Alexandru Maxim verstärkt die Mainzer Offensive

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Kenan Kodro. Alexandru Maxim. Viktor Fischer. Drei neue Namen für den FSV Mainz 05 binnen weniger Tage. Trainer Sandro Schwarz lässt einkaufen, muss aber einen Leistungsträger abgeben. So sortiert sich die Mainzer Offensive!

Von der Ära Martin Schmidt wird nicht allzu viel übrig bleiben – vor allem in der Offensive. Die Zeit, in der Spielmacher Yunus Malli hinter der Sturmspitze Jhon Cordoba agierte und Christian Clemens den Flügel unsicher machte, ist vorbei. Malli und Clemens gingen im Winter, jetzt ist auch Cordoba weg. Für 17 Millionen Euro zum 1. FC Köln.

Wie schnell der FSV auf einem zähen Transfermarkt die Weichen auf Neuanfang stellte, beeindruckte nicht wenige. Vor allem der Coup mit Alexandru Maxim, der zum Entsetzen vieler VfB-Fans für drei Millionen Euro den Verein wechselte, kam überraschend. Maxim sollte bereits im Winter verpflichtet werden, um Yunus Malli zu ersetzen. Mit etwas Verspätung ist der Rumäne nun da.

Maxim auf der Zehn gesetzt

Die Erwartungen in den spielstarken Zehner könnten kaum größer sein. Maxim erhält die Rückennummer zehn und ist auf dieser Position auch fest eingeplant. Das hartnäckige Werben um den Rumänen, der dem VfB sehr verbunden war, aber am Ende um die Freigabe bat, wurde belohnt. Maxim lechzt nach Einsatzzeit – um ihn zu überzeugen, mussten ihm die Mainzer Verantwortlichen eine entsprechende Perspektive bieten.

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Die Spielmacherposition war in der Rückrunde 2016/17 vakant – und die Spielkultur der Rheinhessen litt stark darunter. Auch unter Sandro Schwarz soll nicht ohne einen echten Zehner gespielt werden. Um Alexandru Maxim bildet sich jetzt eine Achse, die fußballerische Harmonie verspricht.

Flügelzange Öztunali-Fischer

Anhand der Stärken der Offensivspieler lässt sich Schwarz‘ Plan ablesen. U21-Nationalspieler Levin Öztunali dürfte auch unter dem neuen Coach gesetzt sein, kommt mit seiner Wucht und Schnelligkeit über die rechte Seite und wird von den klugen Bällen des neuen Spielmachers profitieren. Für die andere Seite wurde ein abschlusstarker Mann verpflichtet.

Viktor Fischer soll den neuen Linksaußen geben – und dabei eine Rolle spielen, wie sie früher Andre Schürrle einnahm. Von links kommend, ist Fischer ein inverser Spieler, der gerne in die Mitte zieht und mit seinem starken rechten Fuß den Abschluss sucht. Gut möglich, dass der FSV zur Ergänzung noch einen offensivstarken Linksverteidiger mit starkem linken Fuß und präzisen Flanken sucht.

Jairo soll verlängern – geht de Blasis?

Nach dem Fischer-Transfer wird spekuliert, dass Mainz einen der etablierten Flügelspieler abgeben wird. Jairo Samperio und Pablo de Blasis besitzen Verträge bis Sommer 2018, wären beide in einem Jahr ablösefrei. Für Mainz könnte es heißen: Mit einem verlängern, den anderen verkaufen. Oder doch mit beiden verlängern?

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Wie der kicker berichtet, möchte Sandro Schwarz den Vertrag von Jairo verlängern und der etwas eingeschlafenen Entwicklung des Spaniers neuen Schwung geben. Jairo ist in erster Linie ein Konkurrent für Fischer. Dass de Blasis deshalb geht, ist jedoch längst nicht gesagt, da der Argentinier mit seiner Vielseitigkeit und Verlässlichkeit besticht.

Muto, Kodro, Seydel oder Mister X

Schon die Möglichkeiten in der Offensivreihe hinter dem Mittelstürmer lässt trotz des schmerzhaften Cordoba-Abgangs keine Angst vor Ladehemmung aufkommen. Auch für die Position in vorderster Front hat Sandro Schwarz mehrere Optionen. Zum Einen den altbekannten Yoshinori Muto, der nach Verletzungen wieder richtig angreifen will. Als trickreiche, schnelle Spitze würde der Japaner die Mainzer Offensive noch unberechenbarer machen.

Zum Anderen hat Mainz mit Kenan Kodro einen echten Mittelstürmer verpflichtet, der darauf spezialisiert ist, den Ball zu halten und das Kombinationsspiel nach langen Bällen anzukurbeln. Der 1,90-Meter-Mann ist, was seine Anlagen betrifft, eine exzellente Verstärkung. Das muss er nun auch auf dem Platz zeigen.

Für den Fall der Fälle hat der FSV noch ein Ass im Ärmel. Youngster Aaron Seydel soll nach ersten Erfahrungen in der Bundesliga den nächsten Schritt machen. Zudem ist trotz der vielen Neuzugänge nicht ausgeschlossen, dass noch ein Angreifer verpflichtet wird. Genügend Geld hat man nach dem Cordoba-Transfer auf jeden Fall.

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