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Max Christiansen? Da klingelt doch was! Tatsächlich spielte der neue Fürther vor einigen Jahren schon mal in der Bundesliga. Kann er die zweite Chance nutzen?

Position

Max Christiansen ist äußerst flexibler Defensiv-Spezialist, der vorzugsweise im zentralen defensiven Mittelfeld auf der Sechs oder auf der Acht spielt. Er kann aber auch in der Innenverteidigung aushelfen.

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Bisherige Karriere

So mancher Comunio-Spieler wird sich vermutlich noch dunkel erinnern: Der bei Holstein Kiel und Hansa Rostock ausgebildete Christiansen war 2015/16 und 2016/17 Teil der gerade aufgestiegenen Mannschaft des FC Ingolstadt. Als damals jüngster Spieler kam er in diesen beiden Spielzeiten auf 30 Bundesliga-Einsätze, bei denen er immerhin 16 Mal in der Startelf stand.

Christiansen galt in jenen Tagen als große deutsche Nachwuchshoffnung und bestritt insgesamt 28 Partien für deutsche U-Nationalmannschaften. 2016 war er sogar Teil der Olympia-Mannschaft, kam beim Turnier in Brasilien zum Einsatz und holte an der Seite von Spielern wie Serge Gnabry, Matthias Ginter, Julian Brandt oder Niklas Süle Olympia-Silber, was auch nicht gerade jeder von sich behaupten kann.  

Im Anschluss geriet die bis dato steile Karriere aber ins Stocken. Weder bei Ingolstadt noch bei seinem Wechsel zu Arminia Bielefeld konnte sich Christiansen in der 2. Bundesliga als Stammkraft behaupten. Er musste also exakt einen Schritt zurückgehen, um wieder zwei nach vorne zu kommen. So schloss er sich 2019 dem Drittligisten Waldhof Mannheim an, wo er eine zentrale Rolle spielte und die Mannschaft bisweilen auch als Kapitän anführte.

Einstiegsmarktwert

Christiansen wurde nicht eingefroren, sondern erhält mit 500.00 einen neuen Marktwert, der für jeden Geldbeutel bezahlbar sein sollte.


Situation

Die Konkurrenz ist groß: Paul Seguin und Julian Green waren in der Aufstiegssaison der Fürther zuletzt auf der Achter-Position ebenso gesetzte Größen wie Anton Stach und Nunoo Sarpei auf der Sechs. Christiansen hat aber durchaus einen Vorteil: Er kennt Trainer Stefan Leitl schon aus gemeinsamen Ingolstädter Zeiten. Seit dieser Zusammenarbeit ist Christiansen aber von einem Talent zu einem Führungsspieler gereift, der dazu auch mal durch ein Tal gehen musste.

Marktwertentwicklung

Christiansen dürfte zunächst ein Spieler für die Breite sein, der zunächst eher nicht in der Startelf zu finden sein wird. Sein großes Plus ist aber auch die Flexibilität. Der Fürther Kader ist derzeit noch dünn und es wird deshalb zwangsweise zu Einsatzzeiten für Christiansen kommen, für den Bundesliga-Luft ja auch nichts neues mehr ist. Ein Marktwert jenseits der Million ist aufgrund seiner Position und seinem Team, das unmissverständlich um den Klassenerhalt wird kämpfen müssen, nur bei regelmäßigen Einsätzen möglich.

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Autor: Karol Herrmann

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