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In der Instagram-Fragerunde in dieser Woche ging es unter anderem um die Herren Kostic, Goretzka, Kramaric, Gonzalez, Cordoba, Sane, Reyna, Poulsen, Vogt und Guerreiro. Hier sind unsere Antworten.

Comunio Magazin: Das Zweikampfverhalten ist die eine Sache: Während Kostic auf 67 Prozent kommt, was für einen Außenbahnspieler überragend ist, gewinnt Goretzka nur 39 Prozent seiner insgesamt 23 Zweikämpfe. Für einen zentralen defensiven Mittelfeldspieler ist das mit Verlaub unterirdisch. Aber es ist nicht nur das: Goretzka ist, abgesehen von seinem Tor, an keinem weiteren Torschuss in der Partie gegen Gladbach mehr beteiligt. Kostic hingegen kommt auf gleich sieben Torschussbeteiligungen. Das war beim Spiel der Eintracht in Mainz ebenso Bestwert wie seine acht geschlagenen Flanken.

Comunio Magazin: Vogt profitiert an dieser Stelle vor allem von seiner Zweikampfquote. 86 Prozent ist schon ein Wert, von dem auch ein Virgil van Dijk nachts träumt. Bei Reyna dürften wir uns über die Nullnummer einig sein: Er war kaum ins Spiel eingebunden und in den gesamten 90 Minuten als Außenstürmer nicht an einem einzigen Torabschluss beteiligt. Bei Guerreiro bin ich tatsächlich selbst ein wenig verwundert, dass er nur einen Punkt bekommen hat. Zwar war er an keinem Tor direkt beteiligt (nur in der Entstehung zuvor) und bekam auch deshalb keine extra Punkte, doch seine Werte sind insgesamt eigentlich ganz in Ordnung (4 Torschussbeteiligungen, 56 Prozent Zweikampfquote). Möglicherweise liegt der Hund hier an der Vielzahl verlorener Bälle begraben. 

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Comunio Magazin: Ich sag mal so: Die tragen alle drei ein ordentliches Preisschild umher, kommen dafür mit ihrer zu erwartenden Punkteausbeute aber nur schleppend hinterher. Und allen drei fehlt es vor allem an Konstanz. Reyna ist natürlich noch jung und leistet sich immer mal wieder Auszeiten, so wie etwa zuletzt gegen Leipzig. Poulsen ist trotz des Leipziger Stürmer-Mangels auch nicht wirklich gesetzt und Sane hinkt seinen Ansprüchen doch mit Abstand am meisten hinterher.

Wenn wir bis jetzt ein Fazit ziehen, dann steht der Bayern-Stürmer bei 3,38 Punkten pro Spiel – und das für knapp 11 Mio. Mal zum Vergleich: Auf solche Werte kommen auch Freiburgs Lucas Höler oder Hoffenheims Sargis Adamyan. Erschwerend hinzu kommt, dass Sane ja alles andere als ein sicherer Stammplatzkandidat ist, zumindest wenn Gnabry und Coman fit sind. Ich würde mich also vom Bayern-Star trennen und mir dafür einen Stürmer vom Format Cunha, Bailey, Schick oder Gonzalez gönnen. Mit dem Risiko, dass Sane natürlich jederzeit durch die Decke gehen könnte.

Comunio Magazin: Beide mit ähnlich vielen Punkten, beide ähnlich teuer. Ich würde mich aus zwei Gründen für Endo entscheiden: 1) Der Stuttgarter hat fast genauso viele Punkte geholt, obwohl er im Vergleich zu Baumgartlinger noch kein Tor erzielt hat. Er hat also auch ohne Torerfolg ein höheres Punktepotenzial. 2) Wenn Charles Aranguiz, der inzwischen wieder im Training mitmischt, ein Thema für die Startelf wird, könnte Baumgartlinger öfter rausrotieren, als ihm lieb ist. Bosz hat bisher eigentlich immer auf Aranguiz gesetzt. 

Comunio Magazin: Ich tue mich auch nach längerem Nachdenken sehr schwer mit der Frage. Unter normalen Umständen würde ich Cordoba abgeben, doch bei Kramaric und Gonzalez gibt es aktuell kleinere Probleme. Kramaric hinkt seiner Form vor seiner Corona-Infektion aktuell meilenweit hinterher und bei Gonzalez gibt es Gerüchte, die einen Wechsel noch in dieser Transferperiode nicht komplett ausschließen. Trotzdem glaube ich, dass Kramaric und Gonzalez in der Summer einfach mehr Potenzial haben, um hier und da auch mal zweistellig zu Punkten. Die großen Ausbrüche nach oben sieht man bei Cordoba hingegegn nur selten. Trotz vier Saisontoren gab es für den Herthaner noch an keinem Spieltag zweistellige Punkte. Mein Gefühl neigt deshalb dazu, dennoch den Kolumbianer zu verkaufen. 

Comunio Magazin: Es kann bei Bensebaini eigentlich nur noch besser werden. Nach acht Einsätzen steht er gerade einmal bei 11 Punkten. Und der hotte Shit wie in der letzten Saison ist er ohnehin nicht mehr, was vor allem auch daran liegt, dass er keine Elfmeter mehr tritt. Trotzdem wäre mein Gefühl bei Mukiele in der Summer einfach besser. Sofern er fit ist, und das ist er jetzt wieder, hat er seinen Platz auf dem rechten Flügel bei Leipzig doch einigermaßen sicher. Und gelegentlich fährt der Franzose ja auch mal vier bis sieben Punkte an einem Spieltag ein.

Comunio Magazin: Es gibt doch nicht den geringsten Grund, warum man den besten Pekarik aller Zeiten verkaufen sollte. Unter den besten 30 Abwehrspielern, zu denen er gehört, haben gleich 29 einen deutlich höheren Marktwert als der Herthaner. Pekarik ist also nichts weniger als ein Geheimtipp mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. 

 

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