Jesper Lindström von Eintracht Frankfurt

Foto: © imago images / Jan Huebner
Neuzugang Jesper Lindström verschärft den Konkurrenzkampf in der Offensive von Eintracht Frankfurt weiter. Kann sich der 21-Jährige gleich im ersten Jahr behaupten? Wir stellen ihn vor.

Position

Mittelfeld. Jesper Lindström ist ein offensiver Mittelfeldspieler, ein klassischer Zehner, der aber auch über den Flügel kommen oder im Angriff agieren kann.

„Jesper Lindström bringt unheimlich viel mit für unser Spiel und wird uns mit seinen Qualitäten sicher weiterhelfen können. Er ist sehr schnell und hat in Dänemark gezeigt, dass er ein enormes Potenzial hat. Jesper verleiht uns weitere Möglichkeiten und mehr Variabilität“, kommentiert Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche den Transfer.


Bisherige Karriere

Eintracht Frankfurt ist für Jesper Lindström die erste Profistation nach Bröndby IF. Für die Dänen ging der 1,82-Meter-Mann durch diverse Jugendstationen und zeigte schon bei der U19 seine Torgefahr. Seit 2019 spielte er für die Profis von Bröndby IF.

In seiner ersten Saison tastete er sich noch weitgehend über Joker-Einsätze heran, 2020/21 folgte der Durchbruch. Neun Tore und neun Assists gelangen dem 21-Jährigen in 22 Spielen in der dänischen Liga. Im November 2020 feierte Lindström sein Debüt für die dänische Nationalmannschaft, im Sommer scheiterte er bei der U21-EM erst im Elfmeterschießen des Viertelfinales mit seiner Mannschaft gegen Deutschland.

Die besten Mittelfeldspieler der Saison 2020/21

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Platz 10: Daichi Kamada (Eintracht Frankfurt) - 137 Punkte | Foto: imago images / Sven Simon

Einstiegsmarktwert

7.000.000. Inzwischen kostet Lindström deutlich mehr, rund elf Millionen muss man für den Neuzugang mindestens hinlegen. Damit ist er etwa eine Million teurer als Filip Kostic und etwa doppelt so teuer wie Daichi Kamada und Amin Younes. Einzig der neue Eintracht-Stürmer Santos Borre kostet noch mehr.

Situation

Stand jetzt ist die Frankfurter Offensive, insbesondere die Zehn, ein kleines bisschen überfüllt. Daichi Kamada und Amin Younes sind Lindströms größte Konkurrenten, Ajdin Hrustic und Aymen Barkok in der Warteschleife. Auf dem linken Flügel, Lindströms zweitliebster Position, ist Filip Kostic gesetzt.

Allerdings gibt es viele offene Fragen. Bleibt Kostic? Bleibt Kamada? Für beide gibt es Interessenten, hauptsächlich aus Italien. Welches System bevorzugt Oliver Glasner, der neue Trainer? 3-4-2-1 oder 4-2-3-1?

Zunächst soll Lindström etwas Gewicht zulegen, um den körperlichen Anforderungen der Bundesliga standzuhalten. Dann gilt es, sich über die Testspiele zu empfehlen. Interessant: Gegen Sandhausen agierte Lindström als Sturmspitze. Das ist ein Indiz dafür, dass er – auch wenn alle Top-Spieler bleiben sollten – dank seiner Vielseitigkeit regelmäßig eingesetzt werden wird. Notfalls als Edel-Joker.

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Marktwertpotenzial

Das Marktwertpotenzial des Dänen ist so gut wie ausgeschöpft, viel weiter kann es nicht nach oben gehen. Und wenn wir ehrlich sind, ist ein achtstelliger Marktwert viel zu hoch angesetzt, denn so viel Talent Lindström auch mitbringt, man sollte in ihm nicht einen der ganz großen Stars der Saison 2021/22 sehen.

Sechs bis sieben Millionen wären zum jetzigen Zeitpunkt ein vernünftiger Preis. Die überzogenen Höhen wird Lindström aber noch einige Monate mitnehmen, bis sein Marktwert sich nach unten hin anpassen wird. Das könnte er nur verhindern, indem er auf Anhieb alles kurz und klein schießt.

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