Foto: © imago images / Zink

Adrian Fein hat den Status des hoch veranlagten Spielers inzwischen verloren, denn zuletzt gab es einen kleinen Karriereknick. Jetzt soll der Bundesliga-Durchbruch gelingen.

Position

Adrian Fein ist ein zentraler Mittelfeldspieler. Vornehmlich agiert er als Sechser, entweder alleine oder als Teil einer Doppelsechs. Er kann aber auch auf der Acht, etwa in einem 4-3-3 oder als Zehner spielen. Der 22-Jährige ist stark am Ball, hat eine gute Übersicht und eine feine Technik. Vergleiche zu Toni Kroos wurden aufgrund dieser Spielweise und seiner Bayern-Vergangenheit bereits gezogen.

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Bisherige Karriere

Der gebürtige Münchner wechselte bereits als kleiner Steppke vom TSV 1860 zum FC Bayern, wo er sämtliche Jugendmannschaften bis zur Reserve durchlief. Nach einer guten ersten Seniorensaison in der Regionalliga ging er 2018 per Leihe in die 2. Bundesliga zum SSV Jahn Regensburg. Dort war Fein nicht nur direkt gesetzt, er weckte auch das Interesse des Hamburger SV.

2019/20 wurde er ebendort hinverliehen und spielte seine bis dato stärkste Saison. Fein war ohne Zweifel ligaweit einer der stärksten Sechser in dieser Spielzeit. Der FC Bayern um Hansi Flick plante nach seiner Rückkehr dann aber ohne ihn. Weil Fein aber bereits zu gut für die Amateure in der 3. Liga war, lotste ihn Roger Schmid zur PSV Eindhoven.

In der Eredivisie reichte es aber in der stark besetzten Mannschaft um Mario Götze, Denzel Dumfries oder Donyell Malen nur für eine Nebenrolle für Fein. Nur viermal stand er in der Startelf, kam 2020/21 gerade einmal auf 404 Einsatzminuten in der Liga. Nun also die bereits vierte Leihe für Fein, der vertraglich noch bis 2023 an Bayern gebunden ist.

Fein hat bereits 17 U-Länderspiele für den DFB absolviert und war 2019 zuletzt für die U21 aktiv.


Einstiegsmarktwert

Fein war bereits als Bayern-Spieler bei Comunio, konnte seinen Marktwert durch den Wechsel aber empfindlich steigern. Inzwischen steht er schon bei 2,3 Mio.

Situation

Fein ist zweifelsohne ein Spieler mit großen Qualitäten. Jetzt hat er endlich die Chance, diese in der Bundesliga nachzuweisen. Die Möglichkeiten sind sehr gut. Zwar sind mit Nils Seufert und Max Christiansen zwei weitere zentrale Mittelfeldspieler zur SpVgg Greuther Fürth gekommen, doch sollte Fein hier fußballerisch klare Vorzüge haben. Auf der Doppelsechs spielten bei Fürth in der Aufstiegssaison zumeist Anton Stach und Nunoo Sarpei. Hier hat Fein, der bei PSV auch Europapokal-Erfahrung gesammelt hat, beste Chancen, Teil einer Doppelsechs zu werden. Am wahrscheinlichsten an der Seite von Stach.

Dass Fürth schon seit Jahren an Fein interessiert war, spielt ihm zusätzlich in die Karten. Allerdings muss er auch wieder selbst die Kurve kriegen, da er zuletzt weder Hansi Flick noch Roger Schmid vollends von seinen Qualitäten überzeugen konnte.

Marktwertentwicklung

Aktuell lohnt es sich alleine wegen der Zinsen hier zumindest auf Marktwertniveau einzusteigen. Ansonsten hat Fein aber trotz seiner Position als Sechser gute Chancen, drei bis vier Millionen dauerhaft zu halten – Stammplatz vorausgesetzt. 2019/20 bewies er bei Comduo, dass mit ihm ein dreistelliges Ergebnis (102) binnen 34 Spieltagen einzufahren ist.

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Autor: Karol Herrmann

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