Johnson, Herrmann, Hazard

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Borussia Mönchengladbach ist Erster in der Rückrundentabelle und bei Comunio mit etwas Abstand auf Platz 2 hinter dem FC Bayern. Trainer Dieter Hecking hat das Team stabilisiert und die wilde Rotationsmaschinerie der Hinrunde abgeschaltet. Nur auf dem Flügel geht das Wechselspiel munter weiter. Und das mit Erfolg.

Was war das für Comunio-Manager in der Hinrunde ein Graus. Nie konnte man sich sicher sein, dass der Gladbacher, den man im Kader hatte, auch wirklich eingesetzt wurde. Ohne ersichtliches Muster wechselte Ex-Trainer Andre Schubert Spieltag für Spieltag seine Mannschaft durch. 

Gegen Ende der Hinrunde wurde es zwar weniger, aber da war die Formkrise der Fohlen schon so erdrückend, dass sich Gladbacher im Kader ohnehin nicht mehr rentierten. Erst mit Heckings Verpflichtung zur Winterpause waren die Aufstellungen wieder berechenbar. Und das tat nicht nur den Comunio-Managern gut, sondern auch der Mannschaft.

Qualitätsstau auf dem Flügel 

Hecking kehrte zum 4-2-2-2 zurück und gab den Spielern so ein System, an dem sie sich festhalten können. Neben einer festen Grundordnung hat sich auch eine klare Hierarchie hinausgebildet. Eigentlich sind alle Plätze klar vergeben. 

Rotation gibt es nur noch auf zwei Positionen, denn dort gibt es wohl den größten Qualitätsstau im Kader. Mit Fabian Johnson, Jonas Hofmann, Patrick Herrmann und Andre Hahn stehen dem Coach aktuell vier hochveranlagte Flügelspieler zur Verfügung.

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Wenn Thorgan Hazard und Ibrahima Traore demnächst ihre Verletzungen auskuriert haben, wird das Gedränge noch einmal größer. Die Spieler haben sich damit arrangiert. „Wenn einer reinkommt, versucht er seine Chance direkt zu nutzen. Davon kann die Mannschaft nur profitieren“, sagt Johnson dem „kicker“. 

Ähnlich sieht es Herrmann: „Für mich sind die Wechsel kein Problem. Man kommt ja auf Einsatzzeiten. Und entscheidend für die Mannschaft ist letztendlich, dass auch von der Außenbahn, wie in den vergangenen Spielen, etwas Effektives in Form von Toren und Assists kommt.“ 

Sechs Teilzeitkräfte

Die beiden haben allerdings auch gut reden, kommen doch beide am besten mit der Teilzeitrolle zurecht. Johnson holte 26 Punkte in fünf Spielen, entschied das Duell gegen Schalke mit einem Doppelpack. Herrmann holte 14 Zähler in vier Bundesligaeinsätzen. 

Die Top 10 nach Punkten pro Spiel

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Dementsprechend muss man für beide auch mehr als vier Millionen auf die Ladentheke legen. Ähnlich effizient und teuer ist Hazard (3,9 Mio.). Der Belgier holte 19 Punkte in fünf Einsätzen unter Hecking. Dabei kam er aber auch teilweise im Sturm zum Einsatz. Aufgrund von Knieproblemen wird es bis zum nächsten Einsatz noch wohl zwei Wochen dauern.

Hahn (sechs Einsätze, drei Punkte) und Hofmann (fünf Einsätze, vier Punkte) bekommen zwar auch ihre Spiele, Punkte fallen da aber bislang nicht bei ab. Der Ex-Dortmunder brillierte dagegen auf internationaler Bühne. Das hilft bei Comunio leider nur bedingt. 

Hazard und Johnson gesetzt?

Es wird aber deutlich, dass Hecking niemanden wirklich bevorteilt. Rechnet man die Einsatzminuten aus allen drei Wettbewerben zusammen, fällt nur Hahn (292 Minuten) etwas ab. Hazard, der zeitweise den Raffael-Vertreter gab, kommt mit 637 Minuten auf die meiste Einsatzzeit. Danach kommt Johnson (556) vor Hofmann (453) und Herrmann (444), die auch mit Verletzungen zu kämpfen hatten. 

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Schaut man auf alle Aufstellungen unter Hecking fällt allerdings schon auf, dass gerade Hazard und Johnson durchgehend zum Einsatz kommen, wenn sie fit sind. So fehlte der Deutsch-Amerikaner nur im ersten Spiel nach der Winterpause verletzungsbedingt. Hazard spielte bis zu seiner Verletzung sogar immer von Beginn an. 

Eine weitere Auffälligkeit: Hofmann und Herrmann durften in der Bundesliga noch nie zusammen beginnen. Dafür waren sie zuletzt das Startduo in Pokal und Europa League. Zufall oder ein Muster? Schwer zu sagen. Es gilt zumindest nicht die Regel, dass diejenigen, die unter der Woche starten, am Wochenende auf der Bank sitzen. 

So bleiben die Gladbacher irgendwie doch kleine Comunio-Nervensägen, aber zumindest nur auf zwei Positionen. 

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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