Bayern München, Werder Bremen

Es ist das ewige Comunio-Dilemma. Sollte man seine Spieler gegen Bayern München oder Borussia Dortmund besser nicht aufstellen oder geht man das Risiko ein? Comunioblog ist der Frage auf den Grund gegangen und hat dazu die letzten drei Spielzeiten analysiert. Hier sind die Ergebnisse. 

Wir wollen nicht lange um den heißen Brei herumreden, lasst Eure Spieler draußen! In der Regel hält sich die Punkteausbeute in Grenzen, es gibt aber natürlich auch Ausnahmen. Wir bröseln das Ganze mal auf. Die Stichprobe ist jetzt nicht sonderlich groß, aber die Teams verändern sich mittlerweile so schnell, dass es wenig Sinn macht, noch weiter zurückliegende Spielzeiten zu untersuchen. Die Ausrutscher-Saison des BVBs vor zwei Jahren ist nicht mit in die Auswertung eingeflossen.

Allgemein: Nur ein einziges Team (Wer das ist, verraten wir später) hat gegen den FC Bayern einen besseren Punkteschnitt als im Schnitt gegen alle anderen Teams, ansonsten fallen die Mannschaften im Duell gegen den Branchenprimus teils eklatant ab. Nur vier weitere Teams halten sich halbwegs schadlos, was die Punkteausbeute angeht. Überraschenderweise findet sich neben Dortmund mit Wolfsburg nur ein weiteres Spitzenteam unter den Mannschaften.

Auch gegen BVB schrumpft die Punkteausbeute in der Regel im Vergleich zum Saisondurchschnitt der Teams. Allerdings ist die Dominanz hier längst nicht so krass wie bei den Bayern. Immerhin vier Teams liegen in ihrem Punkteschnitt in Spielen gegen Dortmund über dem Saisonschnitt. Auch hier sucht man die Topteams vergeblich, selbst der Rekordmeister kommt hier bei weitem nicht auf den Saisonschnitt der letzten drei Jahre.

Saisonvorschau: BVB – Wundertüte mit viel Potenzial 

Die Angstgegner: Jedes Team hat Gegner, gegen die sie nicht besonders gut aussehen. Das lässt sich auch an den Punkten ablesen. Bayern-Fans werden wissen, dass Gladbach in letzter Zeit nicht der größte Punktelieferant war. Die Elf vom Niederrhein erzielte im Schnitt 46 Punkte gegen die Bayern und liegt damit satte 7 Punkte über dem eigenen Dreijahresschnitt. Augsburg (5 Punkte unterm Dreijahresschnitt) und Mainz (6 Punkte) machen es normalerweise auch ganz ordentlich gegen die Bayern. Spieler von Wolfsburg (7 Punkte unterm Schnitt) kann man ebenfalls riskieren, aufzustellen.

Der Angstgegner der Dortmunder kommt aus Köln! Der Effzeh macht in Spielen gegen Dortmund ganze 12 Punkte mehr als durchschnittlich in anderen Partien. Auch der HSV nimmt in schöner Regelmäßigkeit etwas gegen den BVB mit. Das spiegelt sich auch in der Punkteausbeute (9 Punkte über dem Schnitt) wider. Hoffenheim und Hertha sind die anderen beiden Mannschaften, die gegen die Borussia überdurchschnittlich punkten.

Punkte gegen Bayern und Dortmund

Die Versager: Das Wort ist immer sehr hart, aber es gibt nun einmal Mannschaften, die eigentlich grundsätzlich in Duellen mit den Topteams versagen. Wir beschränken uns hier mal auf die Teams, die aktuell noch in der Bundesliga spielen und dann landen wir schnell bei Werder Bremen. Die Grün-Weißen haben so einen unglaublich schlechten Punkteschnitt gegen die Bayern, dass wir nur davon abraten können, am Freitag auch nur in Erwägung zu ziehen, irgendeinen Bremer aufzustellen. Im Schnitt holte Werder in den letzten drei Jahren 21 Punkte pro Spieltag, ging es gegen die Bayern, waren es aber -21!!! Selbst beim HSV, die auch gerne mal kräftig gegen die Bayern auf die Mütze bekommen, ist die Diskrepanz nicht so groß (20 zu -1).

Gegen Dortmund sind es die Freiburger, die aus der Reihe fallen. Allerdings ist die Stichprobe hier mit nur zwei Partien zu klein, um wirklich viel daraus ableiten zu können. -17 Punkte lautet der Schnitt der Breisgauer gegen den BVB. Auch Ingolstadt (28 zu -6), Werder (21 zu 7) und Frankfurt (23 zu 2) sind jetzt nicht gerade dafür bekannt, gegen Dortmund richtig abzuräumen.

Heim/Auswärts: Heimstärke spielt einen nicht unerheblichen Faktor. Gleich vier Teams liegen im heimischen Stadion gegen die beiden Topteams über dem Saisonschnitt. Mit Frankfurt und Hamburg sind darunter zwei Teams, die über eine stimmgewaltige Anhängerschaft verfügen. Dazu gesellen sich noch die Freiburger und etwas überraschend Wolfsburg. Gladbach hält seinen Schnitt zuhause und fällt im Gegensatz zu den anderen vier Teams auch bei Spielen in München und Dortmund nicht eklatant ab. Ingolstadt und Bremen gehören indes auch zuhause zu den fleißigen Minuspunktesammlern.

Wenig überraschend kommen die Darmstädter auswärts besser zurecht als zuhause. Es ist überrascht dann aber schon, dass die Lilien in München und Dortmund im Vorjahr durchschnittlich 9 Punkte mehr erzielten, als gegen andere Teams. Sie sind damit das einzige Team neben den beiden Spitzenklubs selbst, das auswärts über dem Schnitt liegt. Hamburg, Bremen, Frankfurt und Freiburg sind dagegen auch in dieser Kategorie ganz weit hinten.

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Die direkten Duelle: Beide Teams liegen in den direkten Duellen unter ihren Saisonschnitts. Das heißt aber nicht, dass sie schlecht punkten. Dortmund hat gegen Bayern nach Gladbach den zweitbesten Punkteschnitt und der FCB punktet gegen den BVB am besten von allen Bundesliga-Teams. Auffällig ist dabei, dass beide Mannschaften auswärts erheblich mehr Comunio-Punkte einfahren als zuhause.

Fazit: Viele Zahlen und eine recht trockene Materie. Zum besseren Überblick schaut Euch einfach noch mal die Tabelle an. Natürlich kann man es nicht verallgemeinern und Ausreißer wird es immer geben, aber bis auf wenige Ausnahmen sollte man Spieler gegen die beiden Spitzenteams möglichst auf der Bank lassen. Vor allem von Bremern, Frankfurtern und Freiburgern ist abzuraten.

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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