weitere, kleine Knieverletzung erlitt. 

Insofern sind die Leistungen ordentlich, aber noch nicht das, was mann sich von Sane beim FC Bayern erwartet. Aktuell scheint es so, als entwickle er sich in die richtige Richtung und komme so langsam an. Vor allem in Sachen Einstellung hat der 24-Jährige einen Schritt nach vorne gemacht.

Das Team stellte sich zuletzt geschlossen hinter Sane – und auch Flick lobte seinen Flügelstürmer explizit. Doch einen Stammplatz hat der Dribbler noch nicht. Der Coach setzt zur Zeit noch eher auf Kingsley Coman und Serge Gnabry, weil er sich auf die verlassen kann. Allerdings ist es natürlich ein Wahnsinns-Luxus, Sane als Joker bringen zu können…  

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Autor: Florian Schimak

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