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Borussia Dortmund gegen den 1. FSV Mainz 05 – das wird immer ein ganz besonderes Spiel sein, alleine schon, weil zwei Trainer erst die Rheinhessen und dann den BVB trainierten: Jürgen Klopp und Thomas Tuchel. Als Kloppo 2010 erstmals als Dortmund-Coach an den Mainzer Bruchweg zurückkehrte, erlebte er eine böse Überraschung.

Am 30. Spieltag in der Saison 2009/10 war es endlich soweit. Jürgen Klopp, dem sie in Mainz mindestens ein Denkmal gebaut haben, kehrte erstmals als Nicht-05-Choach an seinen Mainzer Bruchweg zurück. Klopp war inzwischen Trainer von Borussia Dortmund und schickte sich an, den BVB wieder an die Spitze des deutschen Fußballs zu führen.

Der 1. FSV Mainz 05, gerade erst wieder aus der 2. Liga in der Belletage angekommen, wurde von Neuling Thomas Tuchel trainiert, der das Amt kurz vor Saisonstart etwas überraschend von Jörn Andersen übernommen hatte.

Während Klopp vor der Partie auf den verletzten Sebastian Kehl verzichten musste (Sven Bender ersetzte ihn), musste Tuchel auf die gesperrten Andreas Ivanschitz und Florian Heller verzichten. Dafür spielten Radoslav Zabavnik und Aristide Bance.

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Der BVB agierte gewohnt im 4-2-3-1-System, mit dem „Babyriegel“ Mats Hummels und Neven Subotic in der Innenverteidigung. Nuri Sahin und Bender bildeten die Doppelsechs, während Jakub Blaszczykowski, Mohamed Zidan und Kevin Großkreutz die offensive Dreierreihe hinter Stürmer Lucas Barrios bildeten.

Tuchel schickte seine Elf in einem 4-4-2 mit flacher Vier aufs Feld. Andre Schürrle (in seiner Debütsaison als Profi) begann im linken Mittelfeld, den Doppelsturm bildeten Adam Szalai und Aristide Bance, während Oldie Heinz Müller im Kasten stand.

Kaum Chancen, dann die kalte Dusche

Trotz der Emotionalität der Gegebenheiten, schafften es beide Mannschaften nicht, sich von Beginn an wirkliche Chancen zu erarbeiten. So prüfte Barrios Müller nach gut zwanzig Minuten und kurz darauf musste Elkin Soto einen Kopfball von Patrick Owomoyela auf der Linie retten.

In der 30. Minute dann die kalte Dusche für den überlegenen, aber weitestgehend harmlosen BVB. Szalai war es, der sich 15 Meter vor dem Tor gegen vier Mann auf engstem Raum behauptete und trocken zur 1:0-Führung abschloss.

Das spielte nun den 05ern in die Karten, die sich nun noch weiter zurückzogen und die Räume geschickt engmachten. Dadurch hatte Dortmund noch weniger Platz und dem BVB fiel auch nicht wirklich was ein.

Starker Szalai, schwacher BVB

Der FSV blieb durch Konter immer wieder gefährlich, so traf Schürrle in der 60. Minute nur die Latte. Erst in der Schlussphase hatte die Klopp-Elf durch den eingewechselten Nelson Valdez und Owomoyela gute Kopfballmöglichkeiten, die aber letztlich zu unpräzise waren.

Quelle: ComStats

Quelle: ComStats

Auf Seiten der Dortmunder überzeugte nur die Doppelsechs mit Sahin und Bender (jeweils 4), auch Keeper Weiderfeller blieb fehlerfrei (4), ansonsten gab es fast ausschließlich Minuspunkte, so dass der BVB am Ende auf eine Gesamtpunktzahl von 0 kam.

Bei den 05er überzeugte vor allem Torschütze Szalai (9), Keeper Müller und Abwehrboss Nikolce Noveski (jeweils 8), Bo Svensson mit sechs Punkten rundete die gute Gesamtvorstellungen der Mainzer mit insgesamt 41 Zählern ab.

So sicherte sich Mainz bei Klopps Rückkehr den Dreier und sorgte so dafür, dass der BVB im Kampf um die Champions-League-Plätze einen herben Dämpfer erlitt. Am Ende wurde es eine ordentlicher 5. Platz, der zu Teilnahme an der Europa League berechtigte. Die Mainzer schlossen auf einem sehr ordentlichen 9. Platz ab.

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Autor: Florian Schimak

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