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Von Maradona verehrt, von sämtlichen Gegenspielern und Trainer bisweilen verhasst: Santiago Ascacibar spaltet die Gemüter. Der Hertha-Neuzugang im Comunio-Check. 

Position: Santiago Ascacibar ist im zentralen, meist defensiven Mittelfeld zu Hause. Mit seinen nur 1,68 Metern ist er gewiss einer der kleinsten Profis der Bundesliga. Das gleicht der Argentinier aber mit einer Aggressivität aus, die jedem Gegenspieler das Fürchten lehrt. 

Bisherige Karriere: Der 22-Jährige ist natürlich noch aus seiner Zeit beim VfB Stuttgart bekannt, wo er als junger Spieler schon auf 56 Bundesliga-Spiele kam. Der VfB holte den damals weitgehend unbekannten Spieler von seinem Heimatklub Estudiantes de La Plata. Vier Mal hat er inzwischen auch für die argentinische Nationalmannschaft gespielt, zuletzt jedoch vor über einem Jahr. Das brachte ihm auch Lob von höchster Instanz: Weil Ascacibar ein Maradona-Tattoo trägt, meldete sich die Ikone gleich per Videobotschaft beim jungen Nationalspieler. Zitat: „Hallo kleiner Santiago… Bah… Großartiger Santiago. Ich danke Dir sehr herzlich für das Tattoo, das Du mit Stolz trägst.“

Wie es sich für einen Argentinier gehört, kennt Ascacibar auf dem Platz keine Freunde: Bisweilen schießt er mit seiner Aggressivität weit über das Ziel hinaus. 34 Gelbe Karten und drei Platzverweise (unter anderem eine Spuckattacke gegen Kai Havertz) sammelte er in 111 Ligaspielen im Profibereich bereits an. Auch außerhalb des Platzes ist er bisweilen nicht einfach. So wollte er im Sommer nach dem Abstieg der Stuttgarter einen Wechsel erzwingen. Noch in diesem Herbst wurde er aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader gestrichen. 

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Einstiegsmarktwert: Mit 3 Mio. steigt Ascacibar relativ moderat ein und bewegt sich damit in etwa auf einem Niveau mit Hoffenheims Diadie Samassekou oder Bremens Nuri Sahin. Allerdings darf man vom Argentinier auch keine Wunderdinge erwarten. Mehr als zwei Punkte im Schnitt gab es bei ihm in den ersten beiden Comunio-Saisons nicht.

Situation: Ascacibar kommt als Ersatz für den nach Augsburg verliehenen Eduard Löwen. Dennoch ist die Konkurrenz nicht klein. Marko Grujic dürfte im zentralen Mittelfeld gesetzt sein. Daneben muss der Argentinier mit Per Skjelbred und Arne Maier um einen Stammplatz kämpfen. Das wäre tatsächlich noch recht aussichtsreich, würden bei der derzeit sehr ambitionierten Hertha nicht auch Namen wie Granit Xhaka oder Emre Can gehandelt werden. 

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Marktwertpotenzial: In nur einer Woche konnte Ascacibar schon eine Mio. zulegen. Und es wird noch ein wenig weiter gehen. Wenn der Argentinier sein Temperament in den Griff bekommt (immerhin waren es in der Hinrunde bei Stuttgart nur zwei Gelbe Karten), hat er Chancen auf einen Stammplatz. Jenseits der 5 Mio. wird Ascacibar aber auch im besten Falle nicht zu finden sein. Dafür ist er schlicht an zu wenigen Abschlussaktionen beteiligt. 

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Autor: Karol Herrmann

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