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Hertha wurde für seine formulierten Ambitionen zuletzt oft belächelt. Mit Krzysztof Piatek vom AC Mailand haben die Berliner nun aber ein ordentliches Pfund an Land gezogen. Der Pole im Comunio-Check.

Position: Krzysztof Piatek ist eine echte Nummer 9, der seine Stärken im Strafraum hat und sowohl als alleiniger Stoßstürmer als auch in einer Doppelspitze agieren kann. Er zeichnet sich durch Abschlussqualitäten, physische Präsenz und Zweikampfstärke aus.

Bisherige Karriere: In jungen Jahren machte der Pole in der heimischen Ekstraklasa auf sich aufmerksam. Zunächst für Zaglebie Lubin, später dann für Cracovia, wo er 2017/18 mit 21 Treffern drittbester Torschütze war und Begehrlichkeiten weckte.

So zog es ihn im Sommer 2018 in die Serie A zum FC Genua. Dort schlug er voll ein. Gleich bei seinem ersten Einsatz im Pokal erzielte er beim 4:0-Sieg gegen US Lecce alle vier Tore. Nach 21 Spielen (und 19 Toren) für Genua ging er nur ein halbes Jahr später den nächsten Schritt und wechselte zum AC Mailand, die immerhin 38 Millionen Euro auf den Tisch legten.

Die Top-Elf des 19. Spieltags

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Tor: Rafal Gikiewicz (1. FC Union Berlin) - 11 Punkte | Bildquelle: imago images / Christian Schroedter

So ganz erfüllen konnte er die großen Erwartungen aber nicht. Lief es zunächst noch sehr gut mit acht Toren aus den ersten elf Ligaspielen, hatte der Pole anschließend mit Ladehemmung zu kämpfen. In der aktuellen Spielzeit traf er in 18 Partien nur noch vier Mal, wurde zuletzt gar nicht mehr berücksichtigt. Auch bei den Fans hatte er seit einem Interview mit einem polnischen Radiosender, wo er sich als künftiger Weltstar inszenierte, einen schweren Stand. Die spektakuläre Verpflichtung von Zlatan Ibrahimovic machte die Sache bei Milan nicht einfacher. Daher die Flucht nach Berlin, wo auch die Wege nach Polen nicht weit sind.

Inzwischen ist Piatek auch fester Bestandteil der polnischen Nationalmannschaft, für die er an der Seite von Robert Lewandowski in zehn Einsätzen schon fünf Mal traf.

Einstiegsmarktwert: 10. Mio. Das ist die Dimension von Wout Weghorst oder Florian Niederlechner. Vor diesem Duo muss sich Piatek aber keinesfalls verstecken. Teuerster Herthaner ist er natürlich – mit großem Abstand. 

Situation: Hertha denkt groß und mit Piatek kommt nun seit der Windhorst-Ära auch erstmals ein Spieler, bei dem die Branche aufhorcht. Dass die Berliner einen Spieler seine Klasse in ihren Reihen haben, hätte vor einem Jahr wirklich noch niemand an der Spree zu träumen gewagt. Piatek ist der absolute Königstransfer und sicher der spektakulärste Winter-Neuzugang nach Erling Haaland in der Bundesliga.

Und natürlich hat Piatek auch einen klaren Stammplatz. Für Vedad Ibisevic und Salomon Kalou hat Jürgen Klinsmann offensichtlich keine Verwendung, Davie Selke plagt neben technischen Unzulänglichkeiten auch noch eine gehörige Ladehemmung.

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Marktwertpotenzial: Das hier wird ein Hype, der noch einige Zeit steigen-, und mit jedem Tor des Polen sich sogar deutlich über der 10-Mio-Marke halten dürfte. Auch punktemäßig ist von Piatek einiges zu erwarten. Trotz eher mäßiger Leistung stand er bei Comunio Italien immerhin bei 54 Saisonpunkten. 2018/19 kam er auf stolze 192 Zähler. Wie auch immer: Ein frühes Investment zum Marktpreis dürfte sich definitiv lohnen. 

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Autor: Karol Herrmann

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