Alex Meier droht der Eintracht im Abstiegskampf zu fehlen

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Bei der Eintracht aus Frankfurt tun sich schwere Zeiten auf. Alex Meier, die Lebensversicherung der Hessen, fällt weiterhin aus. Nun geht’s nach München und dann noch gegen 1899 Hoffenheim. Ist Meier überhaupt zu ersetzen?

Wenn ein Spieler in 19 Spielen 12 Buden macht und dabei auch noch einen Treffer auflegt und wenn ein Spieler in der Zeit 73 Punkte holt und somit der zweitbeste Punktelieferant bei seinem Team ist, dann kann er getrost als unersetzlich bezeichnet werden.

Jetzt geht die Abhängigkeit der Eintracht von Alex Meier weit über dessen Torgefahr hinaus. Zwar taucht der Frankfurter Fußballgott in manchen Partie auch gerne mal ab und ist unsichtbar, aber dennoch ist er der Fixpunkt im Spiel der Hessen.

Unglücklicherweise fällt der 33-Jährige nun mit einem Ödem am Knie auf unbestimmte Zeit aus. Das ist zunächst einmal bitter für das kommende Wochenende, wenn die Eintracht nach München reist. Allerdings werden dort, ob mit oder ohne Meier die Chancen auf etwas Zählbares grundsätzlich eher gering sein.

Wer soll Meier ersetzen?

Viel wichtiger wäre ein fitter Meier, wenn es am 29. Spieltag zum Abstiegsendspiel gegen die TSG Hoffenheim geht. Die Frage lautet generell: Wer soll Meier ersetzen? Rein theoretisch Haris Seferovic (Marktwert: 2.130.000, 43 Punkte), doch der Schweizer hat in dieser Saison mehr mit sich zu kämpfen, als dass er als Anführer in der Offensive vorneweg marschieren könnte.

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Nach seiner ordentlichen Debütsaison (100 Punkte) holt Seferovic in dieser Runde 1,95 Punkte im Durchschnitt. Ein Heilsbringer sieht anders aus. Zwischenzeitlich geriet Seferovic mit Ex-Coach Armin Veh aneinander und wurde vom Verein zu einer Geldstrafe verdonnert.

Wer kommt noch in Frage? Luc Castaignos braucht nach seinem Syndesmosebandriss noch, bis er wieder richtig Form kommt. Eine ordentliche Quote hat der Niederländer, der im Sommer von Twente Enschede an den Main kam. In zwölf Ligaspielen traf der 23-Jährige immerhin vier Mal, ehe ihn dann die Verletzung stoppte. Zwar ist er damit immer noch Eintrachts zweitbester Torschütze, bei einem Marktwert von 1.140.000 und bisherigen 16 Punkten auch nicht zwingend ein Comunio-must-have.

Gianluca Walschmidt (440.000, 4) und Enis Bunjaki (170.000, 0) sind zwar talentiert, aber Meier können die beiden Youngster im Abstiegskampf nun wirklich nicht ersetzen. Am ehesten noch Winterneuzugang Marco Fabian (2.660.000, 20), der zwar kein echter Stürmer ist, aber dennoch mit Wucht und Tempo für Torgefahr in der Offensive sorgt. Doch auch der Mexikaner wird Meier nicht längerfristig vergessen machen können.

Eigenes Risiko der Eintracht-Bosse

Die Hessen müssen also hoffen, dass Meiers Knieverletzung demnächst wieder ausgeheilt ist, denn sonst könnte es eng werden für die Eintracht und ihrem neuen Coach Niko Kovac. Möglich, dass sich die Eintracht-Bosse in Kaderplanung etwas verzockt haben.

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Meier fiel wegen den Folgen einer Knie-OP bereits zum Saisonstart die ersten Spiele aus und feierte erst am 4. Spieltag ein sensationelles Comeback (drei Tore, 21 Punkte beim 6:2-Erfolg über den 1. FC Köln). Insofern hätten die Verantwortlichen damit rechnen können, dass der auch nicht mehr ganz so junge Meier das eine oder andere Mal ausfallen könnte.

Umso bitterer dann, dass mit Castaignos der Backup ebenfalls verletzungsbedingt lange ausfällt. Allerdings gehören Verletzungen nun  einmal zum Geschäft. Es könnte also ein Fehler in der Kaderplanung gewesen sein, der die Eintracht am Ende noch teuer zu stehen bekommen könnte.

Dann nämlich, wenn Meier nicht mehr rechtzeitig fit wird und die Frankfurter den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit gehen müssen. Momentan gibt es trotz des jüngsten Erfolges vor der Länderspielpause wenig Grund zur Hoffnung. So ist das eben, wenn Götterdämmerung herrscht.

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Autor: Florian Schimak

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