Mahmoud Dahoud von Borussia Dortmund

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Die Saisonvorbereitung der Bundesliga-Teams ist abgeschlossen, am Wochenende geht es mit dem DFB-Pokal los. Wir zeigen dir vier Gewinner der Testspiele, die in der kommenden Spielzeit gute Rollen spielen könnten.

Mahmoud Dahoud (Borussia Dortmund, 4.890.000, Mittelfeld):

Seit Jahren ist Mahmoud Dahoud bei Borussia Dortmund ein Wackelkandidat – mal Stammspieler, mal Reservist. 2020/21 war die bislang beste Saison des Mittelfeldstrategen im schwarz-gelben Dress, obwohl er in der Hinrunde kaum zum Zug kam. Edin Terzic baute ihn wieder auf und setzte ihn im erfolgreichen Saisonendspurt regelmäßig ein.

Daran konnte Dahoud auch in der Vorbereitung unter Marco Rose anknüpfen. Seine starken Vorstellungen im Training wie in den Testspielen bewegten die Borussia Ende Juli dazu, seinen Vertrag bis 2023 zu verlängern. Dabei soll sich Dahoud nach Sky Informationen sogar auf ein niedrigeres Gehalt eingelassen haben.

Die Einstellung stimmt, die Vorstellungen des Trainers stimmen. Spielt Rose tatsächlich häufiger mit einer Mittelfeldraute, kann sich Dahoud einen Stammplatz auf einer der beiden Halbpositionen sichern. Rotation wird gleichermaßen sein Freund und Feind sein.


Lucas Alario (Bayer 04 Leverkusen, 6.190.000, Sturm):

Erst Patrik Schick, dann Kevin Volland: Für Lucas Alario war in den letzten Jahren kein Vorbeikommen an der Nummer eins im Leverkusener Sturm. Als Backup schaffte es der Argentinier dennoch auf elf Tore in der vergangenen Saison, wovon er allerdings sieben zwischen dem 4. und dem 7. Spieltag erzielte, als Schick verletzt fehlte.

Dementsprechend stand Alario schon vor einem Wechsel – und mit Sardar Azmoun ein Nachfolger bereit. Doch nach einem Doppelpack im Test gegen Oberhausen wendete sich das Blatt. Alario verlängerte seinen Vertrag bis 2024, Azmoun wird nicht nach Leverkusen kommen.

Der neue Trainer, Gerardo Seoane, experimentierte dabei mit einem 4-4-2, eigentlich seine bevorzugte Formation. Möglicherweise hat die Doppelspitze in Leverkusen Zukunft. Dann hat Alario eine wesentlich größere Chance, regelmäßig zu spielen.

Ein Schockmoment muss aber noch glimpflich ausgehen. Am Dienstag musste Alario das Training wegen Beschwerden im Adduktorenbereich abbrechen. Untersuchungen sollen zeitnah ergeben, ob ein Ausfall zum Saisonstart droht.

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Davie Selke (Hertha BSC, 3.970.000, Sturm):

In Bremen quittierte so mancher Fan den Werder-Abstieg hämisch, das Positivste sei, dass man den ausgeliehenen Davie Selke nicht fest verpflichten müsse. Die Kaufpflicht griff durch den Gang in Liga zwei nicht, Selkes torarme Zeit beim SVW endete.

In Berlin sind dagegen immer mehr Fans froh, dass der Stürmer zurück ist. Sein Trainer, Pal Dardai, machte schon früh in der Vorbereitung deutlich, dass er Selke auf das Niveau zurückbringen werde, das er in seiner besten Karrierephase hatte. Unter jenem Pal Dardai schoss der Angreifer in der Saison 2017/18 zehn Ligatore sowie vier Treffer in der Europa League.

Daran knüpfte Selke in der Vorbereitung an, traf regelmäßig und ist nach dem Abgang von Jhon Cordoba vorläufig die Nummer eins im Sturm – unter einer Bedingung. Neuzugang Stevan Jovetic kann ebenfalls als Neuner agieren, wurde zuletzt jedoch als hängende Spitze hinter Selke getestet. Auch eine Doppelspitze ist denkbar. So oder so: Selke ist wieder mittendrin statt nur dabei.

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